"Neuerscheinung: ActionPaintingIntervention (API)"

Das als sehr effektiv evaluierte Konzept der ActionPaintingIntervention (API) entwirft ein handlungsbezogenes Lernangebot bei Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung. Auf Grundlage der Theorie der sozialen Informationsverarbeitung wird Action Painting anhand konkreter Materialien und Handlungsanweisungen für den Kunstunterricht didaktisch aufbereitet. Die Handlungskompetenz wird unterstützt und ermöglicht positive Selbstwirksamkeitserfahrungen, sodass gemeinsames Lernen stabile Beziehungen und verantwortliches Handeln anstelle auffälligen Verhaltens im Unterricht etablieren helfen kann. 

ActionPaintingIntervention (API) in der Sonderpädagogik

Untertitel

Ein Konzept für den Kunstunterricht bei auffälligem Verhalten im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung

Urheber

Karlsson, Svenja (Autor / Autorin)

ISBN-13

9783339122025

Verlag

Kovac, Dr. Verlag

Erscheinungsdatum

04.2021

Auflage

1. Auflage, Aufl.

Hauptbeschreibung

Die Wirkungsforschung in der Sonderpädagogik nimmt aktuell einen hohen Stellenwert ein. Aufgrund von Entwicklungen in der Schülerschaft im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung sind Unterrichtskonzepte zum gemeinsamen Lernen für die Fachrichtung der Pädagogik bei Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung vordringlich zu entwerfen und hinsichtlich ihrer Effektivität zu evaluieren. Mit dem Konzept der ActionPaintingIntervention (API) wird in Anlehnung an die moderne Kunststilrichtung des Action Painting (Jackson Pollock) ein handlungsbezogenes Lernangebot für Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung und aggressivem bzw. auffälligen Verhalten vorgelegt. Auf Grundlage der Theorie der sozialen Informationsverarbeitung bietet das API-Konzept neben fachwissenschaftlich umfassend begründeten didaktischen Umstrukturierungen bspw. von Unterrichtsphasen konkret ausgearbeitete Materialien und Handlungsanweisungen für den Kunstunterricht. Die Effektivität des Konzepts wurde über mehrere Schuljahre in 14 kontrollierten Einzelfallstudien mit Multiple-Baseline Design nachgewiesen. Die Ergebnisse zeigen, dass die didaktischen Strukturveränderungen von Unterricht und die intendierte Unterstützung der Handlungskompetenz die Handlungsmöglichkeit von Schülerinnen und Schüler beeinflussen und damit eine signifikante Verringerung des Auftretens auffälligen Verhaltens bewirkt werden kann. Sie lernen, durch positive Selbstwirksamkeitserfahrungen weniger auf aggressive Verhaltensmuster zurückzugreifen und vermehrt durch soziales Agieren am Unterricht teilzuhaben. Gemeinsames Lernen kann so stabile Beziehungen und verantwortliches Handeln in Schule und Unterricht etablieren helfen. Neben der Anwendung des standardisierten Messinstruments BASYS wurde das Instrumentarium zur kontrollierten Erfassung auffälligen Verhaltens (IKEAV) zur unterrichtsimmanenten Diagnostik standardisiert, das auch unabhängig vom API-Konzept als diagnostisches Instrument bei auffälligem Verhalten im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung angewendet werden kann.