Institutionalisierung des Pädagogischen. Erziehungswissenschaftliche Institutionenanalyse

Die kumulative Habilitationsschrift verfolgt das Interesse, für ein Verständnis von Institutionen und Institutionalisierung innerhalb der Erziehungswissenschaft zu werben und damit die Relvanz der Institutionalisierung des Pädagogischen für gesellschaftlich-politische Konstitutionen des Sozialen zu unterstreichen...

Stichworte

Ethnographie, Institution, Bildungsinstitution, sexuelle Gewalt, pädagogische Kontexte, soziale Ungleichheit, Differenz, Übersetzung, Praxistheorie, Grenzbearbeitung, Schule, Familie, Kinder, Jugendliche

Beschreibung

Die kumulative Habilitationsschrift verfolgt das Interesse, für ein Verständnis von Institutionen und Institutionalisierung innerhalb der Erziehungswissenschaft zu werben und damit die Relvanz der Institutionalisierung des Pädagogischen für gesellschaftlich-politische Konstitutionen des Sozialen zu unterstreichen. Dabei werden empirische und theoretische Befunde zur Institutionalisierung pädagogischer Praktiken im Kontext von sexueller Gewalt angetragen sowie methodologische Überlegungen zur Differenz zur Ebnung einer Institutionenanalyse vorgenommen. Für eine erziehungswissenschaftliche Bestimmung kann bereits an dieser Stelle hervorgehoben werden, dass für eine pädagogische Institutionentheorie sowohl die geistes- und kulturwissenschaftliche Perspektivierung in die sozialwissenschaftlich, soziologische und zuweilen (rechts)politische Betrachtung von Institutionen mit einbezogen werden müssen, als auch v.a. die Prozesshaftigkeit und Konstitutionshaftigkeit berücksichtigt werden. Damit wird im Sinne einer praxistheoretischen Betrachtung der Institution das Verhältnis von Erkenntnis und Praxis kritisch gewendet und der Konstitutionsprozess in einer ontologischen Vielschichtigkeit in den Vordergrund gedrückt. Der Theorie pädagogischer Institutionen wird sodann ein spezifisches, nämlich die Institutinalisierung fokussiertendes raum-zeitliches Praktiken-Arrangement zu Grunde gelegt. Dies mündet einerseits in einer spezifischen Perspektivierung von erziehungswissenschaftlichen Ethnographien, die sensitive, grenzbearbeitende pädagogische Kontexte in den Blick nehmen. Andererseits wird in einem abschließenden Fazit ein weiterer Bogen zu einer erziehungswissenschaftlich notwendigen Verschiebung von einer marktorientierten Betrachtung der pädagogischen Institution hin zu einer notwendigen pädagogischen Ausgestaltung der Institutionen als demokratische Institution argumentiert und dabei auch eine post-kritische Positionierung dieser Arbeit innerhalb der Pädagogik vorgenommen.