Martin Gärtner

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E-Mail
martin.gaertner-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uni-flensburg.de
Gebäude
Gebäude Oslo
Raum
OSL 332.1
Straße
Auf dem Campus 1
PLZ / Stadt
24943 Flensburg

Institutionen

Name
Romanisches Seminar
Funktion
Wissenschaftliche MitarbeiterInnen

Sprechstunden

Donnerstag (ab dem 22.10.2020), 14-15.00 Uhr über Webex, nach Abstimmung per Mail

Veranstaltungen

Nummer Titel Typ Semester
380141d Französisch als Universalsprache in Geschichte und Gegenwart Seminar HeSe 2020

Lebenslauf

  • seit 11/2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter für Französische Sprachwissenschaft am Romanischen Seminar der Europa-Universität Flensburg
  • 2012/2013 Auslandsstudium an der École normale supérieure (ENS) in Paris
  • 2011-2016 Studium der Romanistik (Spanisch, Rumänisch, Französisch) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • 2008-2011 Studium der Spanischen Philologie und Politik und Verwaltung an der Universität Potsdam
  • geboren 1988 in Berlin

Vorträge

  • Dezember 2019: Connaissez bien le génie de votre langue! – Vorstellung des Dissertationsprojekts im Rahmen des Projektpools des DokNets der Europa-Universität Flensburg; Vortrag gehalten am 03. Dezember 2019. 
  • Juli 2019: Perspicuitas, clarté, Deutlichkeit – Anmerkungen zu einem Merkmal guter Sprachverwendung. Vortrag gehalten im Rahmen des VII. Romanistisch-Linguistischen Netzwerktreffens an der Johannes-Gutemberg-Universität Mainz (Standort Germersheim) am 12. Juli 2019.
  • März 2019: Die Grenze zwischen der englischen und den romanischen Sprachen – Verteidigungsdiskurse wider die Anglizismen. Vortrag gehalten im Rahmen des XXXV. Forums Junge Romanistik an der Universität Innsbruck am 19. März 2019.
  • September 2018: Mort, trahison, globish: Discussions sur le déclin du français dans le web francophone. Vortrag auf dem XI. Frankoromanistentag an der Universität Osnabrück am 28. September 2018.   
  • Juni 2018: Corruption, menace et mort – Aktuelle Tendenzen in der französischen Sprachdiskussion. Vortrag gehalten im Rahmen des VI. Romanistisch-Linguistischen Netzwerktreffens an der Universität Trier am 22. Juni 2018.  
  • Juni 2018: De la langue française. Comment elle est née, elle a grandi, et comment il se peut qu´elle meure. Vortrag gehalten im Rahmen des Sprachwissenschaftlichen Kolloquiums an der Europa-Universität Flensburg am 07. Juni 2018.   
  • März 2018: Henri Estiennes Deux Dialogues du nouveau langage françois italianizés et desguizés: Ein Zeugnis der Apologie des Französischen wider die Italianismen.  Vortrag gehalten im Rahmen des XXXIV. Forums Junge Romanistik an der Universität Mannheim am 27. März 2018.
  • Februar 2018: Vorstellung des Dissertationsvorhabens: "Connaissez bien le génie de votre langue!"- Diskussionen um die französische Sprache in Vergangenheit und Gegenwart. Vortrag gehalten im Rahmen des XIV. LIMES-Kolloquiums an der Universität Konstanz am 23. Februar 2018.
  • Juni 2017: Ne me quitte pas! – Welches Schicksal blüht der Weltsprache Französisch? Vortrag gehalten im Rahmen des Kolloquiums Localisations du français – Wissenschaftliche und bildungspolitische Perspektiven an der Europa-Universität Flensburg am 16. Juni 2017.

Sommerschulen und Workshops

  • August 2014: Sommerschule zur rumänischen Sprache und Kultur an der Universitatea de Vest, Timişoara/Temeschburg, Rumänien
  • Februar 2016: Teilnahme am Deutsch-Portugiesischen Übersetzungsworkshop am Institut für Romanistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Mai 2018: Sommerschule zum halbautomatischen Übersetzen Französisch-Deutsch, Le Mans Université, Frankreich
  • November 2018: Workshop zu gesprochener Sprache, Universität Koblenz-Landau
  • Januar/Februar 2019: Übersetzungswerkstatt zum halbautomatischen Übersetzen Französisch-Deutsch, Schwerpunkt Europawahlen im Mai 2019, Le Mans Université, Frankreich
  • September 2020: 14th International Research Workshop – Methods for Ph.D. an der Akademie Sankelmark, Oeversee

Lehre

  • SoSe 2017: S Sprachpolitik und Sprachpolitiken in Europa
  • HeSe 2017/18: S Sprachkultur-Kultursprachen, Sprachplanung-Plansprachen
  • FrSe 2018: S Begleitseminar Einführung in die Französische Sprachwissenschaft II
  • HeSe 2018/19: PS Sprachwissenschaftliche Perspektivierung lehrplanrelevanter Themen I (Spanisch) (Titel: El viaje del castellano – pasado y presente de una lengua mundial)
  • FrSe 2019: S Begleitseminar Einführung in die Französische Sprachwissenschaft II
  • HeSe 2019/20: S Sprachpolitik in romanischen Ländern
  • FrSE 2020: S Aktuelle Sprachdiskussionen in Frankreich

Fachliche Interessen

  • Sprachbewusstsein und Sprachpolitik in Frankreich und anderen romanischen Ländern
  • Sprachgeschichte des Französischen und anderer romanischer Sprachen
  • Sprachapologien

Dissertationsvorhaben

Dissertationsprojekt an der Europa-Universität Flensburg, Martin Gärtner

"Connaissez bien le génie de votre langue!" –

Diskussionen um die französische Sprache in Geschichte und Gegenwart

Das Promotionsprojekt zielt darauf ab, das Sprachbewusstsein in Frankreich, beginnend mit der Frühen Neuzeit, mit der aktuellen Sprachreflexion zu vergleichen. Auf diese Weise soll untersucht werden, ob die vom 16. bis zum 18. Jahrhundert als Alleinstellungsmerkmale betonten Eigenschaften des Französischen heute ebenfalls in ähnlicher Form als Argumente für eine herausgehobene Stellung und eine Verteidigung des Französischen (insbesondere gegenüber dem Englischen) angeführt werden. Dazu gehören bspw. die Diskussion um Begriffe wie die clarté des Französischen oder das génie de la langue française, welche bis heute von verschiedensten Autoren aufgegriffen und z.T. neu definiert werden. Ziel der Arbeit ist ein Vergleich der Sprachdiskussionen der Vergangenheit, die als Widerspiegelung des damaligen Sprachbewusstseins in Frankreich rezipiert werden, mit heutigen Einstellungen zur französischen Sprache. Dabei sollen Veränderungen und Konstanten in der Sprachreflexion und im Sprachbewusstsein aufgezeigt werden, wobei auch sprachpolitische Aspekte mitberücksichtigt werden. Zu diesen gehören sowohl die französische Sprachgesetzgebung der letzten Jahrzehnte als auch die Bemühungen im Rahmen der Francophonie, die weltweite Ausstrahlung und Attraktivität des Französischen zu erhalten und auszubauen. Als Basis der Dissertation dienen einerseits klassische Texte zum französischen Sprachbewusstsein, wie u.a.  La Deffence, et illustration de la langue françoyse von Joachim du Bellay oder der Discours sur l´universalité de la langue française von Antoine de Rivarol. Andererseits werden Publikationen aus der Gegenwart in den Fokus genommen, die sich mit dem Französischen auseinandersetzen und teilweise alte Argumentationsmuster in Bezug auf die französische Sprache wieder aufgreifen. Im Mittelpunkt stehen in diesem Zusammenhang die Publikationen von Linguisten wie Claude Hagège oder Alain Rey, sowie bewusst auf ein Nicht-Fachpublikum abzielende Veröffentlichungen von Journalisten und Schriftstellern, die sich in der heutigen Zeit mit der Frage beschäftigen, welche besonderen Merkmale das Französische auszeichnen, wie es seine sprachliche Qualität angesichts des (vermeintlich) überall wahrgenommenen Sprachverfalls bewahren kann, und wie und aus welchen Gründen es sich in Zukunft erfolgreich im Wettstreit mit anderen Sprachen behaupten muss.