Von Konfrontation zu Kooperation: Eine kurze Geschichte des deutsch-dänischen Grenzlandes

Der dänische Generalkonsul Henrik Becker-Christensen hält vor Studierenden rasanten Geschichtsvortrag

Im Rahmen der Ringvorlesung European Borderscapes, die im neuen Bachelor European Cultures and Society veranstaltet wird, hat am 29. November 2016  der dänische Konsul Henrik Becker-Christensen einen kurzen Vortrag über das Thema: "From Confrontation to Cooperation. The Danish-German borderland" gehalten.

200 Jahre Geschichte fasste Becker-Christensen in pointierten 45 Minuten zusammen: Beginnend mit der friedlichen Koexistenz von Deutschen und Dänen unter der Flagge des dänischen Königreichs um 1815 über das Aufkommen nationalistischer Strömungen um 1830, den Bürgerkrieg 1848, den deutsch-dänischen Krieg 1864, die diversen Grenzverschiebungen, die erste demokratische Grenzziehung 1920 durch eine Abstimmung, die Unterstützung der Nationalsozialisten durch die deutsche Minderheit auf dänischer Seite, die deutsche Besatzung Dänemarks im Zweiten Weltkrieg, die folgenden Spannungen bis zur Bonn-Kopenhagener Erklärung, die 1955 eine Entspannung zwischen deutschen und dänischen Minder- und Mehrheiten ermöglichte und als Vorbild für den politischen Umgang mit Minderheiten gilt.

Persönlich, humorvoll und konzise bot der Generalkonsul eine dichte Darstellung der wechselvollen Geschichte des Grenzlandes. "Fasten your seatbelts", hatte er zu Beginn gebeten, "This is going to be a fast course in history."

Ein anhaltender Applaus  zeigte, wie sehr dieser rasante Geschichtskurs allen Anwesenden gefallen hatte.

Prof. Dr. Matthias Bauer und Generalkonsul Henrik Becker-Christensen vor dem Vortrag. (Quelle: Kathrin Fischer)
Henrik Becker-Christensen und Gurli Jendreiko aus dem Gleichstellungsbüro (Hintergrund), Prof. Dr. Anne Reichold und Patricia Barbosa vom Studiengang EUCS im Vordergrund. (Kathrin Fischer)
Interessierte Nachfragen der rund 70 Studierenden (Kathrin Fischer)