Wie wird weniger genug?

Stadt Flensburg und Europa-Universität Flensburg laden zur digitalen Abschlusskonferenz eines gemeinsamen Forschungsprojekts

Wie können Kommunen städtische Infrastruktur so gestalten, dass nachhaltiges Leben für die Einwohnerinnen und Einwohner nicht nur möglich, sondern einfach wird? Mit dieser Frage haben sich Mitarbeiter*innen der Stadt Flensburg und des Norbert Elias Center der Europa-Universität Flensburg über drei Jahre hinweg im transdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsvorhaben "Entwicklungschancen und –Hemmnisse suffizienzorientierter Stadtentwicklung" (EHSS) beschäftigt. Projektleiterin Dr. Michaela Christ beschreibt den Forschungsgegenstand so: "Viele Städte sind unter Druck, denn Flächen werden knapp. Der Wohnflächenbedarf steigt kontinuierlich, jedes Jahr werden mehr und immer größere Autos zugelassen, gleichzeitig sollen Nachhaltigkeitsziele erreicht und Ressourcen in Städten geschont werden. Städte sollen lebendig und lebenswert sein – und resilient werden gegenüber den Folgen des Klimawandels und anderer gravierender Umweltveränderungen. Angesichts wachsender Flächenkonkurrenz stehen Kommunen vor der Herausforderung, Interessen gegeneinander abzuwägen, Konflikte zu moderieren und Lösungen anzubieten."

Thema der Forschung: Der Umgang mit Flächen

Diesen Konflikt hat das Forschungsvorhaben vor allem im Hinblick auf ein spezifisches Thema der Suffizienzpolitik untersucht: Den Umgang mit Fläche. "Wir haben danach gefragt, was ressourcenschonende kommunale Flächenpolitik befördert und was sie behindert", erklärt Kämmerer und Bürgermeister Henning Brüggemann. "Unser Thema ist, wie öffentliche Angebote und Infrastrukturen das Verhalten jedes und jeder Einzelnen ändern können. Dabei soll allen Menschen eine gute und nachhaltige Lebensweise ermöglicht werden."

Das Programm ist online

Die Ergebnisse der Untersuchung, die Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme "Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt: Forschung für klimaresiliente, sozial-ökologisch gerechte und lebenswerte Städte" mit 530 000 Euro gefördert hat, werden in einer digitalen Abschlusskonferenz, die an fünf Nachmittagen (16:00 bis 17:15 Uhr) und einem Abend (19:30 bis 20:45 Uhr) im Zeitraum vom 28. Oktober und dem 04. November stattfindet, vorgestellt. Das Programm, zu dem auch ein Stadtrundgang gehört, ist für alle Interessierten offen.  Es ist mitsamt den Zugangsdaten zu den sechs Online-Veranstaltungen hier zu finden.