Richtfest auf dem Flensburger Campus

Institutsgebäude "Tallinn" der Europa-Universität Flensburg nimmt Gestalt an 

Nur sieben Monate nach der Grundsteinlegung steht der Rohbau des ersten Neubaus der Europa-Universität Flensburg seit zehn Jahren. Das Land Schleswig-Holstein investiert rund 7,1 Millionen Euro aus dem Infrastrukturmodernisierungsprogramm IMPULS in das Institutsgebäude "Tallinn", das unter der Leitung der Gebäude-management Schleswig-Holstein AöR (GMSH) entsteht. Auf 1.300 Quadratmetern werden flexible Büro- und Besprechungsräume für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingerichtet. Der Neubau soll im Sommer 2021 an die Universität übergeben werden. Heute (1. Juli 2020) feierten Wissenschaftsstaatssekretär 
Dr. Oliver Grundei, Universitätspräsident Professor Dr. Werner Reinhart und GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt gemeinsam mit den Handwerkern das Richtfest.

Dr. Oliver Grundei: Quantitaives und qualitatives Wachstum

Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Oliver Grundei. (Kathrin FIscher)

Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Oliver Grundei lobte den konsequenten und äußerst erfolgreichen Profilierungsprozess der Europa-Universität Flensburg im Bereich Lehr-amtsausbildung und Internationalisierung und verwies darauf, dass die EUF heute stolz auf rund 6000 Studierende blicken könne. Grundei: "Mit dem Gebäude Tallinn tragen wir der erfreulichen Entwicklung auch baulich Rechnung und realisieren ein modernes Instituts- und Veranstaltungsgebäude für die Geistes- und Sozialwissenschaften."

Prof. Dr. Werner Reinhart: Viel mehr als nur ein Neubau

Prof. Dr. Werner Reinhart. (Kathrin Fischer)

"Dieser Neubau ist viel mehr für uns als nur ein Bau", betonte der Präsident der Europa-Universität Flensburg, Prof. Dr. Werner Reinhart, in seinem Grußwort. "Dieses Gebäude mit seinen Konferenz- und Gremienräumen, mit seinen Büros und Teeküchen verkörpert auch die Hoffnung auf physische Nähe in einer Zukunft nach Corona. Zugleich markiert es ein geglücktes Profil: Nachgefragte Studiengänge und eine wachsende Anzahl von Lehrenden benötigen Platz und Infrastruktur. Dieses Gebäude verdeutlicht zudem auch gelungene Kooperation und gute Arbeit: Ich danke dem zuständigen Ministerium, der GMSH, dem Gebäudemanagement der EUF und allen Handwerkerinnen und Handwerker, die dazu beigetragen haben, dass zwischen Grundsteinlegung und Richtfest die keineswegs selbstverständliche Spanne von nur sieben Monaten gelegen hat."

Frank Eisoldt: Eine echte Teamleistung

Frank Eisold. (Kathrin Fischer)

"Seit Beginn der Corona-Pandemie müssen wir auch auf unseren Baustellen organisatorische und bauliche Sicherheitsvorkehrungen einhalten. Trotz dieses Mehraufwands liegen wir sehr gut im Zeitplan. Das ist eine echte Teamleistung. Alle Beteiligten haben von Anfang an sehr konstruktiv zusammengearbeitet, sodass wir das neue Institutsgebäude wie vorgesehen nächsten Sommer an die Universität übergeben können", sagte GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt.

Viergeschossiger Neubau

Der viergeschossige Neubau erhält im Erdgeschoss einen repräsentativen Veranstaltungsraum mit flexiblen Trennwänden sowie eine Teeküche, eine Garderobe und Toiletten. Im ersten bis dritten Geschoss werden Büros und Besprechungsräume eingerichtet, die zwischen 12 bis 18  Quadratmeter groß sind und die bei Bedarf später ohne viel Aufwand nachträglich vergrößert werden können. Jedes Geschoss erhält eine Teeküche mit großer Fensterfront und Sitzbänken, um den interdisziplinären Austausch zwischen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu fördern. Im dritten Obergeschoss, das als Staffelgeschoss angelegt ist, entsteht außerdem eine Lernwerkstatt. Neben einem Aufzug und innenliegenden Treppenhaus wird für die Sicherstellung des Brandschutzes ein in der Fassade integriertes Fluchttreppenhaus errichtet. Das neue Institutsgebäude erhält zudem eine nachhaltige Photovoltaik-Anlage als Eigenverbrauchsanlage. An der Südfassade besteht die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt einen Erweiterungsbau anzuschließen, wenn die Universität weiteren Raumbedarf hat.

Namen europäischer Hauptstädte

Das neue Gebäude heißt "Tallinn" nach der estnischen Hauptstadt. Seit dem 14. November 2016 tragen die Gebäude der Europa-Universität die Namen von europäischen Hauptstädten. Dazu wurden eine Europakarte und der Campusplan übereinandergelegt und die Gebäude den Städten zugeordnet, die ihnen am nächsten lagen. Entsprechend steht das Gebäude "Tallin" zwischen "Helsinki" und "Riga" auf dem Flensburger Campus.

Sie bauen das Gebäude. (Kathrin Fischer)
Sie freuen sich über das Gebäude: (Von links): Prof. Dr. Werner Reinhart, Präsident der EUF, Stephanie Brady, Kanzlerin der EUF, Dr. Oliver Grundei, Wissenschaftsstaatssekretär, GMSH-Geschäftsführer Frank Eisoldt und Hannes Fuhrig, Flensburger Stadtpräsident.