IZRG wird frzph

Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte (IZRG) umgewandelt in Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History (frzph)

Zum 01.01.2019 ist an der Europa-Universität Flensburg eine institutionelle Umbenennung wirksam geworden: Aus dem ‚Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte‘ (IZRG) wurde die ‚Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History‘ (frzph). Dieser Wandel wird mit einstimmigen Beschlüssen getragen von Präsidium, Senat und Leitung der Forschungsstelle.

Institutionelle Modernisierung

Mit der Umbenennung geht eine institutionelle Modernisierung einher: Die formalen Strukturen der 1992 zunächst als An-Institut der damaligen PH Flensburg geschaffenen, später in die Flensburger Universität integrierten Einrichtung wurden entschlackt und dem geltenden Hochschulgesetz angepasst. Die personelle Ausstattung und Finanzierung bleiben unverändert.

Public history als weiterer Fokus

Der Aufgabenkanon des IZRG hat sich seit der Gründung stetig fortentwickelt. Das schlägt sich nun auch in der neuen Satzung nieder: Der Fokus liegt weiterhin auf der regionalen Zeitgeschichte Schleswig-Holsteins im überregionalen und internationalen Kontext. Die Einrichtung betreibt daneben geschichtsdidaktische Forschung, Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit, Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bildungswesen und reflektiert Geschichte in der Gesellschaft.

"Region" als gemeinsame Klammer der Tätigkeiten

Der Begriff der "Region" bildet neben einer fachwissenschaftlichen Gegenstandskennzeichnung auch geschichtsdidaktisch, methodisch und theoretisch die reflektierte gemeinsame Klammer der Tätigkeitsfelder. Beispielhaft wird dies deutlich werden mit der Eröffnung der in der Einrichtung entwickelten Ausstellung am innovativen "Lernort Neulandhalle", die im Mai 2019 der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. In diesen Tagen beginnt das vom Schleswig-Holsteinischen Landtag in Auftrag gegebene Nachfolgeprojekt  der ersten Landtagsstudie zu Fragen der Kontinuitäten nach 1945, dessen Ergebnisse Ende 2020 vorgelegt werden. Bereits Anfang 2020 erscheint eine völlige Neubearbeitung des Standardwerks "Schleswig-Holstein und der Nationalsozialismus".

Modernisierung ein richtiger Schritt

Der alte und neue Leiter der Einrichtung, Prof. Dr. Uwe Danker, erklärt: "Diese Modernisierung ist einüberfälliger und richtiger Schritt. Damit wird eine langfristige Zukunftsfähigkeit der Einrichtung gewährleistet. Wir danken Präsidium und Senat für die einhelligen Beschlussfassungen."