Frei leben – ohne Gewalt! Hochschulen und Stadt zeigen Flagge

Fahnenaktion der Flensburger Hochschulen und der Stadt Flensburg am Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen

Mit einer Flaggenaktion haben die Flensburger Hochschulen in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt und dem Frauenforum Flensburg am 25.11.2016 ein Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen gesetzt. Damit unterstützen die Kooperationspartner*innen den Internationalen Gedenktag "NEIN zu Gewalt an Frauen!" den Terre des Femmes seit 2001 weltweit organisiert.

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichetr

Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Ausprägungen, von häuslicher und sexualisierter Gewalt über Genitalverstümmelung, Gewalttaten im Namen der "Ehre", psychischer Gewalt sowie Frauenhandel und Zwangsprostitution. Und die Tatsachen sind erschreckend: Etwa 35% alle Frauen erleiden in ihrem Leben eine oder mehrere der oben genannten Formen von Gewalt – auch in Deutschland. Einer aktuellen Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zufolge suchen über 40.000 Frauen jährlich Schutz in Frauenhäusern vor häuslicher Gewalt. Zielsetzung des Gedenktages ist es, Gewalt an Frauen zu verurteilen, den Täter*innen ein klares NEIN zu sagen sowie Opfer zu ermutigen.

Hochschulen und Stadt wollen ein deutliches Zeichen setzen

Die Hochschulen und die Stadt wollen deswegen ein deutliches Zeichen setzen. Dieses Jahr soll ein Schwerpunkt der Aktion sein, junge Frauen zu erreichen. So wurden die Flaggen am 25.11.2016 gehisst und wehen auch in diesem Jahr wieder 7 Tage lang über dem Campus und im Rathaus im Eingangsfoyer. "Wir möchten diese Gelegenheit nutzen Flagge zu zeigen und damit die gesellschaftliche Verantwortung, die bei den Hochschulen liegt, umsetzen. Als Hochschulen stehen wir für Diversität und Chancengleichheit und wollen Gewalt jeglicher Art nicht dulden", sagen die Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen in Vertretung Gurli Jendreiko (EUF) und Alice Juraschek (Hochschule Flensburg). "Gewalt geht uns alle an – nicht nur die Opfer", ergänzt Verena Balve (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Flensburg). "Deswegen freuen wir uns, dass auch die Campusmensa ein Zeichen setzt und sich an der Aktion "Gewalt kommt nicht in die Tüte" des Landesinnungsverbandes des Bäckerhandwerkes in Schleswig-Holstein beteiligt. Es ist wichtig, dass die Opfer nicht allein gelassen werden. Wir alle können etwas gegen Gewalt tun, wenn wir gut informiert sind."

Gewalt kommt nicht in die Tüte

Neben der Flaggenaktion und den besonderen Tüten, in denen die Cafeteria an diesem Tag ihren Gästen Sandwiches, Brote und andere Leckereien mit auf den Weg gab, konnten sich am 25.11.2016 Interessierte im Eingang der Mensa über Gewaltprävention und die Unterstützung von Opfern informieren. Hierfür spendete die Bäckerei Meesenburg zusätzliche Brötchen, die am Tisch verschenkt wurden – eine gute Gelegenheit ins Gespräch zu kommen.

Beratungsstellen und Broschüren:

In Flensburg: Beratungsstelle Wilma, Frauenhaus, Frauennotruf Tel 0461 9090 8220 www.fin-flensburg.de

Hilfetelefon 08000 116 016 www.hilfetelefon.de in 15 Sprachen,

Broschüre "Nur Mut – Handlungsmöglichkeiten in Gewaltbeziehungen" in folgenden Sprachen Russisch, Deutsch, Französisch, Englisch, Türkisch, Arabisch

Ohne Gewalt Leben – Sie haben ein Rech darauf!

Der NDR filmt die Aktion. (Quelle: Hochschule Flensburg)
Alice Juraschek (Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule), Gurli Jendreiko (Vertretung der Gleichstellungsbeauftragten der EUF) und Verena Balve (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Flensburg) haben gemeinsam geplant. (Quelle: Hochschule Flensburg)
Die Fahne wird gehisst. (Quelle: Hochschule Flensburg)