„Eine Universität, die wächst und im Wandel begriffen ist“

Jahresempfang der Europa-Universität Flensburg im Audimax

Rund 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft waren der Einladung des Präsidiums der Europa-Universität Flensburg zur akademischen Feier mit anschließendem Empfang gefolgt. Von einer wachsenden Universität im Wandel sprach Präsident Prof. Dr. Werner Reinhart. Durch viele Neuberufungen innerhalb der letzten Jahre sei die Universität internationaler und heterogener geworden. "Der Frauenanteil unter den Neuberufenen lag 2015 bei phänomenalen 80 Prozent. Geschlechterparität in der Professorenschaft liegt an der EUF nicht mehr in einer fernen Zukunft, sondern ist ganz im Gegenteil zu einem Nahziel geworden", freute sich Reinhart über diesen Demokratisierungserfolg. Das Jahr 2015 beschrieb er "eher als ein Jahr der Saat als eines der Ernte: Im kommenden Herbst wird der neue europawissenschaftliche Bachelor an den Start gehen, ein Jahr später werden die letzten der ausgebauten Sekundarlehramtsfächer, aber auch der neue Master Transformation Studies erste Studierende immatrikulieren". Auch das Forschungsprofil der EUF werde geschärft: Noch im Jahr 2016 sollen das neue Forschungszentrum für Bildungs-, Unterrichts-, Schul- und Sozialisationsforschung sowie das Forschungsnetzwerk zu interdisziplinären Europastudien ihre Arbeit aufnehmen.

Den Ausbau der interdisziplinären Europaforschung beschrieb auch Prof. Dr. Monika Eigmüller neben der Internationalisierung der gesamten Hochschule als eines der vordinglichen Ziele ihrer ersten Amtszeit als Vizepräsidentin für Europa und Internationales. "Beides schreitet gut voran", sagte Eigmüller und nannte als Beispiele den Ausbau der strategischen Partnerschaften sowie die Planung von Qualifizierungsangeboten für geflüchtete Menschen, die studieren möchten.

"Die Europa-Universität Flensburg nimmt im Tableau der schleswig-holsteinischen Hochschulen als Ort innovativer und praxisorientierter Lehrerinnen und Lehrerbildung einen wichtigen Platz ein. Hier werden Lehrkräfte mit Inklusionskompetenz und Verantwortungsbewusstsein für die gesellschaftlichen Herausforderungen der globalisierten Welt der Gegenwart ausgebildet", erklärte Wissenschaftsministerin Kristin Alheit. "Im außerschulischen Bereich baut die Universität mit neuen Studiengängen konsequent ihren Europaschwerpunkt und ihren Fokus auf Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Vielfalt aus. Wer hier studiert, lernt nicht nur, wie Schule und Arbeitswelt, Wirtschaft und Gesellschaft gegenwärtig sind, sondern entwickelt auch Ideen, wie sie verändert und verbessert werden können".

Stolz auf die Internationalität der Universität äußerte Flensburg Oberbürgermeister Simon Faber: "Die EUF lässt uns nicht nur wachsen, sie platziert die Grenzstadt Flensburg eben auch mittendrin, und das vor allem durch die seit 1995 bestehenden gemeinsamen Studiengänge mit der SDU. Mit diesen und anderen Kooperationen - in Europa und darüber hinaus - vernetzt die EUF Flensburg mit dem Rest der Welt und hat nicht zuletzt deswegen das Siegel ‚Internationale Hochschule‘ durch die Hochschulrektorenkonferenz in 2015 verliehen bekommen".

Großen Applaus gab es für die drei Spoken words Poeten Björn Högsdal, Mona Harry und David Friedrich und ihre Texte. Alle drei gehören zu den erfolgreichsten und bekanntesten Poeten Norddeutschlands.

Musikalisch wurde der Abend begleitet durch Studierende des Seminars "Die Vielfalt der europäischen Popmusik" der Abteilung Musik an Europa-Universität Flensburg.

Gemeinsam auf dem Jahresempfang der EUF: Frank Kupfer, Kanzler der EUF; Prof.Dr. Monika Eigmüller, Vizepräsidentin für Europa und Internationales; Kristin Alheit, Wissenschaftsministerin des Landes Schleswig-Holstein; Prof. Dr. Werner Reinhart, Präsident der EUF; Prof. Dr. Jürgen Schwier, Vizepräsident für Studium und Lehre. (Quelle: Michael Staudt)