28 Maßnahmen, 1,5 Millionen Euro – das Projekt „Radeln zum Campus“ wird erfolgreich beendet.

Mit einer Fahrradtour entlang der umgesetzten Maßnahmen würdigten Vertreterinnen und Vertreter der Verbundpartner Europa-Universität, Hochschule und der Stadt Flensburg den Abschluss des Projektes "Radeln zum Campus".

"Wir haben uns selbst auf‘s Fahrrad begeben und die umgesetzten Maßnahmen angeschaut und festgestellt, dass es sich wirklich lohnt in die Fahrradinfrastruktur zu investieren und der Campus durch die neuen Radwege und Fahrradabstellmöglichkeiten unheimlich gewonnen hat", fasst Simone Lange, Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg, die Fahrradradtour zusammen.

Am Campus trafen sich dann Simon Laros, Klimaschutzmanager für den Campus Flensburg; Sabine Christiansen, Kanzlerin der Hochschule; Oberbürgermeisterin Simone Lange; Stephanie Brady, Kanzlerin der Europa-Universität; Claudia Takla Zehrfeld, Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung und Klimaschutz der Stadt Flensburg; Sabine Leposa, Technisches Betriebszentrum (TBZ); Christian Reimer, stellvertreteder Pressesprecher Stadt Flensburg, die interessierte BürgerinKristina Berndsen und Till Fuder, Klimaschutzmanager der Stadt.

"Der Klimaschutz Campus Flensburg ist ein Real-Labor für den notwendigen Transformationsprozess der urbanen Mobilität. Mit einem Angebotsmix aus Radverkehrsinfrastruktur, Carsharing, Dienstpedelecs und öffentlichem Verkehr können Hochschulmitglieder Alternativen zum PKW erproben" erklärtSimon Laros, Klimaschutzmanager für den Campus Flensburg. "Als Altstadt Bewohnerin verzichte ich auf einen eigenen PKW und habe mich gleich für das Carsharing Angebot angemeldet. Für die Fahrt zum Campus nutze ich den Bus,"  betont Stephanie Brady, seit diesem Monat Kanzlerin der Europa-Universität. Frau Brady wird das langjährige Engagement ihres Vorgängers im Klimapakt fortführen.

In diesem Projekt wurde in den Jahren 2017/2018/2019 die Campus-Infrastruktur sowie die infrastrukturelle Anbindung des Campus´ für Radfahrer*innen aufgewertet.  Insgesamt wurden in den vergangenen zwei Jahren 28 Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfrastruktur umgesetzt. 19 der insgesamt 28 Maßnahmen wurden durch die beiden Hochschulen am und auf dem Campus durchgeführt.

So wurden beispielsweise Fahrradstellplätze geschaffen, überdacht und teilweise gegen Vandalismus- und Diebstahl gesichert, Dienst-Pedelecs für die Hochschulen angeschafft, Fahrradwege ausgebaut und eine Servicestation für Fahrräder mit Luftpumpe und Werkzeugen zur Fahrradwartung aufgebaut. Die Stadt Flensburg hat sich mit der Umsetzung von neun Maßnahmen zur Aufwertung der Radwege zum Campus an dem Projekt beteiligt.

So wurden entlang von zwei Hauptrouten (Innenstadt / Campus und Bahnhof / Campus) die Abstellanlagen an Mobilitätsknoten aufgewertet und die Radinfrastruktur durch Oberflächenerneuerung, Beschilderung und Beleuchtung, Markierung eines Schutzstreifens und die Errichtung einer Querungshilfe verbessert sowie ein Verkehrskreisel am Campus-Entrée als maßgebliches Symbol dieses zukunftsweisenden Projekts zur Erreichung der Klimaschutzziele in Flensburg umgesetzt. "Für uns als Kanzlerinnen ist es von Bedeutung, dass der Campus für alle Verkehrsmittel gut erreichbar bleibt.  Daher ist es gut, dass mit den Dimensionen des neuen Kreisverkehres und des Schutzstreifens ein Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der Busse und der Radfahrenden gefunden wurde," erklärt Sabine Christiansen, Kanzlerin der Hochschule. Zusätzlich wurden einzelne Maßnahmen der Oberflächenerneuerung und Beschilderung entlang verschiedener Nebenrouten umgesetzt.  

Neben dem Kreisverkehr wurde insbesondere die Campus-Zuwegung  durch die Gartenkolonien erheblich verbessert. "Auf diesen zentralen Wegen zum Campus wurden durch die Beleuchtung insbesondere zur dunkleren Jahreszeit Angsträume für Radfahrende und zu Fuß gehende beseitigt, freut sich Till Fuder, Klimaschutzmanager der Stadt Flensburg. "Insbesondere mit der Maßnahme Victoriastraße konnte die Stadt ein Vorbildprojekt zur fahrradfreundlichen Gestaltung der Natursteinstraßen in Flensburg realisieren", ergänzt Claudia Takla Zehrfeld, Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung und Klimaschutz der Stadt Flensburg. "Dieser relativ aufwendige Straßenbelag aus geköpftem Naturstein wäre ohne die Fördermittel des Bundesumweltministeriums finanziell nicht darstellbar gewesen." Die Victoriastraße wurde zudem Flensburgs erste Fahrradstraße.

Jede einzelne der 28 Maßnahmen trägt einen Teil zur Verbesserung der Radinfrastruktur in Flensburg bei. Aber erst durch die Gesamtheit aller Maßnahmen und den Zusammenschluss von drei Akteuren in einem Verbund wird dem Projekt ein Vorbildcharakter für andere Städte und Hochschulen in Deutschland und dem europäischen Ausland verliehen. Der übergreifende Ansatz verschiedene Einflussbereiche (Campusgelände und Zuwegung aus der Innenstadt / Bahnhof) gemeinsam anzugehen ermöglicht es, dass die Attraktivität des Radverkehrs auf dem Weg von und zum Campus massiv gesteigert wird. Die errichteten Abstellanlagen würden bei einer unzureichenden und unattraktiven Anbindung des Campus an die Innenstadt und den Bahnhof größtenteils leer bleiben und auf der anderen Seite würde niemand eine gut ausgebaute radverkehrstechnische Anbindung des Campus nutzten, wenn es keine Abstellmöglichkeiten für das Fahrrad auf dem Campus geben würde. Durch den Zusammenschluss der Akteure in einem Verbund konnten aufeinander abgestimmte Maßnahmen umgesetzt werden, die den Radverkehr in Flensburg nachhaltig verbessern.