„Wirtschaft neu denken?“ – Studierende diskutieren mit Politik-Prominenz

Studierende der Europa-Universität (EUF) und der Hochschule Flensburg haben für eine Online-Diskussion am kommenden Freitag (4. Juni) hochkarätige Gäste gewonnen.

Unter dem Titel "Wirtschaft neu denken? – Deutschland im Wandel" tauschen sich Serpil Midyatli (SPD), Robert Habeck (Bündnis 90/ Die Grünen), Tobias von der Heide (CDU) sowie Marcel Smolka (Ökonom der EUF) aus. Moderator ist Björn Ipsen, Hauptgeschäftsführer der IHK Flensburg. Diese Kooperation ist bisher einzigartig.

Fragen, ob die richtigen Weichen für unsere Zukunft gestellt werden

"Als Studierende der Wirtschaftswissenschaften bauen wir damit eine Brücke zwischen der volkswirtschaftlichen Theorie und der Praxis", sagt Louis Klein, Vorsitzender der Fachschaftsvertretung Internationales Management an der EUF. "Im Vorfeld der Bundestagswahl wollen wir die Pläne der drei größten Parteien für die Zukunft der Deutschen Wirtschaft hinterfragen und herausfinden, ob die richtigen Weichen für unsere Zukunft gestellt werden." Freya Johannsen von der Fachschaftsvertretung BWL der Hochschule Flensburg ergänzt: "Wirtschaftspolitik ist für unsere Studiengänge von zentraler Bedeutung. Leider haben wir als Studierende nur selten die Gelegenheit, den Vertreter:innen der führenden Parteien direkt Fragen zu stellen. Rechtzeitig vor der Wahl haben wir nun eine wunderbare Gelegenheit dafür geschaffen."

Fruchtbarer Austausch zwischen VWL und Teilen der Politik

Wirtschaftswissenschaftliche Hintergründe und Einschätzungen bringt Marcel Smolka von der Europa-Universität in die politische Runde ein. Dem Professor für Internationale und Institutionelle Ökonomik an der EUF ist der ständige Dialog zwischen Wirtschaft und Politik sehr wichtig: "Vertreter:innen der Volkswirtschaftslehre haben in der aktuellen Corona-Krise die Bundesregierung von Anfang an und regelmäßig beraten. Das hat zu Beginn gut funktioniert. Allerdings hat sich die Politik im Laufe der Pandemie immer weiter von den Ratschlägen der Volkswirte entfernt. Das ist uns leider teuer zu stehen gekommen." Es gebe aber auch Bereiche, in denen die Kommunikation schon gut funktioniere. "Etwa in der Debatte um die Staatsverschuldung gibt es einen sehr fruchtbaren Austausch zwischen der VWL und Teilen der Politik", so Smolka.

Eine tolle Idee der Studierenden, Theorie und Praxis aufeinander treffen zu lassen

Die verschiedenen Argumente, Sichtweisen und Theorien zueinander zu führen ist Aufgabe von Moderator Björn Ipsen. "Ob regional oder auf Bundesebene: Gute Wirtschaftspolitik ist wichtiger denn je. Sie ist die Basis für alle anderen Politikfelder: Denn was vom Staat ausgegeben werden muss und soll, muss vorher erwirtschaftet werden. Eine tolle Idee der Studierenden, Theorie und Praxis zu verbinden – oder muss man vermuten: aufeinander treffen zu lassen?"

Teilnahme ist möglich

Die Veranstaltung findet am 4. Juni 2021 um 19 Uhr über die Online-Plattform Webex statt und ist öffentlich zugänglich. Teilnehmende sind eingeladen, Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.

Teilnahmelink:
https://uni-flensburg.webex.com/webappng/sites/uni-flensburg/meeting/download/65bcae39d6bf4f2983f8f0213496930c?MTID=m8a40eada870fdd25ab2fb96ce700d43c&siteurl=uni-flensburg

Meeting-ID: 121 184 1461

Passwort: PolitikamCampus

Foto: (V.l.): Freya Johannsen (HS Flensburg), Joke Nicolai (EUF), Björn Ipsen (IHK), Katharina von Essen (HS Flensburg), Louis Klein (EUF). (Quelle: Linda Pannach)