Je härter der Kampf, desto süßer der Sieg

Graduierungsfeier des Studiengangs "Energy and Environmental Management"

Zehn Studierende aus acht Ländern des Studiengangs "Energy and environmental Management" feierten heute (23.9.) ihren Abschluss. Seit 1989 bildet der überwiegend vom DAAD finanzierte Studiengang etwa 15 Studierende aus allen drei südlichen Entwicklungskontinenten aus. Das Ziel: Mehr Menschen den Zugang zu modernen Energiedienstleistungen zu ermöglichen und die Klimakatastrophe zu verhindern.

Während sie hier ihren Abschluss feierten, sagte Studiengangsleiter Prof. Bernd Möller, seien die Investitionen in Erneuerbare Energien weltweit auf Rekordniveau gestiegen. "Trotz des sensationell niedrigen Ölpreises haben erneuerbare Energien die Führung in den globalen Energieinvestitionen genommen. Offensichtlich gibt es keine Alternativen mehr zu Erneuerbaren Energie – ein guter Zeitpunkt für den Berufseinstieg." Das sei jedoch nicht nur positiv, so Möller, denn Erneuerbare Energien seien nicht nur grün, demokratisch und freundlich. Ihr Ausbau sorge auch für Landraub, die Benachteiligung ländlicher Bevölkerung und steigende soziale Ungleichheit. "In den kommenden Jahren werden wir uns daher mit der komplexen Frage beschäftigen müssen: Wie sorgen wir für einen zugleich schnellen und umfassenden, aber auch sozial, wirtschaftlich und ökologisch verträglichen Übergang zu Erneuerbaren Energien?", skizzierte er die künftige Herausforderung und gab die Antwort: "Mit Ihnen. Mit Ihnen, die in ihren Ländern hoffentlich dafür kämpfen werden, dass der Zugang zu Erneuerbaren Energien für alle möglich ist"

Absolventin Charleen Bodley brachte in ihrer Rede die zurückliegenden drei Semester so auf den Punkt. "The hardest the battle the sweeter the victory". Die drei Semester seien anstrengend gewesen, doch der Kampf hätte sich gelohnt: Die Studierenden aus unterschiedlichen Kontinenten und Ländern hätten viel voneinander gelernt, deshalb sei der Abschluss mehr als ein Zeugnis: "Das Studium war eine Erfahrung von Teamarbeit und Interkulturalität", sagte die Ingenieurin von der Karibikinsel St. Lucia. Mit dem Albert-Einstein-Zitat: "Versuche nicht, ein Mensch des Erfolges zu werden, sondern versuche lieber, ein Mensch von Wert zu werden", schloss sie ihre Rede.

Die Leiterin des International Centers, Ulrike Bischoff-Parker, wies darauf hin, dass die Europa-Universität Flensburg sich weiter internationalisiere: Mittlerweile gäbe es drei englischsprachige Studiengänge, 16% Prozent aller Studierende gingen ins Ausland und 8% kämen aus dem Ausland, aus insgesamt über 80 Nationen.

Für Musik sorgten die beiden Bands Exorbitus und Varia. Sven Paustian am Dudelsack und Simon Skrotzki an Davul und Darbuka (Exorbitus) spielten tanzbare Musik aus der ganzen Welt. Die Band "Varia" mit Martin Klingenschmid an der Gitarre, Jaime de Sandoval am Cello, Eva Ritter an der Geige, Andreas von Hippel, ebenfalls an der Geige, und  Olaf Jäkel an der Gitarre sorgten mit Folk Music aus Nordeuropa für Schwung.

Luftsprung vor Freude über den Abschluss: Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs "Energy and Environmental Management for Developng Countries" nach ihrer Graduierungsfeier. (Quelle: Kathrin Fischer)