Wie politisch kann, darf und muss Universität sein?

Podiumsdiskussion

Universitäten müssen als staatliche Einrichtungen einerseits weltanschauliche und politische Neutralität wahren. Andererseits sind sie keine politik- und machtfreien Räume. Sie sollen sich mit gesellschaftlich relevanten Herausforderungen beschäftigen und in die Gesellschaft hinein wirken.

Wie ist das miteinander vereinbar? Was bedeutet politisch neutral im Zusammenhang gesellschaftlicher Konfliktlinien? Welche Rolle kommt Universität im gesellschaftlichen Diskurs zu? Welchen Positionen darf und soll sie öffentlich Raum bieten? Wie aktivistisch darf sie sein?

Um diese Fragen wird in Gesellschaften und Hochschulen immer wieder gestritten. Hochschulen sind Orte des Diskurses, Orte, an denen sicher geglaubte Wahrheiten regelmäßig in Frage gestellt werden. In Flensburg führten diese Fragen zuletzt zu einer Kontroverse: Studierende des Masterstudiengangs "Transformationsstudien" der Europa-Universität Flensburg hatten die Klimaaktivistin Hanna Poddig zu einer öffentlichen Diskussion geladen. Nach Protesten wurde die öffentliche Diskussion vom Präsidium der Uni in eine rein hochschulöffentliche umgewandelt, daraufhin von den Studierenden ganz abgesagt und in einem außeruniversitären Raum nachgeholt.

Dieser Vorgang hat ein Unbehagen bei vielen Beteiligten hinterlassen. Wie soll zukünftig mit gesellschaftlich und politisch kontroversen Themen im universitären Kontext umgegangen werden? Welche Rolle nimmt Universität in gesellschaftlich umstrittenen Fragen ein?

Diesen Fragen möchte die EUF nachgehen und lädt daher zu einer Podiumsdiskussion mit dem Thema "Wie politisch kann, darf und muss Universität sein?"

Die Veranstaltung findet statt:

Wann? Donnerstag, 21.10. 2021, 18:00 -20:00 Uhr

Wer diskutiert?

  • Prof. Dr. Robin Celikates, Professor für Sozialphilosophie und Anthropologie an der Freien Universität Berlin, Stellvertretender Direktor des "Center for Humanities and Social Change"
  • Prof. Dr. Tim Wihl, Gastprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin für Politische Theorie, Verfassungstheorie und rechtliche Bezüge der Politik
  • Prof. Dr. Regina Kreide, Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte, Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Politikwissenschaft
  • Prof. Dr. Peter Hoeres, Lehrstuhl für neueste Geschichte, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
  • Clara Tempel, Studierende des M.A. Transformationsstudien, Schwerpunkt: Protest- und Bewegungsforschung
  • Birgit Langhammer (ndr info), Moderation

Link zur Veranstaltung:

Event-Link: https://uni-flensburg.webex.com/uni-flensburg-de/j.php?MTID=m5219760e8be71a9ab4cd3ce1f864bee2

Event-Nummer: 2733 608 7023

Event-Passwort: VNa8gEhZt52 (86284349 über Telefone)

Über Videosystem beitreten:

Wählen Sie 27336087023@uni-flensburg.webex.com

Sie können auch 62.109.219.4 wählen und Ihre Event-Kennnummer eingeben.

Über Telefon beitreten:

+49-619-6781-9736 Germany Toll

Zugriffscode: 2733 608 7023

Einladung zur Veranstaltung als PDF:

euf-einladung-wie-politis...

Datum:
04.10.2021
Datei:
1 MB (PDF)
Download ReadSpeaker docReader