Öffentlicher Kalender der Europa-Universität Flensburg


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Exkursion der Fördergesellschaft nach Rendsburg

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  • Kulturelle Veranstaltungen

Details

Auf dem Weg nach Friedrichstadt werden wir das Jüdische Museum Rendsburg besichtigen, das im ehemaligen Gemeindezentrum – heute Dr. Blamberger-Haus genannt – untergebracht ist. Hier befand sich früher auch eine Talmud-Tora-Schule; im Untergeschoss gab es eine Mikwe. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde von Rendsburg setzt im 17. Jahrhundert ein und endet mit dem Missbrauch des Bethauses als Fischräucherei in der NS-Zeit. Heute befinden sich in den Räumen Ausstellungen zur Geschichte der Juden in Schleswig-Holstein und zur jüdischen Religion; zudem sind Werke von Künstlerinnen und Künstlern zu sehen, die unter Hitler verfolgt wurden.

Friedrichstadt wurde 1621 durch Herzog Friedrich III. von Gottorf gegründet. Ihm schwebte ein Handelsplatz für Waren aus Spanien, Russland und Ostindien vor – besiedelt von Kaufleuten aus den Niederlanden, die sich auch auf die Anlage von Grachten verstanden und wegen ihrer religiösen Überzeugung ins Exil gehen mussten. So kamen die Remonstranten ins Land und errichteten in der Planstadt die erste eigene Gemeinde, die heute die einzige außerhalb der Niederlande ist. In der Innenstadt, die auf einer künstlichen Insel zwischen den Sielen liegt, die Treene und Eider verbinden, bezogen ab 1623 auch Mennoniten Quartier; sie kauften 1708 die Alte Münze und wandelten das Gebäude in eine Kirche um. 1675 kamen deutsche Juden hinzu; ihre Gemeinde war einstmals die größte in ganz Dänemark. Schon zuvor hatten auch römisch-katholisch getaufte Christen in der "Stadt der Toleranz" eine Gemeinde gegründet. Sie durften zwar nur eine Kirche ohne Turm bauen, bildeten aber die erste Gemeinde ihrer Konfession auf dem Gebiet des heutigen Schleswig-Holsteins. Zur religiösen Vielfalt trugen neben den Protestanten im 17. und 18. Jahrhundert außerdem Unitarier und Quäker, Pietisten und Separatisten sowie Spiritualisten und Gichtelianer (Engelsbrüder), zeitweise auch Hugenotten und Mormonen, bei.

Zum Abschuss der Exkursion kehren wir in den Roten Haubarg im Adolfskoog südlich von Simonsberg und nördlich von Witzwort ein. Das 17 Meter hohe Gebäude beherbergt ein Museum sowie ein Restaurant und wurde auf acht Ständern errichtet. Warum es 99 Fenster hat und wie es zu seinem Namen gekommen ist, erfährt man vor Ort.

Die Teilnahmegebühr beträgt 25,00 €; Studierende fahren zum ermäßigten Preis von 10,00 € mit. Kassiert wird im Bus.

Abfahrt ist am Samstagmorgen um 09:00 Uhr vor der Campushalle, Flensburg.

Anmeldung bis 20.05.2016 bei Frau Gerlich (04 61) 8 05-21 36
oder via E-Mail: gerlich@uni-flensburg.de

Veranstaltungsort

Name
Flens-Arena
Adresse
Campusallee 3
PLZ / Stadt
24943 Flensburg
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