Aktualität der Utopie - Interdisziplinäres Kolloquium Herbstsemester 2020/2021

Die Corona-Pandemie hat zu massiven Einschränkungen des privaten wie öffentlichen Lebens geführt. Viele dieser Einschränkungen waren vor der virusbedingten Notlage undenkbar. Auf einen Schlag wurde deutlich, was alles machbar und veränderbar ist, wenn nur die Not groß genug und der Wille zur Durchsetzung von Veränderung vorhanden ist. Die drastischen Corona-Maßnahmen haben Auswirkungen auf die Umweltverschmutzung, die Warenströme, das Arbeitsleben oder die Fleischindustrie. Die gesellschaftliche Herausforderung durch das Virus macht Alternativen sichtbar, die zuvor unrealistisch schienen. Gänzlich neu denkbar werden Geschlechterverhältnisse, Arbeit, Digitalisierung oder das Verhältnis von Mensch, Tier und Natur. Utopien sind auf einmal aktuell.

Der Aktualität von Utopien spürt die Vorlesungsreihe nach. Sie berichtet über Vorschläge zu radikaler gesellschaftlicher Neuordnung aus verschiedenen disziplinären Perspektiven. Das Corona-Virus als gesellschaftlicher Schock erfährt Deutung unter konstruktiven Vorzeichen.

Das Interdisziplinäre Kolloquium im Herbstsemester 2020/2021 wird organisiert von:

Programm

Die Vorträge finden statt von 18:00 - 19:30 Uhr.

Bitte nutzen Sie folgende Zugangsdaten:

Meeting-Link: https://uni-flensburg.webex.com/uni-flensburg-de/j.php?MTID=m0b1fc0e7ff2577f5faedbb1d86263c20 

Meeting-Kennnummer: 121 547 5812

Passwort: VYehM23r6Hr

TermineThemenVortragende
20.10.2020"Zur Aktualität sozialwissenschaftlicher Utopieforschung - das Beispiel Nachhaltigkeit"Björn Wendt (Münster)
27.10.2020"Vom leiblichen Erleben utopischer Szenarien auf der Theaterbühne. René Polleschs Das purpurne Muttermal"Franziska Bergmann (Trier)
03.11.2020Angaben folgen
10.11.2020Einordnung der US-Wahlen. Ein Gespräch Birgit Däwes/Sibylle Machat (Flensburg)
17.11.2020"Aufhebungsrechte als Hort juristischer Utopien?"Tim Wihl (Berlin)
24.11.2020"Neugestaltung der Geschlechterverhältnisse. Überlegungen zu einer nicht-utopischen Utopie"Elisabeth Holzleithner (Wien)
01.12.2020"Zwischen Utopie und Dystopie. Das Problem der Volkssouveränität bei Kant und Rousseau"Martin Welsch (Heidelberg)
08.12.2020"Utopien der Digitalisierung von Stadt(Gesellschaft). Ein Gespräch"Sybille Bauriedl (Flensburg)/Elizabeth Calderón Lüning (UdK Berlin)
15.12.2020"Sorgen (machen) - zur prekären Heterotopie von Care, auch in der Corona-Krise"Paula-Irene Villa (München) 
12.01.2021NeosozialismusKlaus Dörre (Jena)
19.01.2021"From Abolition to Utopia: On the urgency of creative destruction in these pandemic times"Grietje Baars (London) 
26.01.2021"Komplementärwährungen - seichter Utopismus oder Realutopien mit Transformationspotential?"Isabel Feichtner (Würzburg)