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Zwanzig Jahre später

Ein EUF-Workshop beschäftigt sich mit Erzählungen und Bildern vom 11. September 2001 der letzten zwanzig Jahre

Als am 11. September 2001 das zweite von vier entführten Passagierflugzeugen in das World Trade Center in New York flog, wurde den schockierten Zuschauern auf der ganzen Welt klar, dass es sich bei dem, was sie im Fernsehen sahen, wahrscheinlich nicht um einen Unfall handeln würde. Die Terroristen, die hinter den Anschlägen steckten, hatten das Ereignis so inszeniert, dass die Nachrichtensender ihre Kameras so positioniert hatten, dass sie live übertragen konnten, wie die Türme und das Pentagon - Symbole des westlichen Kapitalismus und der militärischen Macht - brannten und einstürzten.

Die Bedeutung von 9/11 für die amerikanische Kultur ist vielfältig

Zwanzig Jahre nach dem Ereignis sind diese Bilder immer noch erschreckend, aber die Erinnerung an "den Tag, an dem die Zeit stehen blieb" (Marianne Hirsch), hat sich ebenfalls verändert und weiterentwickelt. Während die frühen Reaktionen von Trauma, Solidarität und Trauer politisch in einen erneuerten Nationalismus und einen "Krieg gegen den Terror" umgesetzt wurden, haben die letzten zwei Jahrzehnte die Bewertung dessen, was 9/11 für die amerikanische Kultur bedeutet, diversifiziert. "Nüchterne Zeremonien", so John Bodnar in der Washington Post im Mai 2021, "sollten uns nicht zu der Annahme verleiten, dass das öffentliche Gedenken an dieses schreckliche Ereignis eine beschlossene Sache ist."

Wie haben sich unsere Erzählungen und Bilder vom 11. September 2001 iverändert?

In diesem Workshop werden wir über die langfristigen Folgen und Umgestaltungen der Terroranschläge in Politik, visueller Kultur, Literatur und öffentlichem Gedächtnis nachdenken. Wie haben sich unsere Erzählungen und Bilder vom 11. September 2001 im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte verändert? Von der unheimlichen Ästhetik der visuellen Dimension in dem, was Miles Orvell als "destruktives Erhabenes" bezeichnet hat, bis hin zur politischen "Neukonfiguration des Heimatlandes", wie Donald Pease es formuliert hat, was sind die vorherrschenden Rahmenbedingungen, die das kulturelle Gedächtnis des 11. Septembers zwei Jahrzehnte später umschließen und prägen?

Der Workshop findet online und in englischer Sprache statt. Im Programm finden Sie auch eine Möglichkeit zur Registrierung.