Hochschulweite News

Transformation Campus

Robert Habeck besucht die beiden Flensburger Hochschulen

Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen, hat sich über den Flensburger Campus informiert. Habeck, der für die Partei im Wahlkreis Flensburg-Schleswig als Direktkandidat bei der Bundestagswahl 2021 antreten will, hat sowohl die Europa-Universität Flensburg (EUF) als auch die Hochschule Flensburg (HS Flensburg) besucht. An den beiden Hochschulen sind insgesamt etwa 10 000 Studierende eingeschrieben, knapp 6000 an der Europa-Universität Flensburg und rund 4000 an der Hochschule. "Flensburg ist eine wachsende, internationale und sehr lebendige Stadt. Das liegt auch an den beiden Hochschulen. Besonders beeindruckt hat mich, dass hier über ökologische Transformation nicht nur geredet, sondern sie auch konkret angegangen wird. Während die Hochschule zukunftsfähige Technologie erforscht, wie etwa saubere Schiffsantriebstechnik, erneuerbare Energien oder E-Mobilität, baut die Europa-Universität Flensburg einen Transformationsschwerpunkt auf, der die sozialen und kulturellen Veränderungen erforscht, die einen erfolgreichen gesellschaftlichen Wandel bedingen. Das ist enorm wichtig. Denn um die ökologische Transformation voranzubringen, braucht es ein gutes wissenschaftliches Fundament."

Die beste Idee, die Europa je hatte, heißt Europa

Die 2014 in Europa-Universität umbenannte Flensburger Universität ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat sich mit den Forschungsschwerpunkten Bildungsforschung, interdisziplinäre Europawissenschaften und Transformationsforschung deutlich profiliert. Der Grünen-Politiker würdigte diesen Strategieprozess und betonte nach einem Austausch mit Studierenden, Lehrenden und dem Präsidium: "Die beste Idee, die Europa je hatte, heißt Europa. Gerade in Zeiten, in denen Europa unter Druck gerät, ist es wichtig, in Wissenschaft, Forschung und Lehre Menschen zu bündeln, die mit ihrer Expertise die Werte Europas voranbringen."

Deutlichere Sichtbarkeit der Expertise

Entsprechend gab der Präsident der EUF, Prof. Dr. Werner Reinhart, dem bundespolitischen Kandidaten einen Wunsch mit in den Wahlkampf: "Hochschulen sind zwar aus gutem Grund Ländersache. Dennoch setzt der Bund entscheidende Weichenstellungen. Wir wünschen uns, dass unsere Kompetenzen auf den Gebieten der Europa- und der Transformationswissenschaften auch in Berlin deutlicher zur Kenntnis genommen und für politische Kontextgespräche genutzt werden."

Die Hochschule hat viel für die Region getan

An der Hochschule Flensburg informierte sich Robert Habeck neben Themen zur Nachhaltigkeit im maritimen Sektor auch über Aspekte der Digitalisierung. Im Fokus stand dabei, dass die von Bund und Land ausgezeichnete Innovative Hochschule Flensburg seit vielen Jahren Strukturen fördert, die den Wissens- und Technologietransfer in der deutsch-dänischen Grenzregion in vielfältigen Branchen und auf unterschiedlichen Wissensfeldern stärken. "Die Hochschule hat viel für unsere Region getan und den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort hier gestärkt.", sagte Habeck.

Studiengang Pflege ins Leben rufen

Diesen weiter auszubauen spiegelt sich auch im Appell von Hochschul-Präsident Dr. Christoph Jansen an Habeck wider. Angesichts einer steigenden Anzahl von Pflegebedürftigen im Land sei die Hochschule bereit, an der Akademisierung der Pflege tatkräftig mitzuwirken, so Jansen: "Wir stehen bereit, im Schulterschluss mit dem neuen Krankenhaus in der Stadt, einen Studiengang Pflege ins Leben zu rufen, sobald die Finanzierung, auch von Seiten des Bundes, hierfür bereitgestellt wird."

Aus einer Region mit Abstand: Dr. Christoph Jansen, Präsident der Hochschule, Dr. Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen, Prof. Dr. Werner Reinhart, Präsident der Europa-Universität Flensburg. (Kathrin Fischer)