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Stärkung, Ausbau und ein ganz neues Studienfach

EUF unterzeichnet in Kiel ergänzende Ziel- und Leistungsvereinbarungen

Werner Reinhart, Präsident der Europa-Universität Flensburg (EUF), hat heute im Wissenschaftsministerium in Kiel ergänzende Ziel- und Leistungsvereinbarung unterzeichnet. "Mit diesen Ziel- und Leistungsvereinbarungen setzt das Wissenschaftsministerium die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages um", freute sich Reinhart.

Zusätzliche 1,14 Millionen Euro für 2018 und 2019

Insgesamt erhält die EUF in 2018 und 2019 zusätzlich 1,14 Millionen Euro. Mit diesem Geld stärkt die Landesregierung an der EUF die Fächer Mathematik, Sonderpädagogik und Sachunterricht und stellt die Mittel zur Einrichtung einer Professur für "Darstellendes Spiel" sowie einer Professur für "Empirische Europaforschung" bereit.

Stärkung der Fächer Sonderpädagogik, Mathematik und Sachunterricht

"Mit diesen zusätzlichen Mitteln können wir die Fächer Sonderpädagogik, Mathematik und Sachunterricht personell stärken und damit in Fächern, die an Schulen besonders gebraucht werden, weiterhin verlässlich zusätzliche Studienplätze und auch neue Teilstudiengänge anbieten", erklärte Prof. Dr. Margot Brink, Vizepräsidentin für Studium und Lehre. "Das zusätzliche Personal wird auch in die Stärkung des Grundschullehramts fließen, das in Schleswig-Holstein nur an der EUF studiert werden kann."

Ab 2020: "Darstellendes Spiel" wird Studienfach

Zum Herbstsemester 2020 wird an der EUF das Studienfach "Darstellendes Spiel" auf Sekundarstufen II-Niveau angeboten werden. Die EUF ist damit die einzige Universität in Schleswig-Holstein und die dritte Universität in Deutschland, die dieses Fach als vollwertiges und gleichberechtigtes Studienfach im Lehramtsstudium anbietet. "Mir war dieses Studienfach ein Herzensanliegen", sagte Reinhart. "Um es mit Schillers berühmten Satz zu sagen: ‚Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt‘". Das Fach "Darstellendes Spiel", so Reinhart, integriere alle Künste – Bildende Kunst, Sprache, Musik, Kostümbildnerei, Bühnenbild und auch den Umgang mit Raum und Fläche. "Dieses Fach vervollständigt unser Angebot im ästhetischen Bereich und verbindet uns auf neue Weise mit Stadt und Region und deren vielfältigen städtischen und freien Theaterangeboten von der Pilkentafel über das lille teater und die Niederdeutsche Bühne bis zum Landestheater", betonte Reinhart.

Die zwölfte Europa-Professur: "Empirische Europaforschung"

Die zusätzlich bewilligte Professur für "Empirische Europaforschung" stärkt die bisher erfolgreiche Profilbildung der Europa-Universität. "Diese Professur kann auf wissenschaftlicher Basis eine beratende Funktion erfüllen, etwa bezüglich der Fragen, was die Gründe für die gegenwärtige Europa-Skepsis sind, wie Menschen nachhaltiger für Europa begeistert werden können und wie Politik, auch Landespolitik, erfolgreich grenzüberschreitende Kooperation und Solidarität stärken kann", erklärte Reinhart.

Ausgestaltung neuer Zielvereinbarungen läuft

Die heute unterzeichneten Ziel- und Leistungsvereinbarungen ergänzen die aktuell laufenden Zielvereinbarungen für die Jahre 2014-2019. Derzeit verhandeln die Hochschule mit dem Ministerium die Ausgestaltung neuer Zielvereinbarungen für die Jahre 2020 bis 2024.

Haben die Zielvereinbarungen unterzeichnet: Prof. Dr. Lutz Kipp, Präsident der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Prof. Dr. Werner Reinhart, Präsident der Europa-Universität Flensburg, Prof. Dr. Udo Beer, Präsident der Fachhochschule Kiel (V.l.). (Frank Lindscheidt)