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Physische Distanz, digitale Nähe

Europa-Universität Flensburg gibt weitere Corona-Maßnahmen bekannt

An der Europa-Universität Flensburg wird die Lehre im gesamten Frühjahrssemester 2020 online bzw. in alternativen Formaten stattfinden. Das ist einer von mehreren Beschlüssen, die das Präsidium der Universität heute bekanntgegeben hat. "Da derzeit bis auf weiteres keine Präsenzveranstaltungen stattfinden können, verfolgt die EUF das Ziel, ihren Studierenden ein möglichst breites Spektrum an digitalen Lehr-, Lern- und Prüfungsangeboten zur Verfügung zu stellen", sagt Uni-Präsident Prof. Dr. Werner Reinhart. "Wir gehen davon aus, dass der Ausnahmezustand von längerer Dauer sein wird. In Zeiten der Ungewissheit soll das laufende Semester von Flexibilität, Rücksicht und Verlässlichkeit geprägt sein und Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten ein größtmögliches Maß an Planungssicherheit geboten werden."

Die entsprechenden Regelungen, so der Präsident, stünden unter dem Vorbehalt einer gleichbleibend positiven Entwicklung der Infektionszahlen sowie der Zustimmung der jeweils zuständigen Gremien und Institutionen auf kommunaler und Landesebene.

Regelungen im Bereich "Studium & Lehre"

Konkret hat das Präsidium unter anderem folgende Maßnahmen im Bereich "Studium & Lehre" beschlossen:

·       Online-Lehre bzw. Lehre in alternativen Formaten in diesem und in Teilen auch im kommenden Semester. Ausnahmen können, sofern sie rechtlich zulässig sind, lediglich in sehr engem Rahmen für bestimmte Veranstaltungsformen, in denen Präsenz unverzichtbar ist (z.B. Laborpraktika, Einzelunterricht in der Musik, Werkstattunterrichte) und nur zu bestimmten Bedingungen stattfinden

·       Die Semesterzeiten des diesjährigen Frühjahrssemester sowie der nachfolgenden Semester sollen verschoben werden

·       Bis zum 31. August 2020 werden an der Europa-Universität Flensburg keine Tagungen und extracurricularen Veranstaltungen in Präsenz durchgeführt

·       Prüfungen sollen möglichst nicht in Präsenz stattfinden, Prüfungsformen können in Absprache mit dem Präsidium angepasst werden

·       Für nicht regulär beendete Praktika in den Lehramtsstudiengängen werden in Absprache mit dem Minsterium Lösungen gesucht, Praktika in den außerschulischen Studiengängen können fortgeführt werden. Sollte die Fortführung des Praktikums durch das Unternehmen/die Institution ausgesetzt oder beendet worden sein, soll den Studierenden kein Nachteil in der Fortführung und Erbringung ihrer Studienleistungen entstehen.

"Nachteile, die sich aus einem Frühlingssemester unter erschwerten Bedingungen ergeben, sollen so weit wie möglich vermieden werden", fasst Uni-Präsident Reinhart das Ziel dieser Beschlüsse zusammen.

Weiterhin Präsenzpflicht aufgehoben

Im Bereich der Verwaltung konnte der Betrieb bislang gut aufrechterhalten werden. "Wir haben in digitale Infrastruktur wie Videokonferenzsysteme investiert und unsere IT-Abteilung hat in kürzester Zeit technische Lösungen geschaffen", erklärt Kanzlerin Stephanie Brady. "Davon profitieren Forschung, Lehre und Verwaltung gleichermaßen. Nun wird weiterin im Home Office gearbeitet und die Präsenzpflicht in der Dienststelle bleibt ausgesetzt. Zugleich wird daran gearbeitet, einen Präsenzbetrieb so schnell wie möglich mit geeigneten Schutzvorkehrungen wieder möglich zu machen."

ZHB: Online-Angebot deutlich erweitert

Die Zentrale Hochschulbibliothek hat auf den gestiegenen Bedarf an elektronischen Medien reagiert und ihr Online-Angebot deutlich erweitert. So wurden etwa zusätzliche Lizenzen für E-Books und eine Erhöhung der Zahl der online-Zugänge angeschafft.

"Wir sind zuversichtlich, dass wir alle gemeinsam dieses außergewöhnliche Semester erfolgreich gestalten können", betont das gesamte Präsidium. An der EUF hat das Semester aufgrund international angepasster Semesterzeiten bereits am 9. März begonnen. Alle bisher an der EUF getroffenen Corona-Maßnahmen.