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Nutzen statt Besitzen

Das Flensburger Studierenden-Projekt "Leila" ist am heutigen (31.3.) Mittwoch mit dem Preis der gemeinnützigen Ideenplattform YOOWEEDOO ausgezeichnet worden.

2000 Euro Förderung

"Wir freuen uns wahnsinnig über die 2000 Euro Förderung, denn sie hilft uns, unsere Idee eines Leihladens für nicht alltägliche Gegenstände in die Realität umzusetzen", erklärt Ole Lebendig. Er ist einer von acht Studierenden des Masterstudiengangs "Transformationsstudien", die im Herbst 2021 Flensburgs ersten Leihladen eröffnen wollen. Das Konzept ist nicht neu, in Flensburg allerdings noch nicht umgesetzt.

Kostengünstiger Verleih nicht alltäglicher Gegenstände

"Wir wollen einen Ort schaffen, an dem nicht alltägliche Gegenstände zentral gelagert, instandgehalten und zum kostengünstigen Verleih angeboten werden können", verdeutlicht Johannes Probst die Idee. "Wir verbrauchen viel zu viele Ressourcen, obwohl es ja schon mehr als genug Dinge gibt, die genutzt werden könnten. Sie sind nur ungleich verteilt."

Leila wirkt auf individueller und gesellschaftlicher Ebene

Entsprechend soll der "Leila" einerseits auf individueller Ebene helfen, Zeit, Geld und Platz zu sparen. Auf gesellschaftlicher Ebene wirkt der Leihladen Ressourcenverschwendung und sozialer Ungleichheit entgegen. Dabei etabliert er eine Kultur des Teilens und des Miteinanders. "Ziel ist es also, eine Struktur zu schaffen, die Individualismus und Ressourcenübernutzung eine Kultur des Wertschätzens und Miteinanders entgegensetzt", erklärt Amanda Küting.

Interessierte bitte melden

Wichtig ist den acht Studierenden, dass der "Leila" kein rein studentisches Projekt bleibt. Der Laden soll in einer Vereinsstruktur geführt werden, im Stadtzentrum lokalisiert und offen für alle sein. Interessierte können eine E-Mail an moin-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@leila-flensburg.de senden.

Nicht die erste YOOWEEDO-Förderung der EUF

"Leila" ist nicht das erste Projekt, das aus dem Masterstudiengang "Transformationsstudien" entstanden ist und eine Förderung beim YOOWEEDOO-Wettbewerb gewonnen hat. 2019 wurden der Blog "Transitioneer" ausgezeichnet, der heute unter https://trotzdem-mag.de/ zu finden ist. 2020 erhielten gleich drei Projekte eine Förderung: "Waldquallen" (https://www.yooweedoo.org/de/projekt/waldquallen), "Kalle – Dein Biomüll" (https://www.yooweedoo.org/de/projekt/kalle-dein-biomuell) und der "foodsharing Freundeskreis" (https://www.yooweedoo.org/de/projekt/foodsharing).

YOOWEEDO: Sucht seit 2012 innovative Ideen für eine nachhaltige Entwicklung

Das Projekt "yooweedoo – die Zukunftsmacher" wird von der School of Sustainibility der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Zusammenarbeit mit der Zukunftsmacher Akademie gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt) durchgeführt. Der Ideenwettbewerb YOOWEEDOO sucht seit 2012 innovative Ideen für neue Vorhaben, die zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beitragen. Für den Ideenwettbewerb 2021 stehen bis zu 50.000 Euro Preisgelder bereit. Die Preisgelder werden von der Landesregierung Schleswig-Holstein (EFRE/Startup-SH), der Landeshauptstadt Kiel und der Universität Kiel für festgelegte Personenkreise und Projektthemen zur Verfügung gestellt. Die Preisträger*innen erhalten ein Preisgeld als Zuschuss zu den Projektkosten bis zu einer Höhe von 2.000 Euro, die Teilnahme am YOOWEEDOO Summer Camp und an Workshops der Akademie für Social Entrepreneurship sowie Beratung und Unterstützung.

Das Team im Team Leila: Von links oben: Judith Jäger, Amanda Küting, Johannes Probst und Ole Lebendig. (EUF)