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Lehrer*innenbildung: Doppelter Erfolg für die Europa-Universität Flensburg

Die Europa-Universität Flensburg ist mit gleich zwei Projekten in einer zusätzlichen Förderrunde des Bund-Länder-Programms "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" erfolgreich.

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz hat entschieden, u.a. zwei schleswig-holsteinische Universitäten in der zusätzlichen Förderrunde der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" mit Einzel- und Verbundvorhaben zu fördern: Die Christians-Albrechts-Universität zu Kiel und die Europa-Universität Flensburg. Die neue Förderrunde stellt ab 2020 die Themen "Digitalisierung in der Lehrerbildung" und "Lehrerbildung für die beruflichen Schulen" in den Fokus.

Gleich zwei Anträge der EUF waren erfolgreich:

Schwerpunkt Berufliche Schulen

InnoNet.sh – Innovationsnetzwerk zur Aus- und Fortbildung von Lehrkräften für berufliche Schulen in gewerblich-technischen Fachrichtungen in Schleswig-Holstein.

Ziel des Vorhabens des Berufsbildungsinstituts für Arbeit und Technik an der EUF ist es, sowohl das Studium Lehramt für berufliche Schulen in den vier beruflichen Fachrichtungen Elektro-, Fahrzeug-, Informations- und Metalltechnik sowie der Berufspädagogik als auch die Lehrkräftefortbildung systematisch und nachhaltig zu verbessern. Schwerpunkte bilden dabei

  •  die Rekrutierung neuer Zielgruppen durch Kollaborationen mit Hochschulen und weiterführenden Schulen sowie zusätzliche Studiengangsformen, 
  •  die Erprobung und Evaluation alternativer Modelle zur Steigerung der Qualität und Attraktivität des Studiums

Das Vorhaben wird mit 310 000 Euro gefördert und läuft bis Ende 2023.

Schwerpunkt Digitalisierung

oLad@SH – Offenes Lehramt digital in Schleswig-Holstein, Verbundprojekt mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Bei dem Verbundantrag "OLAD@SH - Offenes Lehramt digital in Schleswig-Holstein" liegt der Fokus vor allem auf der Entwicklung von standortübergreifenden Strukturen in der Lehrkräftebildung. Das Projekt erhält eine Förderung von rund 846.000 Euro und läuft bis Ende 2023. Im Zentrum des gemeinsamen Projektes steht die Entwicklung von digitalisierten Betreuungsformaten für das Auslands-Praxissemester. Daneben gibt die Förderung der EUF die Möglichkeit, mit internationalen Partneruniversitäten durch digitale Werkzeuge unterstützte gemeinsame Lehrprojekte zu planen und durchzuführen. Beide Teilprojekte tragen damit zu einer verstärkten Internationalisierung der Lehrkräftebildung bei.

Wissenschafts- und Bildungsministerin Karin Prien gratulierte den beiden Hochschulen: "Das ist ein schöner Erfolg, auf den alle Beteiligten stolz sein können, und der für die Leistungskraft des Hochschulstandortes Schleswig-Holstein spricht."

"Qualitätsoffensive Lehrerbildung"

Die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" unterstützt Hochschulen dabei, angehende Lehrkräfte besser auf die Schulpraxis vorzubereiten. Bund und Länder stellen dafür bis 2023 bis zu 500 Millionen Euro insgesamt in einem wettbewerblichen, mehrstufigen Verfahren zur Verfügung. Schon in den beiden bisherigen Ausschreibungsrunden war die Uni Kassel erfolgreich gewesen. 2018 hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) beschlossen, die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" ab 2020 um eine neue Förderrunde in Höhe von 79 Millionen Euro mit den Schwerpunkten "Digitalisierung in der Lehrerbildung" und/oder "Lehrerbildung für die beruflichen Schulen" zu ergänzen.