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Erster Platz für deutsches Team beim internationalen Mathematik-Schülerwettbwerb „Baltic Way“

Flensburger Mathematikprofessor war Teamtrainer

Beim 29. internationalen Schülerwettbewerb "Baltic Way" vom 3. bis zum 7. November 2018 hat erstmals ein deutsches Team den ersten Platz belegt und vor den Teams aus St. Petersburg und Dänemark mit 83 von 100 möglichen Punkten gewonnen.

Vorbereitung im Traingscamp

Trainiert wurden Lennart Grabbel (Hamburg), Jonah Grotelüschen (Hannover), Male Hesse (Stolzenau), Alexander Thiel (Hildesheim) und Jonas Walter (Rostock) von Uwe Leck, Professor für Mathematik an der Europa-Universität Flensburg. "Wir haben die Schüler in einem Trainingscamp intensiv auf den Wettbewerb vorbereitet", sagt Leck. "Zentral sind dabei die selben Ansätze, die wir auch bei unseren Trainings für die Mathematik-Olympiade verwenden: Wir stellen idealerweise Aufgaben, für deren Lösung wenig Technik und bloßes mathematisches Schulwissen ausreicht, die Schüler jedoch Kreativität und Ideenreichtum benötigen."

Sieg auch bei der diesjährigen Bundesrunde der Mathe-Olympiade

Gemeinsam mit Hinrich Lorenzen, Professor für Mathematik und ihre Didaktik und schleswig-holsteinischer Landesbeauftragter für die Mathematikolympiade, bereitet Uwe Leck schleswig-holsteinische Mathe-Talente für die Teilnahme an der bundesweiten Olympiade vor. Die beiden Professoren verstehen Mathematik als kreative Problemlösungskompetenz und nicht als reines Rechnen. Mit zunehmendem Erfolg: Bei der diesjährigen deutschen Mathematik-Olympiade errang das schleswig-holsteinische Team Gold, Silber und Bronze.

"Wir setzen auf Kreativität und Verständnis"

"Nun sind wir beim internationalen Mathematikwettbewerb "Baltic way" ebenfalls sehr erfolgreich", freut sich Uwe Leck. "Die durch Kreativität und Verständnis entwickelte Kompetenz, unbekannte Probleme zu lösen, erweist sich im Wettbewerb als sehr erfolgreich."

Talentwettbewerb "Baltic Way"

Der Baltic Way wurde 1990 in den baltischen Staaten initiiert und entwickelte sich zu einem Wettbewerb für die Ostseeanrainer Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Russland und Schweden sowie Norwegen und Island. Als letztes dieser Länder stieß 1997 Deutschland zum Teilnehmerkreis hinzu. Ebenso wie Russland, das durch eine St. Petersburger Stadtauswahl vertreten wird, entsendet auch Deutschland ein Regionalteam. Für dieses können sich Schülerinnen und Schüler aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein qualifizieren. Die Gastgeberschaft des Baltic Way rotiert durch die elf Teilnehmerländer, wobei der Baltic Way 2018 erstmalig in St. Petersburg ausgetragen wurde.

Eine Besonderheit des Baltic Way besteht darin, dass er ein reiner Teamwettbewerb ist. Die fünf Schülerinnen und Schüler jedes Landes bearbeiten gemeinsam innerhalb von 4 1/2 Stunden die 20 Wettbewerbsaufgaben, von denen je fünf aus den Gebieten Algebra, Geometrie, Kombinatorik und Zahlentheorie kommen. Pro Lösung werden bis zu 5 Punkte vergeben, sodass ein Team insgesamt maximal 100 Punkte erreichen kann.

Der nächste "Baltic Way" findet im November 2019 in Szczecin (Stettin) in Polen statt.

Informationen zum "Baltic Way":  www.pdmi.ras.ru/EIMI/2018/Baltic_way/

Die Personen sind v.l.n.r.:
Prof. Uwe Leck, Jonas Walter, Lennart Grabbel, Male Hesse und die Mathematigerin (seit 10 Jahren das Maskottchen deutscher Teams bei internationalen Mathewettbewerben), Alexander Thiel, Jonah Grotelüschen, Prof. Michael Dreher. (Quelle: EUF)

Der nächste "Baltic Way" findet im November 2019 in Szczecin (Stettin) in Polen statt.

Informationen zum "Baltic Way":  www.pdmi.ras.ru/EIMI/2018/Baltic_way/