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Klausur statt Menü

Prüfungen der EUF finden aufgrund der Hygieneregeln unter anderem in der Mensa statt

Klausuren schreiben in der Mensa, der Flens-Arena, dem Audimax und weiteren Universitätsgebäuden: Im diesjährigen "Corona- Semester" laufen nach der Lehre nun auch die Präsenz-Klausuren an der Europa-Universität Flensburg anders ab als sonst. "Wir versuchen, weitestgehend auf alternative Prüfungsformate auszuweichen und möglichst keine Präsenzprüfungen vorzusehen, aber das ist nicht flächendeckend möglich", sagt Prof. Dr. Margot Brink, Vizepräsidentin für Studium und Lehre. "Deshalb haben wir ein Hygienekonzept für die Durchführung von Prüfungen und Praxisveranstaltungen für dieses Frühjahrssemester erstellt. Trotz der weitgehenden Umstellung auf Online-Prüfungen bleiben noch ca. 40 Klausuren übrig, die mit enormem Raum- und Personalaufwand bewältigt werden müssen. Denn aufgrund der geltenden Abstandsregeln können wir die Räume nur gering auslasten, so dass z.B. eine Klausur mit 300 Teilnehmenden, die üblicherweise in Audimax und Hörsaalzentrum geschrieben werden würde, nun auf insgesamt sieben Räume verteilt werden musste."

Video zu den Prüfungsabläufen

Der Aufwand für die Prüfungswochen ab dem 15. Juni ist riesig: So müssen etwa die Klausuraufgaben samt Klausurpapier 48 Stunden vor der Klausur in Einzelumschläge verpackt werden, um Kontaktinfektionen und das Wegwehen loser Blätter zu verhindern. Die Studierenden, deren Klausur in mehreren Räumen stattfindet, müssen den einzelnen Räumen alphabetisch nach Nachnamen zugeordnet werden, die Zugänge zu den Räumen müssen kontrolliert, der Gesundheitszustand der Teilnehmenden abgefragt werden, und in jedem Raum müssen zum Klausurzeitpunkt Einmalhandschuhe und Hand-Desinfektionsmittel deponiert sein. Auch die Flur- und Sanitärbereiche müssen beaufsichtigt werden. Und vor allen Dingen: Die Studierenden müssen wissen, in welchem Raum ihre Klausur stattfindet. Um etwas Klarheit in die komplizierten Abläufe zu bringen, hat die Europa-Universität ein Erklär-Video zu den Abläufen gedreht: https://euf.li/pruefvideo

Dank für Flexibilität

"Präsenzprüfungen unter den Hygienebedingungen der Pandemie bedeuten einen logistische Herausforderung", erklärt Margot Brink. "In bin sehr dankbar für die Flexibilität der Studierenden und der Lehrenden, sich auf die besonderen Prüfungsbedingungen dieses Semesters einzulassen." Die Vizepräsidentin dankt auch den Beschäftigten der EUF, die sich freiwillig als Klausuraufsicht zu Verfügung stellen.

Studierendenfreundliche Auslegung der gesetzlichen Rahmung

Das Präsidium der EUF habe sich in seiner Corona-Richtlinie darum bemüht, die gesetzliche Rahmung, die das Land mit dem Corona-Gesetz geschaffen hat, möglichst studierendenfreundlich auszulegen, erläutert Margot Brink. So gilt etwa das Nichterscheinen zu einer Präsenzprüfung im Frühjahrssemester 2020 als fristgerechter Rücktritt von der Prüfungsanmeldung und im Frühjahrssemester 2020 abgelegte und nicht bestandene Prüfungen gelten in allen Studiengängen in der sogenannten ‚Freiversuch-Regelung‘ als nicht unternommen. Außerdem wurde die Frist zur Zahlung des Semesterbeitrags für das Herbstsemester 2020/2021 wurde auf den 31. August 2020 verschoben. "Die Lehr-, Lern- und Prüfungsbedingungen sind in diesem Semester in allen Studiengängen durch die starken Einschränkungen des Präsenzbetriebs wesentlich erschwert", begründet Prof. Dr. Margot Brink dieses Vorgehen.

Wo sonst eng zusammensitzend gegessen wird, wird nun mit großem Abstand geschrieben: Klausur in der Mensa. (Kathrin Fischer)