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Integrationsprozesse weltweit gestalten

Der Master-Studiengang "European Studies" feiert 15-jähriges Bestehen

"Selbstverständlich hat sich der Studiengang seit seiner Gründung verändert", betont Uwe Puetter zum 15-jährigen Bestehen des Masterstudiengangs "European Studies". Der Professor für Empirische Europaforschung leitet den englischsprachigen Masterstudiengang.

Ein interdisziplinäres, forschungsorientiertes Programm im Bereich der Europastudien

"Es handelt sich bei diesem Studiengang um ein interdisziplinäres und forschungsorientiertes Programm, das spezialisierte Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in Politik, Recht, Wirtschaft, Soziologie und Geisteswissenschaften im Bereich der Europastudien und Forschung über die Europäische Union vermittelt", erklärt Puetter.

Corona, Krisenmanagement, Eu-Institutionen: Aktuelle Ereignisse und Entwicklungen als Studieninhalt

"Eine unserer Besonderheiten: Wir reagieren stark auf aktuelle Ereignisse und Entwicklungen innerhalb der Europäischen Union. Unsere Studierende erwerben so Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten auf der Grundlage von aktuellen und praxisorientierten Forschungsfragen – in diesem Jahr haben wir beispielsweise Veranstaltungen zu ‚Corona and European Law‘ und zur Rolle von EU Institutionen als Krisenmanager angeboten." Der Studiengang legt Wert auf die Ausbildung von Studierenden für Tätigkeiten im öffentlichen Sektor und in Nichtregierungsorganisationen mit EU-Bezug und hat dafür seine Kooperationen und Kontakte mit EU Institutionen wie dem Europäischen Parlament, aber auch mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie dem "European Center for Minority Issues" (ECMI) in Flensburg oder dem Institut für Sicherheitspolitik der Uni Kiel (ISPK) verstärkt. "So können wir mit sehr relevanten Themen wie beispielsweise Minderheiten- und Sicherheitspolitik sowohl forschungsinteressierte als auch eher praktisch interessierte Studierende ansprechen", erklärt Uwe Puetter.

Dritte Professur kommt: Europa-Expertise wird weiter ausgebaut

Die Europa-Expertise des Studiengangs wurde im Zuge des Ausbaus der Europa-Kompetenz der Universität verstärkt: Seit 2019 wurden mit Anna Katharina Mangold, die als Professorin fürEuropa- und Völkerrecht an der EUF lehrt, und Uwe Puetter als Professor für Empirische Europaforschung zwei neue Professuren geschaffen. In Kürze wird eine neue EUF Professur für Neuere und Neuste Europäische Geschichte zum Lehrangebot beitragen.

Doppelabschlüsse möglich

Eine weitere Besonderheit des Masterstudiengangs "European Studies": Das Programm bietet die Möglichkeit, Doppelabschlüsse an der italienischen Università di Catania und der irischen University of Limerick zu erwerben, eine Kooperation mit der Université du Luxemburg ist im Gespräch.

Ganz nebenbei: Interkulturelle Kompetenzen

"Und was man angesichts von Studierenden aus 72 Ländern nicht vergessen darf: Dieser Studiengang ermöglicht es den Studierenden, eine akademische Ausbildung mit einer unvergesslichen interkulturellen Erfahrung zu verbinden", ergänzt Studiengangskoordinatorin Dr. Laura Asarite-Schmidt die dritte Besonderheit des Masterstudiengangs. "Die Fähigkeit, interkulturell zu kommunizieren, erwerben Studierende in Flensburg nebenbei."

Mittlerweile knapp 400 Absolvent*innen aus 72 Ländern

Der Masterstudiengang "European Studies" startete im Wintersemester 2006/2007 mit 17 Studierenden als deutsch-dänisches INTERREG-Projekt. Seitdem haben fast 400 Studierende aus 72 Ländern "European Studies" in Flensburg studiert. Die Absolvent*innen arbeiten weltweit unter anderem in wissenschaftlichen Einrichtungen, Think Tanks, NGOs, international tätigen Unternehmen, europäischen Institutionen, Nachrichtenagenturen oder der öffentlichen Verwaltung.

Weltweites Interesse: Die EU als Modell regionaler Integration

Das Interesse an dem EU-zentrierten Studienprogramm ist ungebrochen: "Die Europäische Union gilt weltweit als Modell regionaler Integration", konstatiert Studiengangsleiter Uwe Puetter. "Das Interesse an dem Studiengang ist daher auch in Ländern groß, die – wie etwa in Afrika mit der Afrikanischen Union oder in Südamerika mit der Andengemeinschaft und Mercosur – Integrationsprozesse zu gestalten haben."

Virtuelle Geburtstagsfeier am 15. Juni

Den 15. Geburtstag feiert der Studiengang mit einem virtuellen Festakt am 15. Juni ab 16:30 Uhr. Dort wird Christilla Roederer-Rynning, Professorin für vergleichende Europawissenschaften an der dänischen Syddansk Universitet (SDU) in Odense einen Vortrag mit dem Titel ‘A Democracy, If You Can Keep It…’: EU law-making and democracy in the mirror of Maastricht" halten. Der Flensburger Europapolitiker Rasmus Andresen, der im Europäischen Parlament für die Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz sitzt, wird den Kommentar halten. Eine Teilnahme am Festakt ist über diesen Link möglich:https://uni-flensburg.webex.com/uni-flensburg-de/j.php?MTID=mb63fc7e069622a659f2feb2c09176234

Foto: Studiengangskoordinatorin Dr. Laura Asarite-Schmidt mit Studierenden des Masterstudiengangs „European Studies“ während der Europawoche 2018 (Laura Asarite-Schmidt)