Hochschulweite News

Ein erfolgreicher Kurs

Die Europa-Universität Flensburg feiert die Einführung der zweiten Amtszeit von Präsident Prof. Dr. Werner Reinhart

Mit rund 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft feierte die Europa-Universität Flensburg heute (19.3.) den Antritt der zweiten Amtszeit von Präsident Prof. Dr. Werner Reinhart. Reinhart war im Juni 2017 vom Senat der Universität mit über 80 Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt worden. Seine zweite Amtszeit begann im Dezember 2018.

Ministerpräsident Günther: Eine starke Zusammenarbeit

Ministerpräsident Daniel Günther bedankte sich per Videobotschaft für eine starke Zusammenarbeit und wünschte der EUF weiterhin eine so positive Entwicklung wie in den letzten Jahren. "Ich will dabei gerne mithelfen", stellte er in Aussicht.

Grußbotschaft des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Daniel Günther

Ministerin Prien: Auf einem erfolgreichen Kurs

Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein (Christina Kloodt)

Auch Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, hob die Leistungen der ersten Amtszeit Reinharts hervor: "Es ist Prof. Reinhart gelungen, die Europa-Universität Flensburg nach schwierigen Jahren auf einen erfolgreichen Kurs zu bringen, ihr neues Selbstbewusstsein zu geben und als verlässlicher Partner nach außen aufzutreten. Dazu gratuliere ich herzlich und freue mich auf eine weitere Zusammenarbeit mit ihm als Präsident dieser Universität."

Oberbürgermeisterin Lange: Die EUF ist unser "Bewusstsein"

Simone Lange, Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg (Christina Kloodt)

Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange bezeichnete die Europa-Universität Flensburg als das "Bewusstsein" der Stadt und ihren Präsidenten als Werner "Humphrey" Reinhart, der dem Leben immer um einen Studiengang voraus sei. Man spüre in der Stadt wie auch in der Stadtverwaltung deutlich die aktiven, internationalen und veränderungsbewussten Studierenden, die die Europa-Universität in den letzten Jahren angezogen habe.

Präsident Reinhart: Ein ambitionierter Weg

Der Präsident selbst betonte in seiner Bilanz – und Programmrede: "Spätestens seit der Verabschiedung unseres erste Struktur- und Entwicklungsplans 2014 hat sich die Flensburger Universität auf einen ambitionierten Weg begeben."

Prof. Dr. Werner Reinhart, Präsident der Europa-Universität Flensburg (Christina Kloodt)

Rasanter Wachstums- und Profilierungsprozess

Dieser ambitionierte Weg besteht in einem rasanten Wachstums- und Profilierungsprozess: So hat die EUF seit 2012 neue, teils europabezogene Studiengänge entwickelt, 2013 ein eigenständiges Grundschullehramt aufgebaut, 2014 die Lehramtsausbildung in 10 Fächern auf den Sek-II-Bereich ausgedehnt, 2015 nach einem einjährigen Evaluierungsprozess das Siegel "Internationalisierung der Hochschule" der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) erhalten, 2016 ein Zentrum für Bildungs-Unterrichts-, Schul- und Sozialisationsforschung (ZeBUSS) sowie 2018 eines für interdisziplinäre Europastudien (Interdisciplinary Centre for European Studies, ICES) gegründet, 2017 als erst zweite Universität in Deutschland die Semesterzeiten an den internationalen Hochschulkalender angepasst, "Darstellendes Spiel" als eigenständiges Studienfach ab 2020 eingerichtet, die Anzahl der Professorinnen und Professoren um fast 30% auf mittlerweile 83 erhöht (darunter 13 Europa-Professuren) mit insgesamt 41% Frauenanteil an Lebenszeitprofessuren, und die Zahl der Studierenden um knapp 25% auf fast 6000 gesteigert. Seit Sommer 2018 befindet sich die Universität in einer umfassenden Organisationsreform mit dem Ziel, vom Institutsmodell auf das Fakultätsmodell umzustellen.

Weitere Ziele für die zweite Amtszeit

"Wir haben aus vorhandenen Stärken ein erkennbares Profil entwickelt und sind auf einem guten Weg, diese Erkennbarkeit in Unverwechselbarkeit zu überführen", resümierte Reinhart. Für seine zweite Amtszeit skizzierte der Präsident als Weiterentwicklung des bisher Erreichten Ziele wie etwa die Erweiterung des außerschulischen Studienangebots, die Erhöhung der Forschungsleistung und die Internationalisierung des Lehramts. Da "die Anfordernisse an ein modernes Lehramt permanent im Wandel" seien, stellte der Präsident neben der Internationalisierung auch eine "Generalüberholung" des Flensburger Lehramtsmodell in Aussicht. Politikwissenschaftliche Demokratieforschung und – bildung sowie Digitales Lernen identifizierte er dabei als zwei bedeutsame Handlungsfelder und zeigte sich dankbar dafür, dass es Land und Universität gemeinsam gelungen sei, ein neues "Zentrum für Digitales Lernen an Schulen" mit einer entsprechenden Professur auf den Weg zu bringen.

"Wir werden Glück brauchen"

Die große Chance einer zweiten Amtszeit liege "in der gelassenen und von innerer Freiheit gestützten Umsetzung dessen, was seit Jahr und Tag Entwicklungsziel war", hob Reinhart hervor und bat um Glückwünsche bei der Verwirklichung dieser Ziele. "Wir werden sie brauchen", schloss er.

Prof. Dr. Margot Brink, Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Hannes Fuhrig, Stadtpräsident Flensburg, Dr. Dorit Stenke, schleswig-holsteinische Staatssekretärin für Bildung, Klaus Schlie, Präsident des schleswig-holsteinischen Landtags, Prof. Dr. Werner Reinhart, Präsident der EUF, Prof. Dr. Jürgen Budde, Vizepräsident für Forschung, Karin Prien, schleswig-holsteinische Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Frank Kupfer, Kanzler, Simone Lange, Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg, Prof. Dr. Monika Eigmüller, Vizepräsidentin für Europa und Internationales. (Christina Kloodt)

Musik, Improvisation und kalte Getränke

Musikalisch wurde die Amtseinführung von den Studierenden Orkhan Huseynli aus Aserbaidschan und Melika Taheri aus dem Iran begleitet. Das Hamburger Improvisationstheater "Hidden Shakespeare" sorgte mit seinen spontanen Geschichten auf Zuruf für riesige Begeisterung.

Mit einem Empfang klang der Abend aus.

Hidden Shakespeare in Aktion (Christina Klood)
Gebärdendolmetscherei, unothodox (Christina Kloodt)