1. Eine Uni - Ein Buch an der EUF
  2. Soziologe und Politikwissenschaftler
  3. Steigerungslogik, Reichweitenvergrößerung, Resonanz, Unverfügbarkeit

Programmübersicht zum Projekt "Eine Uni - Ein Buch"

Die EUF setzt folgende Aktionen zum Herbstsemester 2019 zwischen September und Dezember 2019 um. Alle Hochschulangehörigen sind eingeladen, mitzumachen. Zur Sammlung von Ideen und zur Umsetzung von Ideen haben bereits Treffen stattgefunden. 

Fest geplant sind bisher eine Ringvorlesung zum Thema "Unverfügbarkeit" in der Phänomenta.

In Planung sind Aktionen der Kunst und des Darstellenden Spiels, Einbindung des Themas in Lehrveranstaltungen und Kolloquien, ein Workshop mit internationalen Studierenden, regelmäßige Klein-Events, eine Studierendenkonferenz, die Schaffung eines Begegnungsraums. Der Veranstaltungskalender wird sich über den Sommer füllen.

Programmübersicht

In der Programmübersicht finden Sie alle Veranstaltungen die sich mit dem Thema "Unverfügbarkeit" auseinandersetzen. An der Universität und in Kooperation mit Institutionen und Organisationen aus der Stadt werden zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt. 

Achten Sie darauf, dass es öffentliche und hochschulinterne Veranstaltungen gibt. Diese sind entsprechend gekennzeichnet. 

Ringvorlesung (öffentlich)

In Kooperation mit der Phänomenta in Flensburg findet über das Herbstsemester eine Ringvorlesung zum Thema "Unverfügbarkeit" statt. Dabei werden Wissenschaflter*innen der Universität (hellblau), als auch externe Gäste (dunkelblau) zu einem gewählten Thema referieren und ihre Gedanken teilen. Durch einen Klick auf die Titel der Vorlesungen erhalten Sie erste Einblicke in das Thema des Abends. Die Abstracts sind von den Referent*innen verfasst. 

Zum Abschluss des Projektes wird Hartmut Rosa selbst nach Flensburg kommen und mit Studierenden über sein Buch sprechen. 

Die Ringvorlesung findet immer Montags um 18.00 Uhr in der Phänomenta Flensburg statt

Die Phänomenta und die Universität freuen sich auf zahlreiche Besucher und interessierte Zuhörer. 
Weitere Infos finden Sie auch auf der Webseite der Ringvorlesung

DatumTitelReferent*in
16.09.2019"Beschleunigung, Resonanz, Unverfügbarkeit. Eine Einführung in Hartmut Rosas kritische Theorie der Gesellschaft."Dr. Bernd Sommer, Norbert Elias Center for Transformation Design & Research
23.09.2019"Vom Mangel an Resonanz: Rezo und die Politik"Samira El Quassil, Schauspielerin und Medienwissenschaftlerin
30.09.2019"Unverfügbarkeit und Intensität. Kulturkritische Perspektiven bei Sören Kierkegaard und Hartmut Rosa"Prof. Dr. Anders Ehlers Dam, Dänisches Seminar
07.10.2019"Vom Nutzen des Nutzlosen - Einblick in die Weisheitstradition des Daoismus"Renate Kuschke, Qigong und Taijiquan Lehrerin
21.10.2019"Unverfügbarkeit: Eine Frage der Haltung?"Dr. Pascal Delhorn, Philosophisches Seminar
28.10.2019"Vom Mangel an Resonanz II: Die Zunahme gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit"Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer, Soziologe und Gewaltforscher
04.11.2019"Himmel, Hölle, Fegefeuer. Über die (Un)-Verfügbarkeit des Jenseitsschicksals im Mittelalter"PD Dr. Jörn Bockmann, Seminar für Germanistik
11.11.2019"Unverfügbarkeit und Improvisation"Mignon Remé, Schauspielerin, Gründerin des Improtheaters "Hidden Shakespeare"
18.11.2019"(Un)-Verfügbarkeit, Knappheit & Wirtschaften"Prof. Dr. Susanne Royer, Abteilung Strategisches und Internationales Management
ENTFÄLLT"Unverfügbarkeit im Mensch-Tier-Verhältnis"Andrea Jänisch, Pferdetrainerin 
02.12.2019"Zwischen Fach, Vermittlung und Bildung: Vermeintliche Verfügbarkeiten und die Wahrnehmung der Naturwissenschaften"Prof. Dr. Peter Heering, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte
09.12.2019, 18.00 Uhr, Audimax Uni-Flensburg"Unverfügbarkeit in der Kritik"Prof. Dr. Hartmut Rosa, Soziologe und Autor von "Unverfügbarkeit". 

Lesekreis "Unverfügbarkeit" (öffentlich)

Im Herbstsemester 2019 hat die Europa-Universität die Möglichkeit erhalten, sich in verschiedenen Projekten und im Rahmen der Lehre mit dem aktuellen Buch des Jenaer Soziologen Hartmut Rosa zu beschäftigen. Ausgehend von seinen Arbeiten zu Resonanz und der Beschleunigung der aktuellen Gesellschaft, untersucht Rosa die Frage, welche Rolle Verfügbarkeit und Unverfügbarkeit in unserem Alltag und unserem Streben nach Glück spielen. "Erinnern Sie sich noch an den ersten Schneefall in einem Spätherbst oder Winter Ihrer Kindheit? Es war wie der Einbruch einer anderen Realität. Etwas Scheues, Seltenes, das uns besuchen kommt, das sich herabsenkt und die Welt um uns herum verwandelt, ohne unser Zutun, als unerwartetes Geschenk. Der Schneefall ist geradezu die Reinform einer Manifestation des Unverfügbaren: Wir können ihn nicht herstellen, nicht erzwingen, nicht einmal sicher vorherplanen, jedenfalls nicht über einen längeren Zeitraum hinweg… (Rosa, 2018, S.1) 

Als begleitendes Angebot für die bereits angekündigten Veranstaltungen bieten wir allen, die sich gerne intensiver mit Rosas Ausführungen beschäftigen möchten, die Möglichkeit eines gemeinsamen Lesekreises an. An fünf Terminen eröffnen wir daher den Raum für Austausch und Diskussion. 

Die geplanten Treffen finden immer donnerstags ab 19.30 Uhr statt:

10.10.2019 Norderstr. 108, Projektraum Hundertacht
07.11.2019Norderstr. 147, Norder147
21.11.2019Norderstr. 108, Projektraum Hundertacht
05.12.2019Norderstr. 147, Norder147

Wir freuen uns auf reges Interesse und einen konstruktiven Austausch,Rebekka Diestelkamp & Svenja Sgodda

Lektüre-Kreis im Institut für Ästh.- Kulturelle Bildung (öffentlich)

Auch das Institut für Ästhetisch - Kulturelle Bildung an der Europa-Universität veranstaltet einen Lektüre-Kreis zum Thema "Unverfügbarkeit" und Hartmut Rosa. 

Dieser findet in einem 14 tägigen Rhythmus, immer mittwochs im Raum Riga 414, statt. Das nächste Treffen findet am 30.10.2019 statt. 

Weitere Termine sind demnach:  30.10, 13.11, 27.11, 11.12

Das Institut und Frau Meyer freuen sich über jede Beteiligung und interessante Gespräche. 

Unverfügbarkeit-Labor-Tage in der Kulturlücke (öffentlich)

Unverfügbarkeit-Labor-Tage in der KulturLücke

Die Aktionstage im Rahmen der "Eine Uni-Ein Buch" Aktivitäten zuHartmut Rosas Frage des Gelingens einer lebendigen, offenen und resonanten Beziehung zur Welt finden am

Samstag, 7. und Sonntag, 8. Dezember 2019 in der Zeit von 9.00 – 20.00 Uhr statt.

Ort: KulturLücke, Norderstr. 151, Flensburg
www.kulturluecke-fl.de

Die zwei Labortage werden in dreistündige Aktivitätsblöcke (9-12/ 13-16 und 17-20 Uhr) unterteilt.
In den Pausen sowie davor und danach kann gemeinsam gefrühstückt bzw. gegessen werden.

Ergänzend zu den experimentellen Aktivitäten steht insbesondere der AUSTAUSCH im Vordergrund. Während beider Tage soll ein Forum entstehen, in das sich alle einbringen und mitgestalten können. Hierzu steht ein Raum zur Verfügung, in welchem neben Begegnung und Verpflegung an Dokumentationsformen und Konzeptentwicklungen gearbeitet werden kann. Die Übersicht finden Sie hier.

Geplante Labor-Aktivitäten, u.a.:

Wachsen und Verschwinden - Installation, Sound-Experimente, mobile Fragebogenaktion, Herstellung von Unverfügbarkeits-Boxen, begehbares Faden-Kunstwerk, atmosphärische Körper-/Tanztheater-Szenarien, Entwicklung von Utopien, Entwurf eines Planspiels, Schreibzeit, körper-sprachliche Bewegungs-Experimente, Eatart, digitales Experimentierfeld etc.

Adressat*innen
Forschende, Interessierte, Experimentierfreudige, Neugierige, Staunende aller Altersklassen

Beteiligte Akteurinnen der KulturLücke:            
Julia Hupfeld, Inga Mommsen, Nicola Kochhafen, Elisa Priester, Stela Korljan, Ute Boesche-Seefeldt, Henriette Felix-Schumacher, Elke Mark und Gäste unter Einbezug physisch Nicht-Verfügbarer

Kreative Philosophie

Bereits im künstlerisch-kreativen Prozess ist das Unverfügbare wesentlicher und unabkömmlicher Bestandteil der Ideenfindung und -entwicklung. Künstlerische Strategien erlauben darüber zu einer anderen Haltung gegenüber Unverfügbaren zu gelangen.

Mit der Entscheidung in Doppelteams zu arbeiten werden die kreativen Herangehens- und Umgangsweisen mit dem Unverfügbaren nicht nur erhöht, sondern potenziert. Im Zentrum des "Unverfügbarkeit-Labors" steht, das Unverfügbare als unverfügbares Element in seiner Antriebskraft zu erhalten und nicht einer Planung und Kontrolle zu unterwerfen.

Sowohl über das gemeinsame als auch das individuelle Erleben und Erfahren kann die Bedeutung und Wirkung des Unverfügbaren in seiner Unverzichtbarkeit sichtbar, spürbar und bewusst werden.

Hintergrund

Innerhalb der KulturLücke wurden bereits im zweistündigen Format "KulturLücke mit Leichtigkeit füllen" mit dem Tandem-Modell Erfahrungen gesammelt. Ab September 2019 wird dieses unter dem Namen "MUT zur LÜCKE" eine Fortsetzung finden.

Konzept des "Unverfügbarkeits-Labors"

Die bisherigen Erfahrungen fließen in die geplanten speziellen Aktionstage im Rahmen des "Unverfügbarkeits-Labors" ein, um durch die zeitliche Verdichtung auf zwei ganze Tage einen zusätzlichen Klärungs- und Erkenntnisprozess anzustoßen und mögliche Folgekonzepte zu erarbeiten.

Die Bereitschaft zum experimentellen Agieren fordert heraus und ermöglicht die Begegnung mit dem Unverfügbaren.

Elemente und Umsetzung des "Unverfügbarkeit-Labors"

- Synergien aus Leitungsteams unterschiedlicher künstlerischer Professionen generieren

- Resonanz und Unverfügbarkeit unter Berücksichtigung sozialer und kultureller Aspekte untersuchen

- Aspekte der Freiheit und Entwicklung und eine gesamtgesellschaftliche Perspektive einbeziehen
- Zusammenarbeit unter generationsübergreifend, inklusiv Gesichtspunkten/Perspektive

- Konzepte zum Einbezug physisch ‚Unverfügbarer‘ werden über die Idee der Resonanz entwickelt.

- Resonanz und Unverfügbarkeit unter Berücksichtigung sozialer und kultureller Aspekte in Hinblick auf  
  gesamtgesellschaftliche Perspektive untersuchen

Aktionen der Pilkentafel (öffentlich)

Logo Pilkentafel

Auch die Pilkentafel in Flensburg nimmt an dem Projekt "Eine Uni - Ein Buch" teil und hat folgende Termine und Aktionen vorbereitet. 

Flashmob "Melancholie" - 20.11.2019, 12.00 Uhr, Südermarkt Flensburg

Wieder geht es um Dürer – nein, geht es von Dürer aus. Die Frau, der Engel, das Flügelwesen sitzt da, tut nichts, setzt sich nicht in Beziehung zur Welt, und doch liegen alle Werkzeuge, alle Instrumente der Erkenntnis und zur Vermessung der Welt um ihn herum. Die Zeit vergeht "ungenutzt".

Wie fühlt sich das an, diese Haltung, ihre Stabilität und Aufrichtung, ihre Übellaunigkeit und Klarheit, ihre Ruhe und Aggression schlicht nachzuahmen?

Sie sich anzuverwandeln? Lange in ihr auszuharren? Was passiert mit der Zeit in der Bewegungslosigkeit, wenn ich eine Stunde aus dem Getriebe herausnehme?

Diese Erfahrung machen Schüler*innen der KTS für sich und öffentlich. Dürers Engel vervielfältigt sich, flutet den öffentlichen Raum ausgehend vom Südermarkt in alle Richtungen. Wir wollen ausprobieren, was passiert mit dem Raum, der Zeit, den Passant*innen den Zuschauer*innen, den Sitzenden, den Stehenden, den Gehenden angesichts einer großen Menge verharrender Melancholia-Engel?

Wenn Sie nicht zufällig vorbeikommen, kommen Sie doch einfach absichtlich!

Dies ist ein Projekt mit der EUF Flensburg und der Kurt-Tucholsky-Schule im Rahmen von "Eine Uni - Ein Buch".

Die lange Nacht der kurzen Filme - 22/23.11.2019, ab 20.00 Uhr

Wir laden im Rahmen der Flensburger Kurzfilmtage wieder zu einem langen Abend, um gemeinsam Kurzfilme zu gucken.

Elisabeth Bohde und Torsten Schütte werden Auszüge aus Hartmut Rosa "Unverfügbarkeit" lesen und in eine Beziehung zu den Filmen setzen, diese Bezüge diskutieren und hinterfragen. So wird das Theater Wohnzimmer, Rückzugsort, gemeinsamer Denkraum, oder um mit Rosa zu sprechen, zum Resonanzraum. Resonanz zwischen Film und Rezipient, Theorie und Film, Zuschauer*innen und Filmemacher*innen.

Und weil Resonanz prinzipiell unverfügbar ist, wir sie aber alle suchen, gestalten wir den Raum gemütlich und anregend, kochen eine leckere Suppe für Pausen, wählen sorgfältig Filme und Texte aus … aber ob sich dann zwischen uns allen so was wie Resonanz einstellt, das kann erst der Abend selbst zeigen.

Denn wir wissen ja nicht, wie Sie kommen, was Sie suchen, wie Sie die Filme sehen und wie Ihr Blick die Filme verändert. Auch das Publikum ist eine Kategorie der Unverfügbarkeit.

Kafkas Heidelbeeren - Imaginäres Vokal- und Instrumentaltheater - 14/15.11.2019, ab 20.00 Uhr

In Kafkas Heidelbeeren scheinen alle Filme gerissen und immer wieder neu zusammengesetzt zu sein, die Linearität (deren angebliche Existenz sowieso eine lächerliche Behauptung ist) spielt an diesem Abend überhaupt keine Rolle. Getreu dem Gedanken Kafkas "... dass immer wieder alles neu ist, da es zu einer anderen Zeit an einer anderen Stelle scheinbar gleich wieder auftritt ..." tauchen Texte von Henri Michaux, Roland Barthes und Franz Kafka immer wieder aus anderen Mündern, falschen Körpern und an anderen Orten auf.

Mit der Musik ist es ähnlich: Wer spielt? Sind es die Musiker oder ist es Playback? Zwei Lieder von Franz Schubert, "Täuschung" und "Der Wegweiser", helfen auch nicht weiter. Die Vokalisten haben einen Lautsprecher im Mund, so dass auch falsche Stimmen aus ihren "Leihkörpern" kommen können.

Nicht computergesteuerte Hightech sondern fragile Lowtech wie Feedbackflaschen, obertonmodulierender Kochtopf, Mundlautsprecher, Telefonhörer, Staubsauger und von Spielzeugautos bewegte Lautsprecher erweitern die klanglichen Möglichkeiten des Ensembles.

Fragen stellen sich: Führt eine Fragmentierung von Unsinn zwangsläufig zu Sinn und umgekehrt die Fragmentierung von Sinn in jedem Fall zu Unsinn? Ein Stück voller richtig falscher Assoziationen, Irrwege und Stillstände.

Nur so viel bleibt sicher: Orientierungslosigkeit kann auch an Schönheit vorbeiführen.

Im Anschluss an das Konzert am Freitag, den 14.11, spricht Kathrin Fischer (Pressesprecherin der EUF und Koordinatorin von dem Projekt "Eine Uni - Ein Buch" mit Matthias Kaul über Resonanz als selbstverständlichen Teil jeder Tonerzeugung und im Sinne Hartmut Rosas.

Filmprogramm zum Thema "Unverfügbarkeit" im Volksbad (öffentlich)

Studierende aus dem Studiengang M.A. Transformationsstudien haben das das Thema "Unverfügbarkeit" in das öffentliche Filmprogramm aufgenommen, welches im Volksbad gezeigt wird. 

Die ausgewählten Filme: 

Mi. 20.11 - Speed - Auf der Suche nach der verlorenen Zeit von Florian Opitz. 

101 Minuten. Dokumentation. Deutsch.

Wir sparen ständig Zeit. Trotzdem haben wir am Ende immer weniger davon. Im Takt der elektronischen Kommunikation hetzen wir von einem Termin zum anderen. Doch für die wirklich wichtigen Dinge wie Freunde und Familie scheint die Zeit nicht mehr zu reichen. Warum ist das so? Wer oder was treibt diese Beschleunigung an? Sind Alternativen möglich?

Hier geht es zum Trailer.

Do. 28.11 - HUMAN NATURE: Die CRISPR Revolution von Adam Bolt (OmU). 

91 Minuten. Dokumentation. OmU. 

Die Genschere CRISPR-CAS9 ermöglicht eine nie dagewesene Kontrolle über die grundsätzlichsten Bausteine des Lebens. So öffnen sich Wege, Krankheiten zu heilen, sämtliches Leben umzugestalten und Kinder zu designen. Der ethische Diskurs hinkt dem rasanten Fortschritt hinterher. Was sind die Folgen einer solchen Technologie? Wie wird sie unsere Beziehung zur Natur verändern? Und wie weit darf Forschung gehen?

Hier geht es zum Trailer. 

Einlass ins Volksbad ist um 19.00 Uhr. Der Film startet um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

Literatur- und Kulturwissenschaftliches Kolloquium

Auch in diesem Semester findet wieder das Literatur- und Kulturwissenschaftliche Kolloquium statt, ausgerichtet von den Seminaren für Romanistik, Anglistik und Amerikanistik.

Die Veranstalter laden Sie herzlich ein, am Donnerstag, den 07.11.2019, von 12:15-13:45 in OSL 238, gemeinsam mit ihnen Unverfügbarkeit von Hartmut Rosa zu lesen und zu diskutieren. Einleitende Worte spricht Prof. Dr. Anders Ehlers Dam vom Dänischen Seminar.

Die Veranstalter freuen sich auf Ihr Erscheinen.

Kristina Baudemann, Seminar für Anglistik und Amerikanistik
Margot Brink, Romanisches Seminar
Antje Dreyer, Romanisches Seminar
Nicole Poppenhagen, Seminar für Anglistik und Amerikanistik
Jan Rhein, Romanisches Seminar

plakat_kolloquium_unverfuegbarkeit

Integration in die Lehre (hochschulintern)

Seminarübersicht
Seminar für
B.A. Bildungswissenschaften PO 2015, Teilstudiengang Kunst und visuelle Medien, Mo. 10–12 Uhr, Beginn: 16.09.2019 
Thema

Die Unverfügbarkeit der Kunst? Ein Lackmustest in Kunstbetrachtung und -vermittlung

Im Seminar werden die Begriffe der "Unverfügbarkeit" und "Resonanz" des Soziologen Hartmut Rosa in Bezug auf die Betrachtung und Vermittlung von Gegenwartskunst hin befragt. Aufgrund von gemeinsamer Kunstbetrachtung im Seminar und im Museum sowie begleitender Lektüre werden unterschiedliche Methoden der Kunstbetrachtung und –analyse erprobt und die eigene Erfahrung reflektiert. Wo zeigt sich Gegenwartskunst "unverfügbar", wo im Umkehrschluss "verfügbar"? Inwiefern stellt sie einen "Resonanzraum" für die Erfahrung unserer eigenen Lebendigkeit dar? Und inwieweit können diese Erfahrungen in die Vermittlung einfließen? Die Studierenden erarbeiten vertiefend vor Originalen eigenständige methodisch-didaktische Vermittlungsstrategien und bieten diese z.B. als öffentliche Führungen an. 

Dozent*in

Dr. Eva Pluhařová Grigienė, Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung

Seminar für
B.A. European Culture and Society, Di. 10-12 Uhr, OSL 243, Beginn: 17.09.2019
Thema

Resonance & Similarity

The Lecture Series will be devoted to ‘Resonance & Similarity’. Accordingly, the lectures should focus at least on one of the recent concepts promoted by Hartmut Rosa and Anil Bhatti respectively. Both concepts are relevant for several disciplines that are involved in the BA program "European Cultures and Society". Speakers are free to treat them either separately or in combination. ‘Resonance’ offers the chance to include remarks on Rosa’s essay about ‘Non-Disposability’ that was chosen as a main subject of consideration for the competition ‘One Uni – One book’.  Bhatti’s idea of ‘similarity’ suggests a re-consideration of ‘difference’ and therefore a new way to look at topics that usually were modeled according to the binary logic of juxtaposition during the 20th century, for instance, in language, culture, religion, or epistemology.

With respect to the audience (1st semester students), these topics will be narrowed down to examples and principles that allow for comparison between different methods/disciplines. The talks shall last no longer than one hour and stimulate questions and discussion. (Deutsche Version)

Dozent*in
Prof. Dr. Matthias Bauer, Kultur-Sprache-Medien (KSM)
Seminar für
M.A. Gemeinschaftsschule/Sekundarstufe/Sekundarstufe I, Di. 16-18 Uhr, OSL 238 Beginn: 17.09.2019
Thema

Die Undefinierbarkeit und Unverfügbarkeit der Welt

Im Seminar werden aktuelle und gegenwartsbezogene (politische) Herausforderungen von Jugend und Gesellschaft in den Blick genommen. Im Anschluss an die Lektüre verschiedener Texte wird danach zu fragen sein, inwiefern sich diese (kritischen) soziologischen, erziehungswissenschaftlichen und politischen Beobachtungen in Erziehungs- und Bildungspraktiken abzeichnen. Darüber hinaus gilt es darüber zu reflektieren, welche pädagogischen Anforderungen vor dem Hintergrund der Unverfügbarkeit pädagogischer Wirklichkeiten damit erwachsen. 

Dozent*in
Prof. Dr. Jürgen Budde, Abteilung Schulpädagogik
Seminar für
M.A. Bildung in Europa, Mi. 12-14 Uhr, HEL 167, Beginn 18.09.2019
Thema

Bildung und Unverfügbarkeit

Gegenwärtig werden viele Versuche unternommen, Bildung etwa im Sinne eines Kompetenzerwerbs messbar, technologisch optimierbar und politisch steuerbar zu machen. Demgegenüber betonen verschiedene bildungsphilosophische Ansätze die Unverfügbarkeit von Bildungsprozessen. Nicht umsonst nimmt Hartmut Rosa in seinen Überlegungen zu Erfahrungen von Unverfügbarkeit immer wieder Bezug auf Prozesse, die aus erziehungswissenschaftlicher Sicht als Bildungsprozesse zu kategorisieren wären. 
Im Seminar werden Texte aus Rosas Band und erziehungswissenschaftlicher Texte parallel gelesen. Daraus ergeben sich nicht nur kritische Perspektiven auf aktuelle Bildungskurse, sondern auch subjekt- und machttheoretische Anfragen an Rosas Thesen sowie Fragen nach normativen Implikationen. 

Dozent*in
Prof. Dr. Christine Thon, Institut für Erziehungswissenschaften
Seminar für
M.A. Kultur-Sprache-Medien 3. Semester, Do. 12-14 Uhr, TRO 203, Beginn: 19.09.2019
Thema

New Norwegian Literature

Norwegian literature has been experiencing a tremenduous international succes during the last decade in the German space and globally. Not coincidentially, Norway is the Guest of Honor at the Frankfurt Book Fair in October 2019, thus a large number of Norwegian books are being published in German and English translations this year. Karl Ove Knausgård’s six-volume autofictional novel My Struggleis the most prominent example for this wave of globally successful contemporary novels from the Norwegian space; other widely read authors are for instance Johan Harstad, Dag Solstad, Stig Sæterbakken, Jon Fosse, Vigdis Hjorth, Mona Høvring, Hanne Ørstavik and Thomas Espedal. The Nordic Noir crime novels are also bestsellers around the world. Many of these works have a common trait: they deal with the individual’s concrete, day-to-day’s issues in today’s globalised world such as the modern couple, family stories, existential and psychological issues, as well as questions of identity when caught in the middle of national and global tendencies and tensions. Such themes are also central in contemporary children’s literature, where Norwegian authors masterfully tackle untraditional, yet highly actual themes such as the psychological repercussions of split families, violence, bullying and loneliness. 

Readings for this course are works or excerpts from contemporary Norwegian authors that will be connected, among others, to the analysis of modern society given by German sociologist Hartmut Rosa in his book Unverfügbarkeit, selected for the project "Eine Uni – Ein Buch" this current semester at Europa-Universität Flensburg. We will also delve into Knausgård’s analysis of the famous Norwegian artist Edvard Munch and possibly see Munch’s graphic work, on display at the Art Museum in Ribe, Denmark. 

Dozent*in
Prof. Dr. Anders Ehlers Dam, Institut für Sprache, Literatur und Medien 
Seminar für
M.A. Kultur-Sprache-Medien 3. Semester, Di. 10-12 Uhr, TRO 205, Beginn: 17.09.2019
Thema

Eine Uni - Ein Buch: Die Europa-Universität liest Unverfügbarkeit von Hartmut Rosa

Im Wettbewerb "Eine Uni – Ein Buch" des Stifterverbands und der Klaus-Tschira-Stiftung hat die Europa-Universität Flensburg ein erfolgreiches Konzept eingereicht und wird sich im Herbstsemester mit zahlreichen interdisziplinären Veranstaltungen mit Hartmut Rosas Studie Unverfügbarkeit auseinandersetzen. Das KSM-Projekt wird diese Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit der Pressestelle der EUF dokumentierend begleiten (z.B. durch Filmbeiträge, Fotografie und Texte); die Methoden und Schwerpunkte hierfür werden je nach Interessen der Teilnehmer*innen in der ersten Sitzung gemeinsam festgelegt.

Dozent*in
Prof. Dr. Birgit Däwes, Institut für Sprache, Literatur und Medien
Seminar für
M.Ed. Lehramt an Grundschulen, Darstellendes Spiel
Thema

Wie sie uns gefällt, die Welt...? – Interventionen im öffentlichen Raum mit theatral-performativen Mitteln – Ein Projekt in Kooperation mit der Theaterwerkstatt Pilkentafel und der Kurt-Tucholsky Schule im Rahmen des Projektes "Eine Uni – Ein Buch" 

Höher, schneller, weiter ... "Unablässig versucht der moderne Mensch, die Welt in Reichweite zu bringen", sie sich ökonomisch, technisch, rechtlich und anderweitig verfügbar und berechenbar zu machen; "dabei droht sie uns jedoch stumm und fremd zu werden: Lebendigkeit entsteht nur aus der Akzeptanz des Unverfügbaren", schriebt der Soziologe Hartmut Rosa.

Ein ‚Antwort’ darauf findet die Theaterwerkstatt Pilkentafel in ihrem Projekt "Kleinere Melancholien": "Melancholie ist ein Innehalten, ein Nichthandeln, ein Zu-sich-kommen, zu unserer Begrenztheit, Sterblichkeit, Unvollkommenheit. Dazu ist es notwendig, aus dem Getriebe der Welt, den Sachzwängen, der manischen Aktivität auszusteigen und zu riskieren, nicht wieder herein zu finden."

Abstrakte Ausgangspunkte stellen Theaterprojekte in der Schule vor große Herausforderungen. Insbesondere die Spielleitung einer Theatergruppe ist gefordert, Bilder, Übungen, Spielanlässe zu finden, mit denen Themenkomplexe von – oft jungen – Teilnehmenden spielerisch erkundet, in konkrete Situationen umgesetzt und somit verstehbar gemacht werden können.

Das Projekt steht im Zusammenhang mit dem universitätsweiten Projekt "Eine Uni – ein Buch" und nimmt die Kritik an der Steigerungslogik der Moderne zum Anlass, das Buch "Unverfügbarkeit" von Hartmut Rosa (2018) zu lesen – und theatrale Mittel zu kennenzulernen, mit denen auch Schülerinnen und Schüler performative ‚Antworten’ finden auf Welt, wie sie uns vielleicht nicht so gefällt...

Im Rahmen des Projektes werden wir in Kooperation mit der Theaterwerkstatt Pilkentafel und der Kurt Tucholsky Schule theatrale Annäherungen an Fragen der Moderne wagen, die in einer performativen Intervention im Öffentlichen Raum präsentiert werden. Neben der Lektüre von Textauszügen ist der gemeinsame Besuch des Theaterstücks "Kleinere Melancholien" an der Pilkentafel sowie die Erarbeitung einer Intervention im öffentlichen Raum mit Schüler*innen des Darstellenden Spiel geplant.

Das Projekt kann als Seminar/Veranstaltung für ein Zertifikat in Darstellendes Spiel angerechnet werden.

Beginn:

Räume und weitere Termine werden noch bekannt gegeben - Anmeldung bei Tania Meyer unter Tania.Meyer-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uni-flensburg.de

Dozent*in
Prof. Dr. Tania Meyer, Abteilung Darstellendes Spiel
Seminar für
M.A. Transformationsstudien, Modul GD1, Mi. 14-16 Uhr, HEL 167
Thema

Sozial-ökologische Krisen und Konflikte

Ökologische Krisen sind sowohl in ihrer Verursachung als auch in ihren Folgen sozial-ökologische Krisen. Hartmut Rosa beschreibt die Verfügbarmachung der außermenschlichen Natur – einschließlich des Unterfangens der Naturbeherrschung – als zentralen Prozess der Moderne. Dieses Bemühen führt nach Rosa aber nicht allein zu einem Verstummen der Natur für Menschen, die in derartigen Weltbeziehungen verwoben sind, sondern es droht auch eine Wiederkehr des Unverfügbaren als "Monster". In der Sitzung am 27.11.2019 geht das Seminar der Frage nach, inwiefern die ökologische Krise der Gegenwart als eine Resonanzkrise verstanden werden kann und welche Bedeutung das Konzept der "Unverfügbarkeit" in diesem Zusammenhang spielt. Als Textgrundlage für diese Sitzung dienen die Seiten 7 bis 36 sowie 124 bis 131 aus Harmut Rosas Unverfügbarkeit.

Dozent*in
Dr. Bernd Sommer, Nobert-Elias Center für Transformationsdesign & -forschung (NEC)
Seminar für
B.A. Bildungswissenschaften, Textil und Mode, Ästhetisch-künstlerische Textilpraxis, Di. 8-12 Uhr, OSL 644
Thema
Das Angebot des kommenden M3-Moduls "Ästhetisch-künstlerische Textilpraxis", Gruppe 4 findet im Rahmen des Projekts "EINE UNI – EIN BUCH" statt, in welchem das Buch "Unverfügbarkeit" des Soziologen Hartmut Rosa im Zentrum steht.Zu Beginn steht ein taktil-performatives Annähern an das Thema "Unverfügbarkeit" und die Sammlung von textilbezogenen Ideen im Vordergrund. Eines der umfassenden Themen des Buchs ist 'Zeit', das sich auf vielfältige Weise in textiler Gestalt umsetzen lässt.Ergänzend werden über mikro-phänomenologischen Verfahren Bereiche erschließbar, die zunächst "unverfügbar" und unzugänglich erscheinen oder sich schwer in Worte fassen lassen. Im Resonanzgeschehen mit unserer Umgebung, Materialien und Gegenständen lässt sich damit beispielsweise eine Vorliebe für einen bestimmten Stoff, die "Anziehungskraft" bei der Entscheidung zur Wahl eines Stoffs etc. untersuchen. Auch Ideen, die zunächst vage sind und wo wir erst nicht genau wissen, "wie wir das ausdrücken sollen" können darüber konkretisiert und präzisiert werden.Die prozessuale Projektarbeit wird dokumentiert und in einer finalen Präsentation vorgestellt.
Dozent*in
Elke Mark, Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung

Campelle

Auch die Campelle auf dem Campus der Universität nimmt am Projekt "Eine Uni - Ein Buch" teil und gestaltet folgende Veranstaltungen für interessierte Teilnehmer. 

DatumThema/ Veranstaltung
Mittwoch 25.09.2019, 18.30 Uhr,

Campelle Flensburg

Semestereröffnungsgottesdienst - "Unverfügbar und doch immer da"

Jeder 2. und 4. Donnerstag im Monat, 17-18.30 Uhr,

Campelle Flensburg

Offene Gesprächs- und Leserunde zum Thema "Unverfügbarkeit" und eigenen Einstellungen
Samstag 26.10.2019, 10-16 Uhr, Campelle Flensburg

Meditation - Dem Unverfügbaren auf die Spur kommen. Workshop mit Magdalene Hellstern-Hummel (Pastorin und Meditationslehrerin)

Ein Tag, dem Geheimnis des Unverfügbaren etwas auf die Spur zu kommen. Ein Tag, sich verschiedenen Meditationsarten zu nähern. Ein Tag, das "zwischen Tun und Lassen" zu erkunden. Der Tag ist geprägt von Elementen von Körperarbeit, Stille, Austausch, Meditation. Verbindliche Anmeldung per E-mail bei Silke Nicoline Hansen (sn.hansen@esg-flensburg.de) bis zum 21.10.19.

Monday 28th Oct., 6 pm, Campelle FlensburgUnavailability - What does this mean in intercultural perspective. An evening inspired by Hartmut Rosa´s book "Unverfügbarkeit": collecting ideas and thoughts, open discussion, perhaps music and much more.