Projekt-Darstellung

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Fachkulturelle Differenzen. Interaktionen in Schule und Hochschule (Pilotphase)

Die grundlegende Idee dieses Forschungsvorhabens besteht darin, die Strukturlogik sachbezogener Interkationen in Schule und Hochschule aus einer konversations- und diskursanalytischen ebenso wie aus einer fachkulturellen Perspektive in den Blick zu nehmen. Den Anstoß zu einem Vergleich schulischer und hochschulischer Interaktionen geben Befunde der rekonstruktiven Unterrichtsforschung, nach denen diskursive Auseinandersetzungen mit einer Sache in der Schule nur sporadisch anzutreffen sind...

Laufzeit: 01.05.2016

Verantwortlich: Sandra Rademacher

Netzwerkinitiative: Methodologien einer Empirie pädagogischer Ordnungen

Während die Frage nach einer theoretischen Bestimmung des Pädagogischen die Pädagogik/Erziehungswissenschaft von jeher antreibt, haben Vorhaben, die diese Frage als Problem empirischer Rekonstruktion begreifen, erst in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Die Forschungsansätze, die in der Netzwerkinitiative versammelt sind, teilen den Anspruch, "Erziehungswirklichkeiten" im operativen Vollzug und in Abgrenzung zu Nicht-Pädagogischem zu erschließen. Ziel ist es die unterschiedlichen Handlungsfelder, Forschungsmethoden und Gegenstandsbestimmungen vergleichend zu diskutieren und in einer Teildisziplinen übergreifenden Debatte zu einer Weiterentwicklung erziehungswissenschaftlicher Methodologien zu kommen.

Laufzeit: 01.10.2008

Verantwortlich:

Theorie - Praxis - Verhältnisse in der Lehrer_innenbildung aus der Sicht von Studierenden (Abgeschlossen)

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Lehramtsstudierenden beklagen sich häufig über einen zu geringen Praxisbezug von Lehrveranstaltungen. Um zu rekonstruieren, was Studierende unter dem gewünschten Praxisbezug eigentlich verstehen, wurden Studierende gebeten, in Gruppen zu diskutieren, was „Praxisbezug“ für sie heißt und wie für sie eine Lehrveranstaltung aussieht, die einen „Praxisbezug“ herstellt. Darüber wurden von den Gruppen gemeinsam kurze Texte verfasst, von denen 36 zu Forschungszwecken zur Verfügung standen. Die Texte wurden im Sinne der Grounded Theory ausgewertet. Die entwickelten Kategorien erlauben zum einen eine Beschreibung verschiedener Arten studentischer Alltagstheorien des Theorie-Praxis-Verhältnisses. Zum anderen beziehen sie sich auf verschiedene Modelle von „Praxisbezug“, die z.T. mit den besagten Theorie-Praxis-Relationierungen korrespondieren.

Laufzeit: 01.07.2011 - 31.03.2012

Verantwortlich: Christine Thon

Disziplinierung – Zur Herstellung und Aufrechterhaltung unterrichtlicher Ordnung (Abgeschlossen)

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Dieses Forschungsprojekt verbindet professionalisierungstheoretische mit sozialisationstheoretischen Fragestellungen. Die gemeinsame Idee des von Oevermann theoretisch und von Helsper empirisch entwickelten Professionalisierungsmodells besteht darin, den strukturellen Kern pädagogischen Handelns in der Vermittlung widersprüchlicher Handlungsanforderungen zu sehen. Das professionalisierungstheoretische Vermittlungsmodell legt es nahe, die professionelle Kompe-tenz des Lehrers dort anzusiedeln, wo Schüler aufgrund von sozialisatorischen Defiziten noch nicht zu einem spezifischen und rollenförmigen Handeln in der Lage sind. Ziel des Forschungsprojektes ist es, dieses professionalisierungstheoretische Modell bezüglich des pädagogischen Zentralproblems der Disziplinierung empirisch zu überprüfen und begrifflich zu differenzieren. Dazu bezieht die Untersuchungsanlage des Projektes Datenmaterial (Beobachtungsprotokolle und Unterrichtstranskripte) aus drei Grundschulen und drei weiterführenden Schulen ein. Dieses Design ermöglicht es, unterrichtliche Interaktionen von der ersten bis zur zwölften Klasse in die Auswertung einzubeziehen und dabei systematisch die Transformation der unterrichtlichen Ordnung, die sich aus altersbedingten Verände-rungen unterrichtlicher Interaktionen und aus dem Übergang von der Kindheits- zur Jugendphase ergeben, zu untersuchen.

Laufzeit: 01.01.2011 - 31.12.2016

Verantwortlich: Sandra Rademacher

Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland im Überblick. (Abgeschlossen)

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Dieser Forschungsauftrag hatte die Bestandsaufnahme und kritische Bilanzierung der Inhalte und Organisationsformate von Angeboten berufsorientierender Bildung an allgemeinbildenden Schulen in den einzelnen Bundesländern zum Ziel.

Laufzeit: 01.06.2009 - 30.09.2009

Verantwortlich: Beatrix Niemeyer-Jensen

Evaluation des JobStarter-Projekts „Kompetenz durch Betrieb und Schule (KBS)“ der Beruflichen Schulen des Kreises Schleswig-Flensburg (Abgeschlossen)

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Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projekts KBS – Kompetenz durch Betrieb und Schule, eines „Schulversuchs“ zur Dualisierung der Ausbildung zur/zum kaufmännischen Assistentin/Assistenten.

Laufzeit: 01.07.2008 - 30.12.2011

Verantwortlich: Beatrix Niemeyer-Jensen

Jugend, Migration und Religion (Abgeschlossen)

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Das Forschungsprojekt im Rahmen eines Fellowships am Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik der Universität Zürich behandelte die Frage nach unterschiedlichen religiösen Orientierungsmustern christlicher und muslimischer Migrantenjugendlicher in Deutschland und der Schweiz. Themen der Generationsbeziehungen, der geschlechtlichen- und sozialen Ordnungen wurden in diesem Zusammenhang aufgegriffen, mit Kolleginnen aus dem Jacobs-Summer-Research-Group Fellowshipprogramm interdisziplinär diskutiert und machtanalytisch theoretisiert.

Laufzeit: 01.07.2008 - 31.07.2009

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"Der erste Schultag. Pädagogische Berufskulturen im deutsch-amerikanischen Vergleich" (Dissertationsprojekt) (Abgeschlossen)

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In diesem Projekt wurden pädagogische Berufskulturen in Deutschland und den USA vergleichend in den Blick genommen. Im Zentrum des Vergleichs stand der erste Schultag. Am Beispiel der Eröffnung der schulischen Praxis ging es um die Rekonstruktion der in der Gestaltung und Durchführung des ersten Schultages zum Ausdruck kommenden berufskulturellen Differenzen pädagogischen Handelns.
Das theoretische Interesse an diesem Vergleich war begründet in den Diskussionen um die Professionalisierung pädagogischen Handelns und hier vor allem auf das Phänomen der Widersprüchlichkeit pädagogischen Handelns gerichtet. Die vergleichende Analyse zielte auf die Frage nach den Bedingungen dieser Widersprüchlichkeit. Die empirische Diagnose von berufskulturellen Differenzen diente der Klärung der Frage, ob es sich bei den Widersprüchen, Inkonsistenzen und Verwerfungen der pädagogischen Praxis um pädagogisch-handlungsimmanente oder um berufskulturelle und insofern kulturspezifische Erscheinungen handelt. Der grundlegende Befund dieses Projektes, dass widersprüchliche Verstrickungen systematisch im deutschen Datenmaterial rekonstruiert werden können, während sie im amerikanischen in typischer Weise ausbleiben, stellt die Theorie der Professionalisierung pädagogischen Handelns vor neue Herausforderungen. Ein Vergleich erster Schultage in Deutschland und den USA impliziert statt eines allgemeinen Modells pädagogischen Handelns in modernen Gesellschaften, wie es die professionalisierungs-theoretische Erklärung nahelegt, ein differenzierteres Modell, mit dem die Kulturspezifik pädagogischen Handelns und Deutens theoretisch gefasst werden kann. Beides, Gemeinsamkeit und kulturspezifische Differenz, würden durch das im Rahmen dieses Projektes entwickelte Modell pädagogischer Berufskulturen erklärbar.

Laufzeit: 01.08.2003 - 31.10.2008

Verantwortlich: Sandra Rademacher

Jugend zwischen Familie und Schule. Eine Studie zu pädagogischen Generationsbeziehungen (Abgeschlossen)

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Die pädagogische Erzeugung der "jüngeren Generation" findet an zwei zentralen Orten statt: der Familie und der Schule. Jugendliche begegnen der 'älteren Generation' damit in der doppelten Gestalt von Eltern und Lehrern. Wie Jugendliche diese doppelte Situierung gegenüber der "älteren Generation" erfahren, welche Passungen zwischen Schule und Familie bestehen, wie das Zusammenspiel von Schule und Familie die jugendlichen Bildungs- und Individuationsprozesse fördert oder erschwert, wird in kontrastreichen Fallstudien entfaltet. Auf dieser Grundlage werden die weit ausgreifenden Thesen einer grundlegenden Veränderung der Generationsbeziehungen empirisch ausdifferenziert. Im Anschluss an die Fallstudien zu Jugendlichen zwischen Schule und Familie wird eine Theorie pädagogischer Generationsbeziehungen und einer Ordnung der Generationen entworfen.

Laufzeit: 01.12.2001 - 31.07.2008

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Bildungserfolg und Migration (Abgeschlossen)

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Die Studie fragt nach Bedingungen von Bildungserfolg bei Migratinnen und ihren Erfahrungen im Umgang mit den Generationsbeziehungen in Familie und Schule. Anhand biografischer Studien werden Möglichkeiten und Risiken von Bildungserfolg herausgearbeitet und das interdependente Zusammenspiel unterschiedlicher Sozialisationsinstanzen und Handlungszusammenhänge mit Blick auf das Wirksamwerden sozialer Ungleichheit betrachtet.

Laufzeit: 01.07.1998 - 31.07.2001

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