Das Praxismodell "Schuladoption"

Schuladoption

In dem Projekt „Schuladoption - Studierende machen Schule!“ absolvieren Studierende ihr 10-wöchiges Praxissemester im 3. Semester des Master of Education an einer besonders für Schuladoption ausgewählten Praktikumsschule in Schleswig-Holstein. Nach einer mehrwöchigen Vorbereitungsphase übernimmt das Studierenden-Team innerhalb des Praxisblocks für eine Woche die Schule mit allen Aufgabenbereichen, während das Kollegium gemeinsam eine Fortbildung besucht. Während der sog. „Adoptionswoche“ werden die Studierenden von einem Team der Hochschule unterstützt und betreut.
Ziele des Projektes sind u. A. die Weiterentwicklung der professionellen Kompetenzen von Lehramtsstudierenden, die Weiterentwicklung der Adoptionsschulen durch einen begleiteten Schulentwicklungsprozess und die konzeptionelle Verbesserung schulpraktischer Studien durch kontinuierliche Evaluation und Anpassung der Ausgestaltung.

Stichworte

Schuladoption, Schulentwicklung, Evaluationsstudie

Beschreibung

Mit dem Projekt "Studierende machen Schule!" ist ein deutschlandweit einmaliges Modell der Theorie-Praxis-Verknüpfung in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung im Jahr 2014 an der EUF erprobt worden. Studierende absolvieren ihr 10-wöchiges Praxissemester an einer Schule und "übernehmen" nach einer mehrwöchigen Vorlauf- und Vorbereitungsphase für eine Woche lang die Schule ohne Unterstützung des Lehrerkollegiums. Die Studierendengruppe übernimmt während dieser Zeit die Verantwortung für den gesamten Unterricht und alle anderen Funktionen an der Schule. Begleitet werden die Studierenden durchgängig von einem Team von Dozentinnen und Dozenten der Europa-Universität. Das Kollegium der Schule arbeitet im Verlaufe dieser Woche systematisch an der Weiterentwicklung  des Schulprofils und des -programms.

Mit diesem Projekt wird eine "Win-Win-Win-Situation" angestrebt: Auf Seiten der Studierenden werden Lerngelegenheiten geboten, ihre professionelle Kompetenz in einer realistischen praktischen Situation zu erproben. Sie können die Widersprüchlichkeit, Unplan­barkeit und Unsicherheit des schulischen Alltags erfahren und erhalten ganzheitliche und umfas­sen­de Einblicke in das System Schule.

Für die Schulen ergeben sich neben möglichen innovativen Anstößen durch die Anwesenheit der Stu­dierenden vor allem auch Freiräume für die schulische Entwicklung. Sie können ihre Teament­wick­lung und die Prozesse der kollegialen Beratung voranbringen und damit der Entwicklung der Schule als Ganzes neue Impulse verleihen. Das Selbstverständnis der Schulen, selbst ein wichtiger Teil von Lehrerinnen- und Lehrerbildung zu sein, kann sich in diesem Rahmen weiter entwickeln.

Der Europa-Universität bietet sich mit diesem Modell die Möglichkeit, neue und innovative Formen des Theorie-Praxis-Bezuges zu erproben und nachhaltige Schulpartnerschaften als Grundbedingung einer effizienten Lehrebildung zu etablieren.

Das Projekt ist international eingebunden in das europäische Netzwerk Lehrerbildung "TEQUILA"  (Teacher Education: QUality, Integration & LeArning ) und wird in den nächsten Jahren in mehreren  europäischen Ländern erprobt werden. Ein entsprechender gemeinsamer Antrag "School Adoption in Teacher Education" (SATE) ist im Rahmen des Erasmus+-Programms 2015 der EU erarbeitet und eingereicht worden.

Verantwortlich

Dr. Jens Winkel

Tel.:
+49 461 805 2060
Fax:
+49 461 805 2451
jens.winkel-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uni-flensburg.de
Gebäude Riga 7 - RIG 708

Kirsten Großmann

Tel.:
+49 461 805 2014
Fax:
+49 461 805 2451
kirsten.grossmann-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uni-flensburg.de
Gebäude Riga 7 - RIG 711

Laufzeit

01.01.2016 - 31.12.2020

Institution der EUF

Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (ZfL)