Förderangebote für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Coronapandemie

Nachwuchswissenschaftler*innen an der EUF sind in unterschiedlichen befristeten Stellenkonstruktionen bzw. Stipendien tätig. Die Einschränkungen der Corona-Pandemie für Lehre und Forschung betrifft daher ihre Forschungs- und Qualifizierungsvorhaben in besonderer Weise. Auf Bundes- und Landesebene wurden gesetzliche Rahmenbedingungen erweitert, die eine Verlängerung von Stellen und Stipendien ermöglichen. Zusätzlich wurden eigene Mittel der EUF bereitgestellt. Das Präsidium, der Stipendienausschuss sowie der Forschungsausschuss der EUF freuen sich, damit unter spezifischen Bedingungen folgende Lösungen anbieten zu können:

  • Verlängerungsmöglichkeiten für Qualifikationsstellen
  • Verlängerungsmöglichkeiten für Landespromotionsstipendien
  • Corona-Krisenfonds für Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen

>> Verlängerungsmöglichkeiten für Qualifikationsstellen

Das Präsidium informierte die EUF-Beschäftigten per E-Mail am 15.05.2020, "dass wir in Anlehnung an einen Antrag von Mitgliedern der Gruppe des wissenschaftlichen Dienstes auf Kompensationsmaßnahmen und Vertragsverlängerungen an der EUF aufgrund der aktuellen Corona-Krise beschlossen haben, die Vertragsverlängerungen für Personen auf Qualifikationsstellen mit einer Laufzeit bis Ende 2021 zu prüfen. Der gesetzliche Rahmen des WissZeitVG, das an die aktuelle Situation angepasst wurde, sowie die interne Verfügbarkeit der Verlängerungsoption sind dabei maßgeblich."

Diese corona-bedingt zusätzliche Verlängerungsoption beträgt entsprechend der Novellierung des WissZeitVG vom 25.05.2020 bis zu sechs Monate, s. WissZeitVG.

Das Verfahren hierfür ist – vergleichbar zu allen auch nicht corona-bedingten Verlängerungsanträgen – wie folgt: Der/die Vorgesetzte stellt mindestens sechs Wochen vor Vertragsende einen Antrag auf Verlängerung. Anschließend prüft die Personalabteilung, ob die beantragte Befristungsdauer nach dem WissZeitVG und seiner corona-bedingten Erweiterung noch möglich ist. Zur Möglichkeit einer solchen Stellenverlängerung wenden Sie sich bitte an die Personalabteilung.

>> Verlängerungsmöglichkeiten für Landespromotionsstipendien

Auf Grundlage der Änderung bzw. Ergänzung zum Hochschulgesetz und zur Stipendiumsverordnung des Landes Schleswig-Holstein hat die Kommission zur Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses (Stipendienausschuss) die Verlängerungsmöglichkeiten und Antragsverfahren für die Landespromotionsstipendiat*innen, die bedingt durch die Corona-Pandemie nur eingeschränkt an ihrer Promotion weiterarbeiten konnten, wie folgt präzisiert:

  • Die maximale Verlängerungsdauer beträgt 6 Monate.
  • Die Förderungshöhe bleibt unverändert.
  • Es muss ein kurzer Antrag vorgelegt werden, der von Stipendiat*in und Erstbetreuer*in unterzeichnet sein muss.
  • Der Antrag ist mind. 4 Wochen schriftlich vor Ablauf des Stipendiums zu stellen und bei der Geschäftsführung des Stipendienausschusses einzureichen.

Die Details finden Sie hier.

Allen Geförderten, die aufgrund der Pandemie nur eingeschränkt an ihrer Dissertation arbeiten konnten, wird empfohlen, den Antrag rechtzeitig vor Ablauf des aktuellen Bewilligungszeitraums zu stellen, selbst wenn mit einer Fortsetzung der Förderung im nächsten Jahr gerechnet wird. Der Stipendienausschuss wird über die entsprechenden Anträge sowie über die Vergabeprozedur entscheiden. Die Förderungshöchstdauer endet mit der Disputation/dem Rigorosum.

Für weitere Informationen steht Ihnen gerne die Geschäftsführerin des Stipendienausschusses Dr. Simone Onur zur Verfügung.

>> Corona-Krisenfonds für Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen

Anlässlich der gravierenden Folgen der Corona-Pandemie hat der Ausschuss für Forschung und Wissenstransfer mit Ko-Finanzierung des Präsidiums einen Corona-Krisenfonds für Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen aufgelegt. Ziel ist es, mit den Mitteln des Ausschusses einen – wenn auch ressourcenbedingt begrenzten – Beitrag für Personen in besonderen Härtefallsituationen zu leisten.

Mit dem hier aufgelegten, per Rundmail am 19.06.2020 veröffentlichten Corona-Krisenfonds besteht die Möglichkeit, sechs Stellenverlängerungen im Umfang von einer 0,5-Stelle für die Dauer von bis zu 3 Monaten zu fördern. Eine erste Einreichungsfrist ist am 19.07.2020, eine zweite am 01.12. 2020. Nähere Informationen finden Sie hier.

Prinzipiell greift der Fonds nur in jenen Fällen, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen und nicht anderweitig durch allgemeinere Regelungen gelöst werden können. Für Landesgraduiertenstipendien und wissenschaftliche Mitarbeiterstellen aus Grundhaushaltsmitteln stehen eigene Verlängerungsmöglichkeiten zur Verfügung, sie sind daher von dem Corona-Krisenfonds ausgenommen.

Antragsberechtigte sind:

  • Promovierende und Habilitierende auf befristeten Qualifikationsstellen außerhalb regulärer Haushaltsfinanzierung,
  • Promovierende in Drittmittelprojekten und
  • Promovierende auf einer befristeten Hochdeputatsstelle.

Weitere Informationen erhalten Sie gerne bei der Geschäftsführerin des Forschungsausschusses Dr. Martina Kattein.