„Reichskommissariat Ostland“

Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion wurde aus den eroberten baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland sowie Teilen Weißrußlands das sogenannte ‚Reichskommissariat Ostland‘ gebildet und im Juli 1941 Schleswig-Holsteins Gauleiter und Oberpräsident Hinrich Lohse als Reichskommissar mit Sitz in Riga Chef der dortigen deutschen Zivilverwaltung. Er nahm zahlreiche NS-Funktionäre sowie Verwaltungs- und Polizeikräfte aus seinem ‚Heimatgau‘ mit ins ‚Ostland’, das solchermaßen Teil der schleswig-holsteinischen Geschichte wurde. Ausgehend von der Auflösung der nach 1945 aufgebauten Legende von der „sauberen Zivilverwaltung“ und unter Zugrundelegung einer besonderen schleswig-holsteinischen Perspektive steht im Mittelpunkt dieses Projekts zum einen die Erforschung der konkreten Tätigkeit der deutschen Zivilverwaltung bis hinunter zur lokalen Ebene bei der Ausbeutung des Landes und von Verbrechen an der Zivilbevölkerung, zum anderen der breite Komplex der Nachgeschichte und ‚Erinnerung’.

Stichworte

Reichskommissariat Ostland

Verantwortlich

Prof. Dr. Uwe Danker

Tel.:
+49 461 805 2248
Fax:
+49 461 805 2460
danker-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@frzph.de
Gebäude Riga 2 - RIG 218

Laufzeit

01.01.1996 - laufend

Projektmitarbeitende

Dr. Sebastian Lehmann-Himmel

Tel.:
+49 4621 861890
Fax:
+49 4621 36545
lehmann-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@izrg.de
IZRG - IZRG 109

Prof. Dr. Robert Bohn

Tel.:
+49 461 805 2247 oder +49 4621 861890
Fax:
+49 461 805 2460
bohn-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@izrg.de
Gebäude Riga 2 - RIG 203

Kristina Knyazev

Tel.:
+49 461 805 2371
Fax:
+49 461 805 2144
kristina.knyazev-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uni-flensburg.de
Hauptgebäude - HG 550.3

Tilman Plath

Partnerinnen und Partner

  • Kooperation bei Tagungsprojekt Reichskommissariat Ostland
  • Tatort und Erinnerungsobjekt (s.u.) mit Militärgeschichtlichem Forschungsamt der Bundeswehr, Potsdam und Deutsches Historisches Institut Warschau

Institution der EUF

Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte (IZRG)

Finanzierung

Deutsche Forschungsgemeinschaft


Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft" im Rahmen des Programms "Dokumentation der Zwangsarbeit als Erinnerungsaufgabe" und

Stiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft"