Professur für Politikwissenschaft - Partizipations- und Demokratieforschung (W3)

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Ablauf und aktueller Stand des Berufungsverfahrens

Im folgenden finden Sie Kurz-Informationen zu den Phasen eines Berufungsverfahrens an der EUF nach Ablauf der Ausschreibungsfrist.

Falls Sie es genauer wissen möchten: Das Hochschulgesetz Schleswig-Holstein (§§ 61-63, bei Juniorprofessuren § 64), die Berufungssatzung der EUF sowie die Empfehlungen des Senats zur Durchführung von Berufungsverfahren an der EUF ("best practice") öffnen Sie durch Anklicken der Titel.

Sie möchten erfahren, in welcher Phase sich das Verfahren derzeit befindet? Das icon am rechten Bildschirmrand gibt Auskunft über den aktuellen Stand dieses Berufungsverfahrens.

Berufungsausschuss

Die Mitglieder des Berufungsausschusses aus der Gruppe der Hochschullehrer*innen und des wissenschaftlichen Dienstes sind: Prof. Dr. Uwe Puetter (Vorsitz), Prof. Dr. Sybille Bauriedl, Alexandra Berger, Prof. Dr. Ilona Ebbers, Dr. Peer Egtved, Prof. Dr. Martin Nonhoff (externes Mitglied), Prof. Dr. Christof Roos

Corona

Gemäß Schleswig-Holsteinischem "Corona-Gesetz" können Gremien an schleswig-holsteinischen Hochschulen ihre Sitzungen auch als Videokonferenzen durchführen (ad § 16 HSG); für rechtssichere Beschlussfassungen können gesicherte elektronische Verfahren genutzt werden (ad § 15 HSG). 

Gemäß Beschluss des Präsidiums der EUF (31.10.20) finden Berufungsvorträge weiterhin hochschulöffentlich, allerdings virtuell statt; die abschließende Sitzung von Berufungsausschüssen inkl. der Formulierung des Berufungsvorschlags wird umständehalber ebenfalls virtuell durchführt. 

Wir informieren Sie an dieser Stelle zeitnah über Veränderungen.

Phase 1: Vorauswahl

Phase abgeschlossen

Gegenstand der konstituierenden Sitzung ist die Operationalisierung der Auswahlkriterien auf Basis des Ausschreibungstextes. Erst im Anschluss erhalten die Mitglieder des Berufungsausschusses Zugang zu den Bewerbungsunterlagen. Nach Kenntnis der Namen aller Bewerber*innen geben die Mitglieder des Ausschusses eine Befangenheitserklärung ab. Der Ausschuss prüft, ob eine Befangenheit vorliegt, und entscheidet über das weitere Vorgehen.

Der Berufungsausschuss sichtet die Bewerbungsunterlagen unter alleiniger Beachtung des in der Ausschreibung formulierten Anforderungsprofils eingehend. Auf Grundlage dieser Sichtung entscheidet der Ausschuss, welche Bewerber*innen zur Anhörung eingeladen werden.

Bewerber*innen, die die formalen Anforderungen nach § 61 bzw. 64 HSG nicht erfüllen, können im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt werden.

Die Dauer dieser Phase hängt insbesondere von der Anzahl der Bewerbungen ab.

Phase 2: Anhörungen

Phase abgeschlossen

1. Einladung zur Anhörung und Einreichung von Schriften

8 von 59 Bewerber*innen wurden am 28. Januar 2021 zur Einreichung von Schriften aufgefordert sowie gleichzeitig zum Vorstellungsvortrag eingeladen. Die Vorträge werden in der ersten Märzhälfte stattfinden. 

 Die Liste der Vorträge und die Namen der Vortragenden werden hochschulöffentlich bekannt gemacht und auf dieser Website Anfang März 2021 veröffentlicht.

2. Die hochschulöffentliche Anhörung

Im Rahmen hochschulöffentlicher Anhörungen stellen sich die eingeladenen Bewerber*innen dem Berufungsausschuss und der Hochschulöffentlichkeit vor.

Die ca. zweistündigen Anhörungen bestehen in der Regel aus einem wissenschaftlichen Fachvortrag, ggf. einer Lehrprobe, der Vorstellung eines Lehr- und Forschungskonzepts, einem Gespräch mit Studierenden sowie einem Gespräch mit dem Berufungsausschuss

Die hochschulöffentlichen Anhörungen erstrecken sich je nach Anzahl der eingeladenen Bewerber*innen insgesamt auf ein bis zwei Tage. 

Phase 3: Auswärtige Begutachtung

Phase läuft ...

Im Anschluss an die hochschulöffentlichen Anhörungen entscheidet der Berufungsausschuss, wessen Unterlagen in die auswärtige Begutachtung gegeben werden. Grundlage der Auswahlentscheidung sind insbesondere die eingereichten Schriften sowie das Lehr- und Forschungskonzept und nicht zuletzt die im Rahmen der Anhörung gewonnenen Erkenntnisse. Üblicherweise werden drei Bewerber*innen für die auswärtige Begutachtung vorgeschlagen. 

Die beiden vom Berufungsausschuss bestellten auswärtigen professoralen Fachgutachter*innen geben vor Aufnahme ihrer Tätigkeit eine Befangenheitserklärung ab. Der Ausschuss prüft, ob eine Befangenheit vorliegt; im Falle der Befangenheit wird ein*e andere*r  Gutachter*in bestellt. 

Die Fachgutachter*innen sind gehalten, zur wissenschaftlichen Qualität der Bewerber*innen differenziert und vergleichend Stellung zu nehmen, Aussagen zur grundsätzlichen Listenfähigkeit aller Bewerber*innen zu treffen sowie schließlich eine begründete Reihung ("Liste") vorzuschlagen.

Die vergleichenden Gutachten werden üblicherweise innerhalb einer 8-10-Wochen-Frist erstellt. Die Phase der auswärtigen Begutachtung kann allerdings, insbesondere wenn Unterlagen von mehr als drei Bewerber*innen zur Begutachtung eingereicht wurden, durchaus länger dauern. 

Phase 4: Berufungsliste

Auf der Grundlage der vergleichenden Gutachten und der in den Anhörungen und aus der Lektüre der Schriften  gewonnenen Erkenntnisse trifft die Berufungskommission eine Entscheidung über Eigung und Reihung der Bewerber*innen. Sie erstellt einen Listenvorschlag (in der Regel eine "Dreier-Liste"). 

Zusammen mit einem Bericht über das Berufungsverfahren, den Protokollen aller Sitzungen und den Laudationes der ausgewählten Bewerber*innen wird der Listenvorschlag dem Senat zur Diskussion und Verabschiedung vorgelegt. Mit der Annahme der Berufungsliste endet die Arbeit der Berufungskommission.

Phase 5: Ruferteilung und Berufungsverhandlungen

Die vom Senat verabschiedete Berufungsliste samt allen Protokollen und Begleitschriften wird vom Justiariat der EUF geprüft, bei rechtlicher Unbedenklichkeit erteilt der Präsident den Ruf.

Die erstberufene Person formuliert ihre Vorstellungen zur Ausgestaltung der Professur schriftlich. Dies bildet die Grundlage der Berufungsverhandlungen. 

Es folgen Verhandlungen mit dem Präsidium der EUF über die Rufannahme.

Phase 6: Rufannahme und Beendigung des Berufungsverfahrens

Nimmt die berufene Person den Ruf an, wird das Einstellungsprocedere eingeleitet.  

Sofern die Berufungsverhandlungen nicht zu einem Erfolg führen und die erstberufene Person den Ruf nicht annimmt, wird die Berufungsliste im Regelfall "abgearbeitet".  

Das Verfahren endet mit der Ernennung der Person, mit der erfolgreich verhandelt wurde, zum Professor / zur Professorin.