"Dritte Option"

Ende 2018 wurde das Personenstandsgesetz um eine sog. Dritte Option, d.h. die Möglichkeit eines positiven Geschlechtseintrags "divers", ergänzt. Aus dieser rechtlichen Anerkennung (mindestens) eines weiteren Geschlechts erwachsen vielfältige Anpassungsfolgen,

 auf inhaltlicher Ebene z. B.

  • Sensibilisierung von Lehrenden, Studierenden und Verwaltungspersonal
  • Berücksichtigung im Lehrkontext (Namenslisten, Ansprache etc.)
  • Berücksichtigung der Thematik als Studieninhalt, in Lehrmaterialien etc.
  • … 

 auf administrativer Ebene z. B. 

  • Studierendenverwaltung: Modifikation von Datenbanken und Formularen, geschlechtsneutrale Formulierung von Schriftstücken u. ä.
  • Personalverwaltung: Modifikation von Datenbanken und Formularen, geschlechtsneutrale Formulierung von Schriftstücken u. ä.
  • Umgestaltung von Sanitärbereichen ("all-gender-Toiletten")
  • Hochschulstatistik 

Während grundlegende Fragen der Personalverwaltung vom Land zentral geregelt werden, die Hochschulen hier also an einigen Stellen auf Vorgaben angewiesen sind, könnten Aspekte, die alle Hochschulangehörigen und hier insbesondere die Studierenden betreffen, intern geregelt werden, sofern gesetzliche Rahmenbedingungen dem nicht entgegenstehen. 

Die EUF wird die oben genannten Anpassungserfordernisse gemeinsam mit allen Beteiligten bearbeiten und umsetzen.

Mehr Informationen zum Thema (Begriffe, Hintergrund, rechtlicher Rahmen, Handlungsfelder) finden Sie hier.