Michelle Mercier

Michelle Mercier

Kontakt

Telefon
0461/805-2307
E-Mail
michelle.mercier-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uni-flensburg.de
Gebäude
Gebäude Oslo
Raum
OSL 463
Straße
Auf dem Campus 1
PLZ / Stadt
24943 Flensburg

Institutionen

Name
Institut für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung
Funktion
Wissenschaftliche MitarbeiterInnen

Sprechstunden

Donnerstag von 13-15:00 Uhr und nach Vereinbarung, in der vorlesungsfreien Zeit nur nach Vereinbarung

Veranstaltungen

Nummer Titel Typ Semester
421031c Begleitende Veranstaltung zum Seminar Grundlagen der Physik Übung FrSe 2020

Aktuelle Forschung

Das Doppelspaltexperiment von Thomas Young

Ein Doppelspaltexperiment wird in kontemporären Bildungsprozessen als eine experimentelle Evidenz für die Welleneigenschaft von Licht thematisiert und ggf. mit Thomas Young historisch kontextualisiert. Youngs Beschreibung des Experiments lässt hingegen viele Fragen über die theoretische und experimentelle Bedeutung des Experiments offen (z.B. die Apparatur betreffend) und damit auch über das Phänomen selbst. Es ist jedoch auch der experimentelle Kontext und die Rolle des Experiments für Young zur Etablierung einer Wellennatur des Lichts oder dem von ihm formulierten Interferenzprinzips aus wissenschaftshistorischer Perspektive disputabel: Young entwickelte bereits Jahre zuvor (1799-1804) eine Theorie zur Wellennatur des Lichts, postulierte ein Interferenzprinzip und beschrieb eine Reihe optischer Experimente in diesem Rahmen – darunter auch ein Spaltexperiment (1804). Das Experiment, welches heute als Youngsches Doppelspaltexperiment kanonisiert wird, wurde von Young erst 1807 und ausschließlich in einem didaktischen Kontext veröffentlicht.

Ausgehend von der These, dass Youngs experimentelle Praxis und die Darstellung der jeweiligen Experimente in einer engen Beziehung zueinander betrachtet werden müssen und eine Charakterisierung des Youngschen Doppelspaltexperiments daher auch im Hinblick sozialer Prozesse erfolgen muss, werde ich im Rahmen meines Dissertationsvorhabens die experimentelle und konzeptionelle Genese des Youngschen Doppelspaltexperiments mit der Replikationsmethode nachvollziehen und im Kontext von Youngs wissenschaftlichem und institutionellen Umfeld analysieren.

Wissenschaftlicher Werdegang

Seit September 2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Europa-Universität Flensburg, Abteilung für Physik und ihre Didaktik und Geschichte

2018 M.Ed. mit der Arbeit "Ausgewählte Experimente Rumfords zur Wärmestrahlung: Physikalische und wissenschaftshistorische Analyse"

2016 B.A. mit der Arbeit "Untersuchungen am Kundtschen Staubfigurenexperiment mit der Replikationsmethode"

Stipendiatin der Deutschen Telekom Stiftung (FundaMINT)

Studium des Lehramts an Sekundarschulen mit dem Schwerpunkt Sek. I und der Fächerkombination Mathematik und Physik, Europa-Universität Flensburg

Beruflicher Werdegang

2016 Vertretungslehrkraft für die Fächer Mathematik, Physik und Naturwissenschaften (Sek. I) an der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule, Preetz 2012-2013 Bezugsbetreuerin und Projektmitarbeiterin für den offenen Ganztag (Stiftung Drachensee), Kiel