Aktuelle Forschung

Promotionssprojekt

 

Das von mir verfolgte Dissertationsvorhaben befasst sich mit der Geschichte der Dichtemessung von Flüssigkeiten im Allgemeinen und im Speziellen mit der Einführung neuer bzw. verbesserter Dichte-Messinstrumente im 19. Jahrhundert. Ein Fokus liegt dabei auf den Gegebenheiten die die Einführung neuer Instrumente für die Akteure wünschenswert erscheinen lassen und den Mechanismen, die Instrumenten zum Erfolg verhelfen oder auch ihre Nichtakzeptanz bewirken.

Insbesondere betrachte ich dabei die Praxis mit den Instrumenten. Da Praxen zu nicht geringen Teilen nicht expliziert werden und so zum Bereich des impliziten Wissens gehören, wurden Messungen mit Originalen und quellengetreuen Nachbauten durchgeführt. Der Rahmen für diese Nachvollzüge wurde dabei von der sogenannten Replikationsmethode gebildet.

Dabei lehne ich mich an die Methodiken an, die in Oldenburg in der Gruppe von Falk Rieß und in Flensburg von Peter Heering entwickelt wurden.

Dieses in weiten Teilen abgeschlossene Dissertationsvorhaben wird von Professor Peter Heering betreut. Einzelne Teile wurden auf dem »Three Societies Meeting«  2012 in Philadelphia, dem ICHSTM 2013 in Manchester und vielen nationalen Tagungen vorgestellt.

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Weitere Forschungsschwerpunkte:

Die Entwicklung und Etablierung von Instrumenten und ihren Praxen.
Zur Zeit vor allem im Bereich der Instrumentengeschichte. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Instrumenten zur Dichtemessung von Flüssigkeiten. Von besonderem Interesse sind hierbei die Praxen und Anwendungskontexte der Instrumente und die Mechanismen, die zu ihrer Etablierung oder Ablehnung führen. Dabei sind Instrumente und ihre Verwendung nicht als statisch zu betrachten; sie sind vielmehr selbst Veränderliche in der Zeit. Zur Annäherung an Praxen und Handlungen wird die Replikationsmethode nach Oldenburg-Flensburger Prägung verwendet.

Die Verwissenschaftlichung  (Ingenieur-) technischer Bereiche, speziell der Verwissenschaftlichung des Hafen-  und Wasserbaus.
Schwerpunkte hier bisher: Der wissenschaftlich arbeitendende Wasser- und Hafenbau-Experte Gotthilf Hagen, Namensgeber des Hagen-Poiseuille-Gesetzes,sowie der erste studierte Hamburger Wasserbauer Reinhard Woltman.

 

 

 

Publikationen

     Timo Engels: Kurze Geschichte der Dichtemessung von Flüssigkeiten,

     in: P. Heering, M. Markert und H. Weber (Hg.):

     Experimentelle Wissenschaftsgeschichte didaktisch nutzbar machen.

     Ideen, Überlegungen und Fallstudien, Flensburg, 2012.

 

     Timo Engels und Susanne M. Hoffmann: . . . und die Welt wird

     bunt! Thesen und Analysen zum inter- und transdisziplinären

     Diskurs beim Hamburger Farbensymposium, in: Gudrun Wolfschmidt

     (Hg.): Colours in Culture and Science, Hamburg, 2011.

 

     Jürgen Bönig und Timo Engels: Vom Engeneer zum Dr. Ing.

     – Der Ingenieurberuf im 19. Jahrhundert, in: Susanne Grötz,

     Ortwin Pelc (Hg.): Konstrukteur der modernen Stadt. William

     Lindley in Hamburg und Europa 1808 – 1900, Hamburg, 2008.