Weniger ist schwer

Von gestern? Kommunale Suffizienzpolitik

Kommunale Suffizienzpolitik – das klingt komplizierter, als es ist. Gemeint ist damit, die städtische Infrastruktur so zu gestalten, dass nachhaltiges Leben nicht nur möglich, sondern einfach wird. Mit Suffizienzmaßnahmen kann jede Kommune sofort beginnen. Sie bedürfen keiner teuren Technik oder großer Investitionen. Es genügt, die bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen zu nutzen. Allein: Suffizienz stellt den Zwang zu wachsen in Frage. Und das ist ein Problem.

Vortrag: DR. MICHAELA CHRIST, NEC

Kommunale Ressourcen zwischen ökologischer Notwendigkeit, Verteilungsgerechtigkeit und Freiheitsrechten

Mit steigendem Wohlstand haben sich auf der Grundlage einer wachstumsorientierten Wirtschafts- und Sozialordnung kulturelle Leitbilder und persönliche Lebensstile herausgebildet, die mit kontinuierlich wachsenden und individualisierten Ansprüchen verknüpft sind und durch wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen abgesichert werden. Das steigende Anforderungsprofil und wachsende Finanzbedarfe treiben Kommunen zu einer expansiven Siedlungspolitik. Wenn aber Wachstum vor dem Hintergrund zunehmender sozial-ökologischer Krisen keine Option mehr darstellt, welche Handlungsspielräume haben Kommunen dann?

Vortrag: ALEXANDRA KNAK und HENNING BRÜGGEMANN, STADT FLENSBURG

Kommentare: MAX KÜNNEMANN, WISSENSCHAFTLICHER MITARBEITER IM DEZERNAT FINANZEN DER STADT KÖLN und DR. FRANK BETKER, DLR-PROJEKTTRÄGER SOZIAL-ÖKOLOGISCHE FORSCHUNG

Zugang zum Vortragsraum (Link, Passwort: EHSS)

Weitere Informationen zum Programm der Veranstaltungsreihe finden sich hier.

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