Licht / Macht / Zeit und Raum. Symposium

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Details

Wirkungsweisen künstlicher Beleuchtung auf Individuum und Gesellschaft, Natur und Umwelt

Die Geschichte der Moderne ist eine Geschichte über Licht. Gesellschaftliche Entwicklung und wirtschaftliches Wachstums in den früh-industrialisierten Ländern sind ohne künstliche Beleuchtung kaum denkbar. Das Symposium Licht / Macht / Zeit und Raum widmet sich dieser Geschichte der Moderne auf unterschiedlichen Ebenen und aus verschiedenen disziplinären Perspektiven.

Die Nutzung von künstlichem Licht ist ein Phänomen, das die Ambivalenzen der Moderne auf besondere Weise zeigt: Einerseits ermöglicht der Einsatz von künstlichem Licht eine enorme Ausweitung sozialer, kultureller und ökonomischer Handlungsspielräume, andererseits trägt genau dies dazu bei, sozial-ökologische Krisen zu verstärken.

In den Industrieländern haben sich die Menschen des 21. Jahrhunderts an ein Leben gewöhnt, in dem nahezu alles zu jeder Zeit möglich ist. Man kann rund um die Uhr arbeiten, sich vergnügen oder konsumieren. Künstliches Licht schafft in räumlicher und zeitlicher Hinsicht enorme Handlungsspielräume. Und an Licht sind mannigfaltige positive Assoziationen geknüpft: Erlösung und Aufklärung beispielsweise sind sprachlich gleichermaßen mit Licht verbunden. Zugleich sorgt die rasante Zunahme künstlichen Lichts für zahlreiche soziale, ökologische und auch gesundheitliche Probleme. Denn der menschliche Organismus ist, wie viele Tiere und Pflanzen, mithin ganze Ökosysteme, angewiesen auf den Wechsel zwischen Helligkeit und Dunkelheit. Die Dunkelheit jedoch verschwindet zunehmend.

Das Symposium auf Stift Melk beschäftigt sich am 13. November 2015 mit der Wahrnehmung von Licht, seinen vielfältigen Wirkungsweisen und Bedeutungen für Körper und Gesellschaft sowie Natur und Umwelt. Die Veranstaltung bringt wissenschaftliche und künstlerische Sichtweisen miteinander in Verbindung. Expertinnen und Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz werden ihr Wissen und ihre Erfahrungen im Umgang mit Licht in Kunst, Forschung und Politik zusammentragen und kritisch diskutieren. Beteiligt sind u.a. Charlotte Remé, Anna Wirz-Justice, Dietrich Henckel, Jolanthe Kugler, Stephan Gregory, Ute Hasenöhrl, Rainer Schönhammer, Jakob Deibl, Gorazd Živkovič und Carl Aigner.

Anlass für das Symposium gibt das Projekt Langsames Licht / Slow Light: Die Künstlerin Siegrun Appelt setzt sich seit mehreren Jahren mit Erkenntnissen aus Forschung und Gestaltung auseinander, um daraus praxisorientierte Beleuchtungsstrategien zu entwickeln. Nach den Kriterien von Langsames Licht / Slow Light wurde im Lichtprojekt Wachau an mehreren Standorten in der Region die Beleuchtung im öffentlichen Raum neu gestaltet und ein bewussterer Umgang mit Licht forciert.

Das Symposium wurde konzipiert von Siegrun Appelt und Dr. Michaela Christ und findet anlässlich des "Internationalen Jahr des Lichts" statt. Es ist ein Projekt von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich in Kooperation mit Langsames Licht / Slow Light und dem Norbert Elias Center for Transformation Design & Research der Europa-Universität Flensburg und wird von der Wachau Dunkelsteinerwald Regionalentwicklung und vom Stift Melk unterstützt. 

Um Anmeldung bis 31.10.2015 unter martina.bochusch-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@noel.gv.at wird gebeten.

Dateien

lmzr-programm.pdf

Datum:
31.10.2015
Datei:
230 KB (PDF)
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lmrz-referent-innen-abstr...

Datum:
31.10.2015
Datei:
117 KB (PDF)
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Veranstaltungsort

Name
Stift Melk, Niederösterreich
Adresse
Abt-Berthold-Dietmayr-Straße 1
A 3390 Melk
+43(0)2752-555-0

Organisator

Name
Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich in Kooperation mit Langsames Licht / Slow Light und dem Norbert Elias Center for Transformation Design & Research der Europa-Universität Flensburg
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