Verbundprojekt Dig*In – Digitalisierung und Inklusion: Grundsatzfragen und Gelingensbedingungen einer inklusiven digitalen Schul- und Unterrichtsentwicklung

Oktober 2019: Kooperationsschulen gesucht!

Im Sinne einer schulnahen Forschung, in der die Kooperation zwischen Praxis und Wissenschaft eine wichtige Rolle spielt, suchen wir derzeit noch Grundschulen und weiterführende Schulen, die Interesse an der kooperativen Weiterentwicklung einer durch digitale Medien unterstützen inklusiven Unterrichts- und Schulkultur haben.

Unser Aufruf richtet sich an Schulen mit inklusivem Profil und Medienkonzept bzw. einem Schwerpunkt auf Medien/ Digitalisierung und/ oder Inklusion.

Folgende Schularten sind von besonderem Interesse:

  • Gemeinschaftsschule
  • Stadtteilschule
  • Sekundarschule oder Äquivalent

in den Bundesländern Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

Wenn Sie und Ihr Kollegium sich eine Zusammenarbeit mit uns vorstellen können oder wissen möchten, ob Ihre Schule als Kooperationsschule in Frage kommt, wenden Sie sich gerne telefonisch oder via E-Mail an eine der beiden Projektmitarbeiterinnen, Ann-Kathrin Stoltenhoff oder Daniela Hill.

Hintergrund und Idee

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundprojekt Dig*In ist integriert in das Metavorhaben Digitalisierung im Bildungsbereich und angesiedelt im Bereich der schulischen Bildung.

Das Vorhaben Dig*In – Digitalisierung und Inklusion leistet eine theoretisch fundierte empirische Analyse der medienbezogenen Schul- und Unterrichtsentwicklung unter den Vorzeichen der inklusiven Schule für alle. Erarbeitet werden innerhalb von drei Jahren grundlegende Erkenntnisse zu den Bedingungen einer gelingenden individualisierten Förderung von Schülerinnen und Schülern mit digitalen Medien. Dabei werden die Anforderungen, die sich aus der Digitalisierung für die Schul- und Unterrichtsentwicklung ergeben, systematisch im Kontext einer weiteren Umwälzung betrachtet, mit der das deutsche Schulsystem aktuell konfrontiert ist: der Entwicklung der inklusiven Schule. Das Anliegen des Projekts ist es, Überlegungen, die aus der Umsetzung von Inklusion und Digitalisierung resultieren, systematisch aufeinander zu beziehen und herauszuarbeiten, wie inklusive und digitale Schul- und Unterrichtsentwicklung, die in Schulen häufig als getrennte Anforderungen wahrgenommen und angegangen werden, synergetisch miteinander verbunden und so gleichermaßen erfolgreich umgesetzt werden können.

Kooperative Schulentwicklung

Ein wesentlicher Aspekt des Projekts Dig*In – Digitalisierung und Inklusion ist die enge Zusammenarbeit mit Schulen, die wir als Pioniere eines noch weitgehend unerforschten Feldes verstehen. Die am Projekt partizipierenden Grund- und Sekundarschulen in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und  Schleswig-Holstein werden Teil eines Netzwerks von insgesamt 16 Projektschulen. Diese erhalten im Verlauf der mehrjährigen Kooperation strukturiert Rückmeldung durch das Forschungsteam sowie die Möglichkeit, eine neuartige E-Learning-Plattform zu erproben, die für inklusiven Unterricht in heterogenen Klassen konzipiert wurde.

Ziel des Projektes ist es, Schulen im Prozess ihrer individuellen Entwicklung hin zu einer digital-inklusiven Unterrichts- und Schulkultur zu unterstützen und schulnah zu erforschen, welche Bedingungen eine solche Kultur fördern bzw. erschweren. Dabei steht das Projekt ganz im Simme des Rahmenprogramms Empirische Bildungsforschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das Programm fördert eine enge Kooperation von Forschung und Praxis und will dadurch Erkenntnisse in neuen Feldern gewinnen, um diese als Wissensbasis für Bildungspraxis und Bildungspolitik nutzbar zu machen. Dabei steht die Verbesserung von Bildungsgerechtigkeit und die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in einer vielfältigen, weltoffenen Gesellschaft im Vordergrund.

Wissenschaft und Forschung im Sinne von Bildungsgerechtigkeit zu gestalten bedeutet aber auch, im Austausch mit der schulischen Praxis Erkenntnisse darüber zu generieren, welche Bedingungen und Ressourcen für eine qualitativ bessere und gerechtere Bildung notwendig sind. Deshalb sehen wir die von uns gemeinsam mit den Kooperationsschulen im Projektverlauf zu erarbeitenden Handlungsempfehlungen nicht allein als einen Service für Schulen in ganz Deutschland. Unsere Handlungsempfehlungen sollen vor allem die Bildungspolitik adressieren und aufzeigen, welche Bedingungen für eine gelingende digital inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung seitens dieser bereitgestellt werden müssen, um Potenziale auch tatsächlich ausschöpfen zu können.

Dig*In-Teilprojekte I-IV

Das Verbundprojekt Dig*In besteht aus insgesamt vier Teilprojekten.

In Teilprojekt I (EUF, Seminar für Medienbildung) werden Medienentwicklung an Schulen und inklusive Schulentwicklung sowie Mediendidaktik und inklusive Didaktik auf der Basis bestehender Forschungsansätze theoretisch modelliert und systematisch verzahnt, um Erfordernisse einer durch digitale Medien unterstützten inklusiven Schul- und Unterrichtsentwicklung abzuleiten.

In den Teilprojekten II, III und IV (HU Berlin) wird die so erarbeitete erste Version des Modells durch Analysen auf der Ebene der Schulentwicklung sowie des Unterrichts an 16 Grund- und Sekundarschulen, die bereits inklusiv mit digitalen Medien arbeiten, validiert und sukzessive ausgeschärft, um auf der Basis eines über die drei Teilprojekte hinweg gemeinsam genutzten Datenkorpus zu empirisch gesicherten Erkenntnissen hinsichtlich der Gelingensbedingungen einer inklusiven Schul- und Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien zu gelangen.

Das Team verteilt sich wie folgt

Verbundprojekt

Projektkoordination: Prof. Dr. Christian Filk (EUF)

Operative Projektleitung (EUF): Ann-Kathrin Stoltenhoff, M.A.

Projektassistenz (EUF): Daniela Hill

Teilprojekt I (EUF, Seminar für Medienbildung)

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Christian Filk

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen:

Ann-Kathrin Stoltenhoff (Post-Dok) und Daniela Hill

Teilprojekt II (HUB, Arbeitsbereich Systematische Didaktik und Unterrichtsforschung)

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Heike Schaumburg (HU Berlin)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Johanna Profft

Teilprojekt III, (HUB, Rehabilitationstechnik und neue Medien)

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Michael Arnold-Wahl (HU Berlin)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Julia Hartung

Teilprojekt IV (HUB, Institut für Informatik)

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Niels Pinkwart (HU Berlin)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Sebastian Claus

Das Verbundprojekt »Dig*In« auf Tagungen + Konferenzen

Das Verbundprojekt Dig*In diskutiert projektrelevante Fragestellungen im Rahmen der folgenden Veranstaltungen mit Kolleg_innen aus Wissenschaft und pädagogischer Praxis:

 

Ansprechpersonen für das Verbundprojekt Dig*In

Projektleitung

Prof. Dr. Christian Filk

Tel.:
+49 461 805 2614
Fax:
+49 461 805 952614
christian.filk-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uni-flensburg.de
Gebäude Riga 4 - RIG 412

Verantwortlich

Assistenz

Kontakt

ann-kathrin.stoltenhoff@uni-flensburg.de

Dig*In-Laufzeit

01.01.2019 – 31.12.2021

Institution der EUF

Seminar für Medienbildung

Das Projekt Dig*In ist angesiedelt am Zentrum für Bildungs-, Unterrichts-, Schul- und Sozialisationsforschung der EUF (ZeBUSS)

Finanzierung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)