Arbeitsfelder

Arbeitsfelder

Die an der Abteilung Kunst und visuelle Medien vertretenen Arbeitsfelder reichen von der Ästhetischen Forschung, über die historische Bildforschung bis zu Film und Fotografie in den Sozialen Medien. Ein Forschungsschwerpunkt ist das Digital Image Lab.

·       Ästhetische Forschung
Das Konzept der Ästhetischen Forschung wird im Fach Kunst unter Aspekten schulspezifischer Fachdidaktik sowohl in der Lehre als auch in der Forschung befragt. Dabei gilt es die Chancen ebenso wie die Grenzen Ästhetischer Forschung in institutionellen Kontexten auszuloten. Damit verbunden sind auch Fragen nach der Sinnhaftigkeit derzeitiger Schulfächer beziehungsweise der inhaltlichen Zuschnitte der Fächer im 21. Jahrhundert, denn das Konzept der Ästhetischen Forschung überschreitet die engen Grenzen eines einzelnen Schulfaches und kann so Diskussionen um die Institution Schule mitthematisieren.
Kontakt: Prof. Dr. Manfred Blohm

·       Bewegtbilder und Kunstunterricht
Eintrag folgt
Tagung: Stop and Motion, November 2020
Publikation in Vorbereitung: Stop and Motion
Kontakt: Prof. Dr. Friederike Rückert

·       Jugendkulturen
Beim Thema Jugendkulturen/Jugendszenen liegen die Schwerpunkte auf kommunikativen, ästhetischen und gestalterischen Ausdrucksformen, die sich vorwiegend im digitalen Raum formieren. So werden zum einen unterschiedliche Inszenierungsweisen, Stilbildungselemente und Remix/Re-Enactments von Jugendszenen dynamisch verschränkt. Zum anderen liegt der Fokus auf der – weiblich geprägten – FanArt-Szene, die freiwillig und mit großer Leidenschaft Hunderttausende von bildnerisch-szenischen Exponaten erstellt und auf Online-Portalen zirkulieren lässt.
Kontakt: Dr. Jutta Zaremba

·       Kunsttherapeutische und inklusive Forschung- und Praxisfelder
In diesem Forschungsschwerpunkt werden kunsttherapeutische und inklusive Fragestellungen in den Fokus gerückt. Dabei werden beide Felder – Kunsttherapie und Inklusion – aufeinander bezogen und auf ihre Potentiale hin thematisiert und untersucht. Kunstlehrerinnen und -lehrer werden gerade im Bereich der Praxis von Kunstunterricht häufig mit sehr persönlichen Inhalten und ästhetischen Äußerungen, ebenso wie schwer einschätzbare Emotionen oder auch Blockaden konfrontiert, in denen kunsttherapeutische ebenso wie inklusive Kompetenzen gefordert sind. Welche kunsttherapeutischen Angebote könnten in der Ausbildung von angehenden Kunstpädagog:innen sinnvoll sein, welche Kompetenzen der Inklusion gehören perspektivisch in das Fachstudium auch angesichts von sich ändernden Rahmenbedingungen von Schule? Zu diesen sich ändernden Rahmenbedingungen gehören beispielsweise Aspekte wie der Ausbau von Ganztagsschulen mit entsprechenden Angeboten, inklusiver Unterricht, aber auch zunehmend mehr Schüler:innen und Schüler mit traumatischen Erfahrungen in Bezug Flucht und Vertreibung, einem Clash of Cultures im Rahmen einer Migrationsgesellschaft. etc.
Kunsttherapeutische wie auch inklusive fachliche Perspektiven werden dabei unter Aspekten der Kompensation – also sinnlicher Alternativerfahrungen – ebenso relevant wie unter dem Aspekt des Sichtbarmachens von im Alltag eher unsichtbaren Konflikten, traumatischen Erfahrungen, Verdrängungen oder Weltsichten. Publikation in Vorbereitung: Kunsttherapeutische Grundbegriffe
Kontakt: Prof. Dr. Manfred Blohm, Dr. Markus Herschbach

·       Künstlerische Produktionsprozesse im Spielfilm. Über ein ideologisches Konstrukt
Eintrag folgt
Kontakt: Sven Sonne M.A.

·       Medienkunst – Digitale Bewegtbilder im Raum
Projekt des Image Labs, Eintrag folgt
Kontakt: Prof. Dr. Friederike Rückert

·       Points of view in a divided world: radical theories and practices in lens-based media, 1970–1990 Das Forschungsprojekt befasst sich in einem transnationalen Vergleich mit anti-hegemonialen Bildpraktiken in Kunst und Fotografie der 1970 bis 1990er Jahre beiderseits des Eisernen Vorhangs. Damit werden – erstmalig – parallele Entwicklungen in `Ost´ und `West´ im Kontext ihrer jeweiligen ideengeschichtlichen und visuell-kulturellen Bezüge, aber auch ihrer gegenseitigen Verflechtungen betrachtet. Es werden Fragen nach der rahmenden Bedeutung des politischen Systems, nach "agency" von Bildern sowie der Rolle von Öffentlichkeit und Gegenöffentlichkeit untersucht.
Kontakt: Dr. Eva Pluhařová-Grigienė

·       Strategien des Dokumentarischen
Dieser Arbeitsschwerpunkt des Image Lab befasst sich mit den Potentialen und Herausforderungen dokumentarischer Strategien in Film, Fotografie und Kunst zwischen Authentizitätsanspruch und Fiktionalisierung.
Kontakt: Dr. Eva Pluhařová-Grigienė und Sven Sonne
Workshop: "Real/Fake. Documentary Desires for the Imaginary", September 2021
Veröffentlichung: Eva Pluhařová-Grigienė, Ästhetisierung, in: Visual History, 14.09.2020, https://visual-history.de/2020/09/14/aesthetisierung/, DOI: https://doi.org/10.14765/zzf.dok-1926.