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SUMMARY:Wie bedroht ist das Saterfriesische? Kognitive Belastung beim Spra
 chgebrauch als Indikator für die Vitalität des Saterfriesischen und New 
 Speakers als Ressource für seine Revitalisierung 
DESCRIPTION:Wie bedroht ist das Saterfriesische?Kognitive Belastung beim S
 prachgebrauch als Indikator für die Vitalität des Saterfriesischen und N
 ew Speakers als Ressource für seine RevitalisierungJanna Sanders, Heike S
 choormann &amp; Jörg PetersCarl von Ossietzky Universität OldenburgSater
 friesisch ist eine der am stärksten bedrohten Minderheitensprachen Europa
 s.Vorgestellt wird ein DFG-Projekt, das das Ziel verfolgt, die Vitalität 
 der Minderheitensprache innerhalb lokaler multilingualer Sprachgemeinschaf
 ten im Saterland zu untersuchen.Die Datenerhebung erfolgt mittels einer sy
 stematischen Erschließung von Familienverbänden einschließlich der komm
 unikativen Netzwerke, die durch Interaktionen zwischen den Netzwerkmitglie
 dern in den drei autochthonen Sprachen des Saterlandes, Saterfriesisch, Ni
 ederdeutsch und Hochdeutsch, konstituiert werden. Die über diese Erhebung
  gewonnenen Sprachgebrauchs- und Sprachkompetenzdaten der Sprecher*innen w
 erden anschließend mit dem Faktor der kognitiven Belastung korreliert, we
 lcher über akustische Indikatoren wie Stimmqualität und Redeflüssigkeit
  in Produktionsexperimenten operationalisiert wird.Ausgehend von der Annah
 me, dass Sprachkompetenz allein nicht ausreicht, um die intergene-rationel
 le Weitergabe zu sichern, wird damit der Frage nachgegangen, welche Rolle 
 die kognitive Belastung bei der Etablierung des Saterfriesischen als Famil
 iensprache spielt.Im zweiten Teil des Vortrags wird die prospektive Vitali
 tät des Saterfriesischen über die New Speakers fokussiert. Das vorgestel
 lte Dissertationsvorhaben beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern New S
 peakers des Saterfriesischen tatsächlich zur Revitalisierung der Minderhe
 itensprache beitragen können. Es wird untersucht, welchen Grad der Sprach
 beherrschung New Speakers anhand objektiver Indikatoren der Redeflüssigke
 it erreichen und wie flüssig sie sprechen müssen, um als aktive Mitglied
 er der Sprachgemeinschaft akzeptiert zu werden. Hierzu werden die Projektd
 aten mit weiteren akustischen Analysen sowie perzeptiven Akzeptabilitätsb
 ewertungen kombiniert.&nbsp;Die Ergebnisse tragen zum Verständnis sowohl 
 der kognitiven Belastung beim Sprachgebrauch als auch der sozialen Akzepta
 nzprozesse innerhalb lokaler Sprachgemeinschaften bei. Beide Dimensionen s
 tellen zentrale Faktoren für die Einschätzung des Gefährdungsgrades und
  die Revitalisierung bedrohter Minderheitensprachen dar.Für eine Teilnahm
 e über das Online-Formular anmelden.Zielgruppe: Studierende, Beschäftigt
 e aus der Wissenschaft, Beschäftigte aus der Verwaltung, interessierte Ö
 ffentlichkeit&nbsp;&nbsp;
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