ICES Research School

Das Interdisciplinary Centre for European Studies (ICES) der Europa-Universität Flensburg hat sich zum Ziel gesetzt, den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Europaforschung an der EUF zu fördern. Die ICES Research School, soll einen Beitrag hierzu leisten! 

Doktoranden und Postdoktoranden aller Disziplinen/ Institute, die sich in ihrer Forschung mit Europathemen beschäftigen, sind herzlich  eingeladen, sich an die ICES Research School anzubinden.

Die ICES Research School bietet Nachwuchswissenschaftlern verschiedene Möglichkeiten, sich interdisziplinär zu vernetzen und ihr Qualifikationsprofil zu schärfen, um den Weg für eine Karriere in der Wissenschaft zu ebnen. Die Zugehörigkeit zur ICES Research School bedeutet, Teil eines internationalen und interdisziplinären Forscherteams zu sein, um einen stetigen Austausch zu fördern und eine gemeinsame Forschung zu übergreifenden Themen im Bereich der Europaforschung zu ermöglichen.  

ICES bietet für die Mitglieder der ICES Research School Angebote zu übergreifenden Schlüsselqualifikationen in den Bereichen Methodik, Selbstorganisation und Selbstreflexion im Rahmen des "Qualification Program for early stage Researchers (QP)". Das QP ist Bestandteil des Moduls ‚Qualifizierung‘ im Programm zur Förderung und Qualifizierung von wissenschaftlichem Nachwuchs (FQ-WiN) an der EUF und wird vom ICES in Kooperation mit dem ZWW, dem Forschungsreferat und ZeBUSS angeboten. Weitere Informationen zu diesem Programm und aktuellen Veranstaltungen finden Sie hier.

Doctoral Students

Alexandra Berger (Seminar für Politikwissenschaft und Politikdidaktik)

Forschungsschwerpunkt:

"Development Cooperation as a means of European Union external Migration Management: Trade-offs, inconsistencies, and implications for EU institutional balances"

In diesem Promotionsprojekt wird der Frage nachgegangen, wie die EU Entwicklungszusammenarbeit als Mittel der externen Migrationssteuerung einsetzt. Im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise wird sowohl auf EU-Ebene als auch in den Mitgliedstaaten die Strategie immer populärer, Herkunfts- und Transitländer in die Migrationssteuerung einzubeziehen. Dieses Phänomen ist in der Wissenschaft als Externalisierung der EU Migrationspolitik bekannt. Die Externalisierungsstrategie zielt darauf ab, dass Menschen sich möglichst gar nicht erst auf den Weg nach Europa machen sondern in ihren Herkunftsländern und anderen Drittstaaten Schutz finden. Dieser Ansatz wird auch als Fluchtursachenansatz betitelt, da er die Ursachen von Flucht beseitigen will. Entwicklungszusammenarbeit spielt in der Externalisierungspolitik und im Fluchtursachenansatz eine zentrale Rolle. In diesem Zusammenhang beklagen Akteure aus der Entwicklungszusammenarbeit, dass diese durch das Migrationsmanagement unterwandert werde und ihre eigentlichen Ziele, wie nachhaltige Armutsbekämpfung, außer Acht geräten. Dieses Projekt versteht EU Entwicklungszusammenarbeit und EU Migrationspolitik als separierte Politikfelder, die in jüngster Zeit verflochten werden. Dadurch entsteht, so die Hypothese, ein neues EU "Entwicklungs-Migrations-Politikfeld". In diesem Sinne fragt dieses Promotionsprojekt nach der Konstituierung dieses Politikfeldes durch die Flüchtlingskrise und nach möglichen unterschiedlichen Handlungslogiken und Paradoxa dieses Politikfeldes. Außerdem wird gefragt, inwieweit die Entstehung dieses Politikfeldes Einfluss auf das institutionelle Geflecht der EU hat.

weitere Informationen zur Person

Isabelle Chaplot (Seminar für Germanistik)

Forschungsschwerpunkt:

"Der Heilige Mensch: Aspekte von kinematographischer Erinnerung im europäischen Nachkriegskino"

Weitere Informationen zur Person

Maria Höppe (Seminar für evangelische Theologie)

Forschungsschwerpunkt:

Der Vergleich christlicher und islamischer Schulbücher hinsichtlich ihres Dialogpotentials

In dem Dissertationsprojekt werden christliche und islamische Schulbücher auf ihr Bild hinsichtlich der jeweils anderen Religion untersucht. Es wird überprüft, welches Dialogpotential durch die Schulbücher an Schüler*innen und Lehrer*innen vermittelt wird. Diese Ergebnisse werden in einem zweiten Schritt verglichen, sodass ein Bild der verschiedenen Religionsbücher im Zusammenhang von interreligiösen und dialogischen Fragestellungen vor allem aus der Komparativen Theologie her deutlich wird.

Tobias Nickl (Seminar für Soziologie)

Dissertationsthema

Soziale Dienstleistungen für dauerhaft hilfebedürftige Menschen in Europa: Potenziale einer vertieften europäischen Integration

Soziale Dienstleistungen, etwa die Pflege und Betreuung von Senioren oder Menschen mit Behinderungen, sind innerhalb der EU nationalstaatlich organisiert. Die EU-Dienstleistungsrichtlinie von 2006 schließt den Sektor sogar explizit vom europäischen Integrationsprozess aus. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Arbeitnehmer-Mobilität auch die Nachfrage an grenzüberschreitenden Sozialdienstleistungen. Dieses Projekt wird die Möglichkeiten einer vertieften europäischen Integration in diesem Sektor erforschen. Die Ansätze für diese Forschung umfassen den Vergleich der wohlfahrtsstaatlichen Systeme, die Bedeutung der Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten für vergangene Integrationsversuche, sowie Parallelen zur (weiter fortgeschrittenen) Integration des Sektors der Gesundheitsdienstleistungen.

Doglas Nunes-de-Sousa (IIM - Comparative Institutional Analysis)

Suat Alper Orhan (Seminar für Politikwissenschaft und Politikdidaktik)

Forschungsschwerpunkt:

"The Convergence of the Far-right and Far-left Political Parties on the Socioeconomic Policies in Europe"

This research investigates the realignment and the dealignment processes of the radical parties in Europe, especially focusing on the stances of immigration, class appeal and attitudes towards the European Union integration. The project aims to demonstrate the changing and overlapping nature of radical and mainstream politics in Europe while identifying the factors that incite such shifts throughout the 21st century.

Weitere Informationen zur Person

Efe Can Özek (IIM, Comparative Institutional Analysis)

Dissertationsthema

"The Relevance of Migrant Integration Policies in Prevention of Diaspora Nationalism"

Following the arrival of the Gastarbeiter (guest workers) in the 1960s and 1970s, German states have pursued various migrant integration policies. While some German states have introduced inclusive and liberal policies, the others have followed a rather assimilationist approach. Since the results of recent studies illustrate that, although to a varying extent, migrant integration policies have an impact on diaspora nationalism, this dissertation concerns with the third generation of migrants, and seeks to understand what role migrant integration policies play in the persistence of ethnic retention.

Weitere Informationen zur Person

Katarína Stratená (Seminar für Soziologie)

Chiara Terranova (Seminar für Politikwissenschaft und Politikdidaktik)

Research Topic:

"The role of the European Commission in European Budgetary Politics"

This doctoral research aims to analyse the dynamics of preference formation and negotiation strategies of the Commission in European budgetary politics. With powers that range from the formal agenda-setting to an informal presence throughout the budgetary process, the Commission remains a pivotal actor in this policy field. Yet, after the strong entrepreneurship of the earliest Colleges, the Commission appeared progressively less ambitious. The changing attitude of this institution offers, thus, an interesting puzzle to solve. Is the Commission increasingly restrained towards budgetary politics or is it shifting its priorities and interests? This study intends to challenge the traditional understanding of the Commission as a static and rather indulgent actor of the budgetary politics, depicting a more detailed and nuanced picture. The research might have positive impacts on both the theoretical debate on supranational institutions and budgetary politics, as well as on the concrete unfolding of the budgetary procedures. Indeed, the recent developments induced by the pandemic confirm the relevance of this research, which could contribute to the understanding of a particularly salient policy domain of the EU.

Lea Valentin (Seminar für Soziologie)

Dissertationstitel:

Feminismus - als Theorie und in der Praxis

Weitere Informationen zur Person

Monika Verbalyte (Seminar Soziologie / Projekt ValCon)

Monika Verbalyte hat einen B.A. in Politikwissenschaft von der Universität Vilnius (2007) und einen M.A. in Europäischer Soziologie von der Freien Universität Berlin (2010). Von 2015 bis 2020 war sie eine wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Netzwerk Europa: Transnationale menschliche Aktivitäten und europäische Integration" an der Universität Magdeburg und jetzt fängt an der Europa-Universität Flensburg im Projekt "Value Conflicts in a Differentiated Europe (ValCon)", unter der Leitung von Prof. Monika Eigmüller, an. Monika Verbalyte ist außerdem Doktorandin am Fachbereich Soziologie der Freien Universität Berlin. In ihrer Dissertation "Die emotionale Dynamik des politischen Skandals" untersucht sie, wie die öffentlichen Emotionen während des politischen Skandals von den Medien produziert, artikuliert und geprägt werden. Ihre Forschungsinteressen umfassen Emotionssoziologie, politische Kommunikation, politische Einstellungen und Verhalten, europäische Soziologie, soziale Netzwerkanalyse und Diskursanalyse. Sie hat bereits einige begutachtete Artikel veröffentlicht: im European Journal of Political Science und Innovation: The European Journal of Social Science Research. In letzterem ist sie nun auch Gastherausgeberin der Sonderausgabe über affektive Reaktionen auf politische Krisen in Europa und in American Behavioral Scientist über den Zusammenhang zwischen Populismus und Emotionen.

Anna Vormann (Seminar für Soziologie)

Research Topic:

"Who becomes a European Teacher?

A Bourdieusian approach to internationalisation in teacher education: A cross-field application of the notion of the ‘transnational habitus.’"

This research is concerned with the Europeanisation of teacher education viewed through a sociological lense.

As recognised by policy makers in the European Union (EU), administrators, and scholars alike, teacher education in all EU member states has to prepare teachers for the demands presented by internationalisation and a global context. On a related note, a widely voiced argument is that there is need for increased political and institutional commitment to internationalisation and Europeanisation in teacher education. This work will be concerned with different questions which arise against this background. A central idea discussed here is the concept of the European teacher as a model the EU is striving to create through the internationalisation of and by infusing a global and European perspective into teacher education – with the result to produce educators who can support all students and who can teach from multicultural, global and ethnorelativist perspectives. But how do European teachers become European teachers and who becomes a European teacher? This work approaches these questions through social theory, specifically Pierre Bourdieu´s concepts of social fields and habitus. In line with many recent scholarly works, I aim to apply Bourdieu´s toolbox and explore the notion of transnational habitus in the context of different social fields with the intend to analyse the formation of a transnational habitus – if and under which conditions it emerges and who develops it. In this work, I will explore the notion of transnational habitus as a possible feature of the European teacher and challenges for teacher education in Europe arising in this context.

Craig Willis (Seminar für Soziologie)

Post-Docs

Martin Bittner (Abteilung Schulpädagogik)

  Forschungsschwerpunkt

  • Internationalisierung und Globalisierung (und dem darin enthaltenen Europa Bezug) in der Lehrer*innenbildung
  • Weitere Schwerpunkte in Lehre und Forschung

    • Ethnographie und Diskursethnographie
    • Rekonstruktive Sozialforschung
    • Verhältnisse zwischen Schule, Familie und Raum
    • Institutionen aus praxistheoretischer Perspektive
    • Erzieherische und pädagogische Grenzverschiebungen
    • Bildung und Gewalt

Weitere Informationen zur Person

Sören Carlson (Seminar für Soziologie)

Forschungsschwerpunkt:

  • Europäisierung/Transnationalisierung
  • Mobilität
  • Bildung
  • soziale Ungleichheit

Weitere Informationen zur Person

Vincent Gengnagel (Seminar für Soziologie / Managing Editor of Culture, Practice & Europeanization)

Vincent ist Mitarbeiter am Seminar für Soziologie und Managing Editor des Journals Culture, Practice and Europeanization. Seine Forschungsschwerpunkte sind:

- Europeanization Processes

- Political Sociology, esp. Field Theory

- Sociology of Expertise and Intellectual Fields

- Comparative and Historical Sociology, esp. of the Social Sciences & Humanities

- Theories of 'The Political'

- Public Sociology

Weitere Informationen finden Sie unter: 

https://www.uni-flensburg.de/en/soziologie/wer-wir-sind/das-team/vincent-gengnagel/

https://uni-flensburg.academia.edu/VincentGengnagel

Jule Govrin (Philosophisches Seminar)

Forschungsschwerpunkte

  • Politische Philosophie 
  • Sozialphilosophie
  • Politische Ideengeschichte
  • Feministische Philosophie
  • Philosophie der Ökonomie
  • Ästhetik
  • Körpertheorien
  • Philosophie der Emotionen/Affektivität

Weitere Informationen zur Person

Tobias Nanz (Europäische Medienwissenschaften)

Stefan Wallaschek (Seminar für Soziologie/ Projekt ValCon)