ICES Eröffnung in den Medien

„Die Antwort auf Trump“

Flensburger Tageblatt am 27.3.2018

Ganz klar: Europa ist profilbildend für die Flensburger Uni. Die Eröffnung des "Interdisciplinary Centre for European Research" (ICES) ist der nächste Schritt. – Quelle: www.shz.de

Monika Eigmüller im NDR Interview

Startschuss für das ICES!

Me2Be am 17.03.2018

Mit dem ICES wird die Europaforschung im Land Schleswig-Holstein deutlich verstärkt. Zukünftig sollen wissenschaftliche Europa-Expertisen in die Landespolitik eingebracht und ein Austausch mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern eröffnet werden. Quelle: Me2Be

Feierliche Eröffnung des Interdisciplinary Centre for European Studies (ICES)

Mit einem Festakt wurde am Freitag, den 16. März 2018, das "Interdisciplinary Centre for European Studies" (ICES) an der Europa-Universität Flensburg (EUF) eröffnet.

"Die europäische Integration ist ein vielschichtiger Prozess, der Gesellschaft, Politik und Kultur fortlaufend verändert. Das ICES hat sich zum Ziel gesetzt, mit den unterschiedlichen Perspektiven und Methoden der Sozial- und Geisteswissenschaften diese Prozesse zu erkennen und zu erforschen", sagte die Direktorin des Zentrums, Prof. Dr. Monika Eigmüller, Europasoziologin und Vizepräsidentin für Europa und Internationales an der EUF. Zwar mute die Eröffnung eines Forschungszentrums, das sich zentral mit Fragen der europäischen Integration in Politik, Ökonomie, Kultur und Gesellschaft auseinandersetzt, angesichts der gegenwärtigen Desintegrationsbewegungen geradezu anachronistisch an. Doch: "So düster die Zukunft des Projekts Europas gar nicht", prognostizierte Eigmüller und verwies auf jüngere Studie, nach denen die Identifikation mit der EU nach wie vor hoch sei und auch das Vertrauen in die EU-Institutionen wieder steige.

Das neue Forschungszentrum erweitert und vertieft die europawissenschaftliche Ausrichtung der Europa-Universität Flensburg. Es etabliert Europaforschung im Land Schleswig-Holstein mit dem Ziel, wissenschaftliche Europa-Expertise in die Landespolitik einzubringen und mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in den Austausch zu treten. "Europaforschung hat in Schleswig-Holstein bislang keine Tradition. Die Gründung des ICES soll das ändern", betonte Monika Eigmüller.

Mit dem ICES nimmt nach der Eröffnung des "Zentrums für Bildungs-, Unterrichts-, Schul- und Sozialisationsforschung" im November 2016 das zweite profilgebende Zentrum der EUF seine Arbeit auf. Prof. Dr. Werner Reinhart, Präsident der EUF, betonte, dass das Zentrum auch Studierenden offenstehe, denn "Universität entstehe erst durch Studierende." Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Zunahme rechtspopulistischer und euroskeptischer Parteien skizzierte er die Aufgabe des Zentrums auch politisch: "Das ICES ist die Flensburger Antwort der Wissenschaft auf Donald Trump und Brexit und Viktor Orban und AfD. Die Soziologen haben Europa nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an es zu verändern."

(Quelle: Auszüge aus der Pressemitteilung der EUF, Kathrin Fischer)

PROGRAMM

Termin:         16. März, ab 10:30 Uhr

Ort:                Europa-Universität Flensburg, Gebäude Helsinki, Raum 160

Programm:

10:30 Uhr

Begrüßung und Eröffnungsreden

Prof. Dr. Monika Eigmüller (Direktorin des ICES)

Prof. Dr. Werner Reinhart (Präsident der EUF)

Wolfgang Baasch (Landtag Schleswig-Holstein)

11:15 Uhr

Podiumsdiskussion "Europa – eine Wertegemeinschaft?"

Prof. Dr. Hauke Brunkhorst (Europa-Universität Flensburg)

Gerwald Herter (Deutschlandfunk)

Prof. Dr. Jean-Paul Lehners (Université du Luxembourg; Europarat)

Prof. Dr. Hedwig Wagner (Europa-Universität Flensburg)

Moderation: Kathrin Fischer (Europa-Universität Flensburg)

12:45 UhrMittagsimbiss
13:30 Uhr

Key Note: The political contestation of Europe: from integration to disintegration?

Prof. Dr. Hans-Jörg Trenz (University of Copenhagen)

15:00 Uhr

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