Europawoche 2018

Im Fokus: Die Bedeutung von Europaforschung und -lehre für Politik und Gesellschaft

Forschungsfördermöglichkeiten finden - Gezielt und effizient mit der Fördermitteldatenbank ELFI recherchieren
Lecture: The Making of Europe from the LGM to 1350: a transdisciplinary synthesis
Panel discussion: Transferring Knowledge: Do we need European Studies in decision-making processes?
Workshops:Transferring Knowledge: Do we need European Studies in decision-making processes?
Workshops:Transferring Knowledge
Student Activities
Vortrag: Lehrer im Ausland – Chancen und Perspektiven
Project Presentation: SATE (School Adoption and Teacher Training)
Lecture: The EU General Data Protection Regulation on the Eve of Enforcement Day
Interdisciplinary Panel discussion: Perspectives on European Independence Movements

"Drei Tage haben wir uns aus verschiedenen Perspektiven damit beschäftigt, wie wir das Europa-Profil unserer Universität in Forschung und Lehre erfolgreich stärken können", sagte Monika Eigmüller, Vizepräsidentin für Europa und Internationales.

Der erste Tag stand unter der Überschrift "Promoting European Ideas" und beschäftigte sich weitgehend mit den Möglichkeiten europäischer Forschungsförderung. Der zweite Tag, unter dem Titel "Preparing for tomorrow’s Europe" fragte danach, wie man europawissenschaftliche Forschung stärker in Politik und Gesellschaft einbringen kann. "Wir haben darüber diskutiert, welche Karrieremöglichkeiten etwa ein Masterabschluss in "European Studies" bietet oder wie Europaforschung politische Entscheidungsprozesse beeinflussen kann", erklärte Maria Schwab, Koordinatorin des interdisziplinären Europaforschungsinstituts ICES. "Wichtig ist dabei beispielsweise, dass Forschungsvorhaben von Anfang an problemorientiert und praxisnah aufgesetzt werden."

Europa ist besser als wir denken

Bei den Diskussionen, sowie auch bei Seminaren und Vorlesungen dabei war Robert Goebbels, ehemaliger luxemburgischer Minister und Europaparlamentarier. "Europa ist viel besser als wir Europäerinnen und Europäer denken", betonte er. "Das lernt man auf Reisen außerhalb Europas."

Gemeinsam mit den Studiengangleiterinnen von "European Studies", Kira Frankenthal, und "European Cultures and Society", Patrícia Barbosa, hat Maria Schwab die diesjährige Europawoche organisiert.

Wir feiern die Verschiedenheiten, die uns verbinden

Für die Studierenden war sie ein Erfolg. "Es war die erste Europawoche meines Lebens", sagte Kemal Nedžibović aus Bosnien, der an der EUF European Studies studiert. "Die vielen inspirierenden Veranstaltungen haben mir noch mal meine starken europäischen Wurzeln ins Gedächtnis gerufen. Indem wir Europa an der EUF feiern, feiern wir die Verschiedenheiten, die uns verbinden."

Feierliche Preisverleihung als Abschluss

Neu ins Leben gerufen wurde der "Europa-Preis der EUF – gestiftet vom Hochschulrat". Die fünf Mitglieder des Hochschulrats der EUF stiften für ihn ihre Aufwandsentschädigungen und vergeben alle zwei Jahre den mit 10 000 Euro dotierten Preis, der engagierte Europäerinnen und Europäer ehrt. "Was liegt näher als in Zeiten, in denen es Austrittsbestrebungen aus dem Verbund der europäischen Länder gibt, einen Europapreis an Menschen zu vergeben, die sich für das friedliche und gewaltfreie Zusammenleben der Staaten engagieren?", begründete Eva-Maria Neher, Vorsitzende des Hochschulrats, die Preisstiftung. Die erstmalige Verleihung des Preises an den dänischen Schriftsteller Carsten Jensen bildete den feierlichen Abschluss der Europawoche 2018.

Quelle: K. Fischer (EUF), Auszüge aus der Pressemitteilung vom 17.05.2018