Verantwortlich

Laufzeit

01.09.2020 - 31.08.2022

Webseite

EUKiD

Projektmitarbeitende

Partnerinnen und Partner

  • Dr. Jennifer Pavlik (Ass.-Prof., Universität Luxemburg)
  • Gabriele Knoop, Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (Landesfachberaterin Deutsch)
  • Andrea Heering, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur SH und Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (Referentin für Europa an Schulen in SH)

Institutionen der EUF

Finanzierung

Europäische Kommission (Jean Monnet-Programm)


EuKiD – Europabezogene Kompetenzen im Deutschunterricht

Das Projekt „EuKiD – Europabezogene Kompetenzen im Deutschunterricht“ erweitert den didaktischen Rahmen im Unterrichtsfach Deutsch um eine europäische Perspektive und beabsichtigt damit, hinsichtlich der Weiterentwicklung curricularer Vorgaben innovative Impulse zu setzen. Im Dialog mit Projektpartnern aus der Unterrichtspraxis, der fachdidaktischen Forschung und Institutionen der Bildungspolitik sollen europabezogene Kompetenzen formuliert, Lehrmaterialien entwickelt und Modellversuche in Primar- und Sekundarstufen von Regelschulen durchgeführt werden.

Das Projekt wird gemeinsam von Dr. Ivo Theele und Assistenz-Professorin Dr. Jennifer Pavlik (Universität Luxemburg) geleitet.

Forschungsschwerpunkt

Literatur- und Mediendidaktik – Europabildung im Fach Deutsch

Stichworte

Europa – Literaturdidaktik – Unterrichtsfach Deutsch - Kompetenzen

Beschreibung

Entsprechend der bisher unzureichend umgesetzten KMK-Empfehlung zu "Europabildung in der Schule" (zuletzt 2020 erneuert) soll das Projekt mit folgenden Aktivitäten nachhaltige Impulse für das Fach Deutsch im Bereich der Europabildung geben: Zunächst werden europabezogene Kompetenzen für den Kompetenzbereich "Lesen – mit Texten und Medien umgehen" formuliert und dadurch grundlegende didaktische Potentiale hinsichtlich der Europabildung im genannten Teilbereich aufgezeigt. Im Anschluss werden Unterrichtsreihen für die Primar- und Sekundarstufen an Regelschulen konzipiert und dazugehörige Lehrmaterialien entwickelt.

Von uns durchgeführte Workshops für die am Projekt beteiligten Lehrkräfte sollen zunächst die von uns entwickelten Kompetenzziele und Lehrmaterialien vermitteln und somit einen ersten Austausch initiieren, bevor die jeweiligen Unterrichtsreihen dann durch die Lehrkräfte an Schulen mit und ohne Europa-Schwerpunkt als Modellversuche durchgeführt und nach einer Evaluation nochmals konkretisiert werden. Im Zuge der Evaluation werden auch die Prämissen und das Vorgehen unseres Projektes zur Diskussion gestellt. Dabei gilt es zu klären, inwiefern es im Rahmen von formulierten Kompetenzzielen überhaupt möglich ist, eine Form von Europabildung zu initiieren, und ob ein so konzipierter Deutschunterricht seinen Gegenständen, den ästhetischen Medien, gerecht werden kann.

Auf wissenschaftlicher Ebene folgt im Anschluss an die Evaluation eine internationale Konferenz, deren Ziel es ist den Rahmen des Projekts zu weiten und aus unterschiedlichen nationalen und internationalen Perspektiven und mit Blick auf divergierende curriculare Vorgaben Vorschläge zu erarbeiten, wie der Deutschunterricht über das Projekt hinaus um eine europäische Dimension erweitert werden kann. Hierfür werden auch VertreterInnen aus der Bildungspolitik anderer Bundesländer sowie des Fachverbandes Deutsch eingeladen. Zusätzlich soll besonders interessierten und engagierten Studierenden der Universität Luxemburg und der Europa-Universität Flensburg die Teilnahme an der Konferenz ermöglicht werden.

Das Projektziel ist erreicht, wenn im Dialog mit Personen aus der Unterrichtpraxis, Forschung und Bildungspolitik Vorschläge zur curricularen Weiterentwicklung hinsichtlich einer europäischen Dimension im Deutschunterricht erarbeitet, auf Grundlage der ausformulierten europabezogenen Kompetenzen Unterrichtsreihen konzipiert sowie Lehrmaterialien entwickelt und diese im Anschluss an einen umfassenden Modellversuch von den beteiligten Lehrkräften positiv evaluiert wurden.

Das entwickelte didaktische Material soll ebenso auf der projekteigenen Homepage als OER zur Verfügung gestellt werden wie die Ergebnisse der abschließenden Konferenz, deren Ziel überdies die Diskussion und Verbreitung der Projektergebnisse auf Forschungs- und bildungspolitischer Ebene ist.

EUKiD-Pressemitteilung