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Schulschließungen und regionale Ungleichheit: bevölkerungsgeographische Aspekte

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Details

Niedrige Geburtenraten und Landflucht haben Schulschließungen im ländlichen Raum in zahlreichen westlichen Industriestaaten zu zunehmender Beachtung verholfen. Mittlerweile verdichtet sich der Forschungsbefund, dass der Zusammenhang mit der örtlichen Bevölkerungsgeographie weit weniger unmittelbar ist als Gegner wie Befürworter solcher Maßnahmen mutmaßen. Zwei aktuelle Studien aus dem ländlichen Raum im Nordwesten der Volksrepublik China – eine quantitativ, die andere qualitativ – sollen dieses Bild hier ergänzen. Im Vergleich mit Deutschland sind die Grundzüge der politischen und administrativen Rechtfertigung für die Schließung kleiner Dorfschulen vergleichbar, allerdings mit einer geringeren Betonung der Kosteneffizienz und einer stärkeren Betonung der vermeintlichen Beseitigung ländlicher Bildungsbenachteiligung. Auch hier tragen die räumlichen und sozio-kulturellen Gegebenheiten allerdings dazu bei, dass der Beitrag von Schulschließungen beim Abbau von Bildungsungleichheiten einer kritischen Hinterfragung nicht standhält.

Bilal Barakat hat an der University of Cambridge studiert und an der University of Oxford promoviert. Seitdem erforscht er den Zusammenhang von Bildung und nachhaltiger Bevölkerungsentwicklung in einer internationalen Perspektive, sowohl in der Wissenschaft als auch als Politikberater für UNESCO, UNDP und Weltbank. Nach Untersuchungen der Auswirkungen von Schulschließungen im ländlichen Sachsen liegt sein aktueller Arbeitsschwerpunkt in peripheren Regionen Chinas, was im Vordergrund des Vortrags stehen wird.

Veranstaltungsort

Name
Europa-Universität Flensburg
Adresse
EB 167
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