Konzept zur Aneignung metakognitiver Lernstrategien bei Additionsaufgaben für Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung

In der Pädagogik für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen ist es unumstritten, dass mathematische Kompetenzen einen Beitrag zur Teilhabe an Alltags- und Bildungsprozessen leisten (Djuric-Zdravkovis; Japundza-Milisavljevic & Macesic-Petrovic, 2011). So befähigen arithmetische Kompetenzen zur Bewältigung alltäglicher Anforderungssituationen, etwa beim Einkaufen oder der Verwaltung des Haushaltsbudgets und nehmen damit Einfluss auf das Selbstwirksamkeitserleben (Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg, 2017).
Etwa zwei Drittel der Gesamtschülerschaft im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (FSGE) verfügt bereits zum Zeitpunkt des Schuleintritts über numerische Kompetenzen (Moser Opitz, Garrote & Ratz, 2014). Vor diesem Hintergrund verwundert aber die prekäre Forschungslage zum mathematischen Lernen, die laut Ratz & Wittmann (2014) auf etwa 100 Untersuchungen weltweit gründet.

Stichworte

mathematische Kompetenzen, arithmetische Kompetenzen, numerische Kompetenzen

Beschreibung

In der Pädagogik für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen ist es unumstritten, dass mathematische Kompetenzen einen Beitrag zur Teilhabe an Alltags- und Bildungsprozessen leisten (Djuric-Zdravkovis; Japundza-Milisavljevic & Macesic-Petrovic, 2011). So befähigen arithmetische Kompetenzen zur Bewältigung alltäglicher Anforderungssituationen, etwa beim Einkaufen oder der Verwaltung des Haushaltsbudgets und nehmen damit Einfluss auf das Selbstwirksamkeitserleben (Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg, 2017).

Etwa zwei Drittel der Gesamtschülerschaft im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (FSGE) verfügt bereits zum Zeitpunkt des Schuleintritts über numerische Kompetenzen (Moser Opitz, Garrote & Ratz, 2014). Vor diesem Hintergrund verwundert aber die prekäre Forschungslage zum mathematischen Lernen, die laut Ratz & Wittmann (2014) auf etwa 100 Untersuchungen weltweit gründet.

Isabelle von Seeler entwickelte unter Kenntnisnahme internationaler Forschungsergebnisse ein Förderkonzept zum Erwerb flexibler Additionskompetenz für Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen der geistigen Entwicklung, das durch den selbständigen Gebrauch von Lernstrategien zu Lösungen verhilft. Im Rahmen Kontrollierter Einzelfallstudien (n=14) konnte das Konzept empirisch-quantitativ evaluiert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Probanden/-innen vom metakognitiv gesteuerten Einsatz ausgewählter Rechenstrategien zur Bewältigung von Additionsaufgaben signifikant profitieren konnten.