Sommeruniversität zu Minderheiten im August

Das Friesische Seminar der Europa-Universität Flensburg ist Mitveranstalter der Summer School "Minderheiten - Problem oder Vielfalt", die vom 19. bis 25 August in Jarplund stattindet. Mit der Grenzziehung im Jahr 1920 entstanden sowohl im deutschen als auch im dänischen Grenzraum nationale Minderheiten. Sie stellten in mancherlei Hinsicht die Rechtstaatlichkeit und Toleranz ihrer Heimatstaaten auf der Probe.

Nicht selten wurden im Europa des 20. Jahrhunderts die zahlreichen Minderheiten von der jeweiligen Mehrheitsbevölkerung mit Misstrauen bedacht und des Separatismus verdächtigt. Dies war auch im deutsch-dänischen Verhältnis zeitweise der Fall.

Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges entspannten sich mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der NATO die Beziehungen zwischen den Volksgruppen sowie zwischen den beiden Ostseeanrainerstaaten Dänemark und Deutschland. Dennoch brauchte es fast einhundert Jahre, bis die umstrittene Region und ihre drei Minderheiten (neben einer deutschen und dänischen gab es auch eine friesische) sich als "Europäisches Model" rühmen konnten. Angesichts des deutsch-dänischen Freundschaftsjahres 2020 befassen wir uns in der Sommeruniversität 2019 mit der Entstehungsgeschichte der Minderheiten in der deutsch-dänischen Grenzregion.

Welche Konflikte gab es in der Geschichte und welche gibt es noch heute? Wie bereichern die Minderheiten das kulturelle Leben in der Region? Was haben Minderheiten mit Politik zu tun? Die Sommeruniversität findet zwar in unmittelbarer Grenzlage statt, der deutsch-dänische Fall stellt aber nur den Ausgangspunkt in Bezug auf übergreifende Fragen und Perspektiven zu den unterschiedlichsten Minderheiten in Europa dar.

Weitere Informationen und die Modalitäten zur Anmeldung gibt es im zugehörigen Faltblatt, das hier zum Download bereitsteht.