Evaluation des Präventionsprojektes Sterneküche macht Schule

Die Abteilung Ernährung und Verbraucherbildung der Europa-Universität Flensburg wurde mit der Evaluation des Präventionsprojekts "Sterneküche macht Schule" beauftragt. Hierbei handelt es sich um ein gesundheitsförderndes Projekt, welches aus einer Kooperation zwischen dem Projektinitiator Stefan Marquard und der Krankenkasse KNAPPSCHAFT besteht. Die Laufzeit dieses Projektes ist vom 01.09.2019 bis zum 31.08.2021 vereinbart.

Zum Projekt Sterneküche macht Schule

Ziel des bundesweiten Projektes "Sterneküche macht Schule" ist es, die gesunde Ernährung bestimmter Personengruppen in verschiedenen Settings wie Schulen, KiTas und Hochschulen zu fördern, indem an der Gemeinschaftsverpflegung der Institutionen angesetzt wird. Der Schwerpunkt liegt hierbei insbesondere auf Schulen. Die Institutionen werden an einem sogenannten Aktionstag durch den Sternekoch Stefan Marquard besucht. Dort trainiert er das Küchenteam, analysiert und optimiert gemeinsam mit dem Mensateam Abläufe, Arbeitsweisen und eingesetzte Lebensmittel. Stefan Marquard bezieht auch die SchülerInnen an diesem Aktionstag ein und zeigt ihnen, dass gesundes Mittagessen schmackhaft sein und die Zubereitung Spaß machen kann. Nach etwa sechs Monaten wird den Schulen außerdem die Teilnahme an einer Nachschulung angeboten, bei welcher Wissen vertieft wird, die Mitarbeiter bereits gemachte Erfahrungen einbringen und Fragen stellen können (KNAPPSCHAFT 2020).

Aufgaben der EUF

Ziel der wissenschaftlichen Begleitung durch die Europa-Universität Flensburg ist es, die Evaluation rund um das bestehende Präventionsprojekt "Sterneküche macht Schule" durchzuführen und Potentiale (Anwendungs-, Anschluss- und Übertragungspotentiale) sowie nachhaltige Effekte (Verstetigung und Langfristigkeit) zu erheben, um eine zukünftige Weiterentwicklung des Ansatzes zu ermöglichen. Hierbei sollen die vorab festgelegten Projektziele mit den tatsächlich erreichten Zielen abgeglichen werden und die nachhaltigen Veränderungen im Hinblick auf die Gemeinschaftsverpflegung abgebildet werden. Die Evaluation orientiert sich dabei an den "Standards für Evaluationen" der Gesellschaft für Evaluation e. V. (2016) und an den Kriterien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur guten Praxis zur (soziallagebezogenen) Gesundheitsförderung im Bereich der gesundheitlichen Chancengleichheit (Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit, 2015).

Methodisches Vorgehen

Das Evaluationsdesign beinhaltet einen Mixed-Methods-Ansatz mit quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden. Im Rahmen der quantitativen Forschungsmethoden wird unter anderem eine Schülerbefragung zur Mensaqualität durchgeführt und ausgewertet sowie das digitale Angebot (Webseite und Foren) analysiert. Die qualitativen Forschungsmethoden beinhalten unter anderem qualitative Beobachtungen der Aktionstage und Nachschulungen, Fokusgruppeninterviews mit beteiligten Personengruppen sowie Experteninterviews mit dem Projektinitiator und den Programmplanern der KNAPPSCHAFT.