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Prof. Dr. Christine Thon

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Laufzeit

01.05.2014 - 31.10.2016

Projektmitarbeitende

Dr. Margarete Menz

Institution der EUF

Abteilung Erziehungswissenschaft

Bildung im Elementarbereich: Positionierungen von Eltern und Fachkräften

Aktuelle Bildungspolitiken setzen bei dem Versuch, die massive Abhängigkeit des Bildungserfolgs vom familiären Hintergrund aufzulösen, zunehmend auf den Elementarbereich. Bildungsdiskurse und institutionelle Veränderungen weisen dabei nicht nur auf einen Bedeutungswandel der Kindertagesstätte zum ‚Bildungsort’ hin. Damit zusammenhängend werden auch Zuständigkeiten von Bildung zwischen Eltern und Bildungs- und Betreuungsinstitutionen im Elementarbereich neu formuliert. Der öffentliche sowie der bildungspolitische Diskurs nehmen dabei in hohem Maße Zuschreibungen entlang von sozialem Status, ethnisch-kultureller Herkunft und Geschlecht vor.
Das Projekt untersucht, wie sich diese Anforderungen und Zuschreibungen in der Praxis der Zusammenarbeit zwischen Erzieher_innen und Eltern niederschlagen und mit welchen subjektivierenden Effekten (Positionierungen im Sinne Stuart Halls) sie dort einhergehen. Zu diesem Zweck wird analysiert, wie zwischen Erzieher_innen und Eltern Vorstellungen frühkindlicher Bildung verhandelt werden und in welcher Weise dabei Differenzen wie Gender, Migration, soziale Lage oder Familienform relevant gemacht werden. Die hier stattfindenden Aushandlungen sollen im Feld der frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsinstitutionen durch einen differenzanalytischen Zugang rekonstruiert werden. Dazu werden vergleichende qualitative Fallstudien einzelner Kindertagesstätten an zwei verschiedenen Standorten auf der Basis von Dokumenten (wie Leitbildern und Konzeptionen) der Einrichtungen, Gruppendiskussionen mit Fachkräften, Audiomitschnitten von Entwicklungsgesprächen und Interviews mit Eltern durchgeführt.

Stichworte

Erziehungswissenschaften