Verantwortlich

Prof. Dr. Sandra Rademacher

Tel.:
+49 461 805 2269
Fax:
+49 461 805 2026
sandra.rademacher-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uni-flensburg.de
Gebäude Helsinki - HEL 104

Prof. Dr. Georg Breidenstein

Laufzeit

01.01.2011 - 31.01.2016

Webseite

Partnerlink zur Uni Halle-Wittenberg

Projektmitarbeitende

Sabine Dorow

Johannes Busse

Paul Nicolas Scholz

Institution der EUF

Abteilung Erziehungswissenschaft

Finanzierung

DFG


DFG-Projekt "Individualisierung und Kontrolle. Eine praxeologische Untersuchung zum geöffneten Unterricht in der Grundschule"

Das Forschungsvorhaben zielt auf die Analyse der Praxis “geöffneten“ Unterrichts in der Grundschule unter dem Fokus des Verhältnisses von Individualisierung und Kontrolle. Von Interesse sind dabei diejenigen Unterrichtsformate, die die Selbsttätigkeit von Schülern in den Mittelpunkt stellen und die den Schülern weit reichende Entscheidungsmöglichkeiten einräumen, wie sie in vielen Reformschulen oder etwa in der neuen jahrgangsübergreifenden Schuleingangsstufe praktiziert werden und wie sie in der Grundschuldidaktik unter dem Stichwort des „Offenen Unterrichts“ diskutiert werden. Die zentrale Forschungsfrage richtet sich auf die praktischen Anforderungen, die der individualisierte und dezentrierte Unterricht an das Schüler- und Lehrerhandeln stellt. Auf der Grundlage von intensiven teilnehmenden Beobachtungen und detaillierten Beschreibungen sollen Handlungsmuster und strukturelle Bestimmungen der Schüler- und Lehrertätigkeit innerhalb des individualisierten Unterrichts herausgearbeitet werden. Dabei ist eine machttheoretische Perspektive leitend, die mit Foucault nach neuen Macht- und Kontrollpraktiken im Sinne von Subjektivierungsweisen im individualisierten Unterricht fragt. Schließlich zielt das Forschungsvorhaben auch auf empirische Beiträge zu einer allgemeinen Theorie des Unterrichts, insofern geöffneter Unterricht als ein interessanter Fall schulischen Unterrichts als solchem gelten kann.

Forschungsdesign:
Die Untersuchungsanlage des Projektes bezieht Beobachtungen an drei ausgewählten Grundschulen mit unterschiedlichem (reform-)pädagogischem Selbstverständnis ein. Methodisch kommen im Rahmen eines ethnographischen Forschungsansatzes die teilnehmende Beobachtung und sequenzanalytische Rekonstruktionen zum Einsatz.

Stichworte

Schüler, Lehrer, offener Unterricht, Grundschule