Herausforderungen gesellschaftlicher Naturverhältnisse im Plastozän

Categories: Ringvorlesungen und Kolloquien

Nein, es handelt sich tatsächlich nicht um einen Schreibfehler. Das Zeitalter, das 1838 mit der Erfindung von Plastik eingeleitet wurde, wird als Plastozän bezeichnet. Plastikmüll ist längst in den größten Tiefen der Weltmeere und den hintersten Winkeln der Erde zu finden. Der Begriff Plastozän wird etwa seit 2015 - etwas scherzhaft und in Anlehnung an den Begriff des Pleistozän (Eiszeitalter) - in der Boulevardpresse und im Internet verwendet.

Ökologische Krisen und gesellschaftliche Naturverhältnisse sind zentrale Themen der sozial-ökologischen Forschung. In diesem Vortrag soll gezeigt werden, in welcher Weise Nutzungssysteme und Ökosysteme raum-zeitlich wechselwirken. Auch wenn moderne Entwicklungen und Verfahren - wie z.B. Verbrennungsprozesse und die Erzeugung von Plastik und Kohlendioxid - und deren Auswirkungen globale Ausmaße annehmen, so können sie doch nur ausnahmsweise hinreichend genau in der globalen Dimension abgebildet werden. Die Ökosysteme inklusive der in und von ihnen lebenden Menschen sind in verschiedenen Regionen der Erde in ganz unterschiedlicher Weise betroffen.

Es wird die Frage diskutiert, wie gut Prognosen im Zusammenhang mit Umweltproblemen sein können und wie sich menschliches Handeln auf die Natur und Gesellschaft auswirken kann. Die Auswirkungen auf Ökosysteme und Rückkopplungseffekte werden anhand von Beispielen erörtert. Dabei soll es auch um die Erderwärmung und Suppe in China gehen . . .

 Das Programm des gesamten Interdisziplinären Kolloquiums im Sommersemester 2017 finden Sie hier.

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